Bundesliga-Korbballerinnen des TSV Heiligenrode punkten vierfach / Brinkum ringt Preetzer TSV nieder Die richtige Taktik macht's

Landkreis Diepholz. Mit der vollen Punkteausbeute von vier Zählern fuhren die Korbballerinnen des TSV Heiligenrode vom Bundesliga-Spieltag in Stöcken nach Hause. Der FTSV Jahn Brinkum verbuchte unterdessen einen Sieg, während die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst dieses Mal leer ausging.
14.02.2011, 05:00
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Von Christine Leska-Ottensmann

Landkreis Diepholz. Mit der vollen Punkteausbeute von vier Zählern fuhren die Korbballerinnen des TSV Heiligenrode vom Bundesliga-Spieltag in Stöcken nach Hause. Der FTSV Jahn Brinkum verbuchte unterdessen einen Sieg, während die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst dieses Mal leer ausging.

TB Stöcken - TSV Heiligenrode 2:6 (2:4). Die Taktik von Trainerin Dagmar Schnelle ging voll auf. "Meine Mannschaft sollte sich auf drei bestimmte Gegenspielerinnen konzentrieren und diese nicht zum Wurf kommen lassen", verriet Schnelle. Das klappte sehr gut - vor allem in der zweiten Halbzeit, denn da ließen die Heiligenroderinnen keinen einzigen Gegenkorb mehr zu. Ärgerlich war jedoch die Chancenausbeute gegen den Tabellenvorletzten. "Unsere Möglichkeiten vom Kreis haben wir nicht optimal genutzt, zudem zwei Siebenmeter verworfen", monierte die Trainerin. Einen Wermutstropfen gab es auch noch: Tatjana Erlewein kassierte ihre dritte gelbe Karte in dieser Saison und musste somit - nach der neuen Regelung - in der nächsten Partie, der zweiten dieses Wochenendes - gegen die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst aussetzen.

FTSV Jahn Brinkum - SG Findorff Bremen 2:18 (0:11). Am liebsten möchte Jahn-Trainer Torsten Behrens den Mantel des Schweigens über diese Partie legen. "In der ersten Halbzeit standen wir vollkommen neben uns und haben bei den Aktionen des Gegners nur zugeschaut", kritisierte er. "Deshalb ging der 0:11-Pausenrückstand auch in dieser Höhe voll in Ordnung." Besser wurde es dann in den ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte. "In dieser Phase haben wir endlich das gespielt, was wir uns vorgenommen hatten", freute sich Behrens. Erst zum Ende hin erzielten die Bremerinnen noch drei Körbe. "Die Niederlage ist ein paar Treffer zu hoch ausgefallen. Aber die Findorffer sind Deutscher Meister. Wenn sie fast jede Chance erfolgreich abschließen und wir zeitgleich einen schlechten Tag haben, kommt solch eine hohe Pleite eben zustande", resümierte Behrens.

TSV Heiligenrode - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 10:7 (7:4). Vor dem Gegner hatte Heiligenrodes Trainerin großen Respekt. "Wir wussten, dass es ein schweres Spiel wird. Denn Seckenhausen hat junge, gut ausgebildete Spielerinnen im Kader, die sich jetzt an die Bundesliga gewöhnt haben. Eine Wiederholung des 11:1-Erfolges vom ersten Spieltag war also utopisch", betonte Dagmar Schnelle. In dieser Partie gab die 16-jährige Mona Böhm ihr Debüt. "Sie hat ihre Sache richtig gut gemacht und in der Abwehr schön gearbeitet", lobte die TSV-Trainerin ihren talentierten Schützling. Auch Jördis Detken wusste mit drei tollen Hebern zu überzeugen. Aber auch die Seckenhauserinnen waren ihrerseits absolut zufrieden. Gleich mit drei A-Juniorinnen traten sie an: Sarah Kienker, Mareike Rieckers und Pia Züdel. "Pia musste für unsere drei Korbfrauen einspringen, die allesamt verhindert waren. Mit ihren 1,72 Metern hat sie vieles herausgefischt und eine wirklich klasse Leistung gezeigt. Einfach

genial", schwärmte Teamkameradin Michaela Böttger von der Leistung ihrer Kollegin.

FTSV Jahn Brinkum - Preetzer TSV 13:10 (8:3). Gegen die Preetzer wollte das Jahn-Team unbedingt gewinnen. Der Start in dieses Duell gelang auch optimal: Schon nach acht Minuten führten die Brinkumerinnen mit 6:0. Von der zehnten bis zur 35. Minute war es dann ein ausgeglichenes Spiel, wobei die Mannschaft von Torsten Behrens immer mit vier, fünf Körben vorne lag. "In den letzten fünf Minuten kam leider etwas Hektik in die Partie, wodurch wir ein bisschen den Faden verloren haben", monierte der Jahn-Coach später. Bis auf zwei Treffer kamen die Preetzer zu diesem Zeitpunkt heran. In den abschließenden 60 Sekunden fielen noch einmal vier Körbe - zwei auf beiden Seiten, sodass die Brinkumerinnen am Ende als verdiente Sieger vom Feld gingen.

SG Findorff Bremen - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 15:5 (6:1). TSG-Spielerin Michaela Böttger kam aus dem Strahlen nicht mehr heraus. "Wir hatten uns vorgenommen, langsam zu spielen und Fehlpässe zu vermeiden, um keine Konter des Gegners zu kassieren", erklärte sie. Diese Taktik ging auf, zur Pause stand es nur 1:6. Nach dem 1:8-Zwischenstand kamen die starken Seckenhauserinnen sogar auf 4:8 heran. "Findorff hat dann eine Auszeit genommen. Wir hatten damit unser Ziel erreicht", freute sich Böttger, die ein positives Fazit zog. "Wir haben zwar beide Partien verloren, aber letztlich haben wir nur gewonnen. Die Mannschaft hat sich stark präsentiert und toll gespielt, die A-Jugendlichen haben sich nahtlos eingefügt. Ich bin richtig stolz", sagte Böttger.

TSV Heiligenrode: Gabi Brosowsky (3), Jördis Detken (3), Jessica Pawlowski (2), Romina von Öhsen (2), Imke Meyer (2), Sinnika Zoric (2), Bianca Horstmann (2), Tatjana Erlewein, Mona Böhm.

FTSV Jahn Brinkum: Mirjana Uhde (4), Sandra Ernst (3), Anika Schröder (2), Sandra Jürgens (2), Sarah Hasselhop (1), Linda Paul (1), Jana Wahlers (1), Franziska Menke (1).

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst: Mareike Rieckers (3), Sarah Kienker (2), Michaela Böttger (2), Lena Breitsprecher (1), Inga Sander (1), Nadine Wehrenberg (1), Pia Züdel (1), Camilla Hahn (1), Christina Krohne, Anna Thamsen.

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