Fußball: Sieben Mannschaften spielen am 29. Dezember in der Halle Am Stadtbad um den Sieg / Akteure mit und ohne Behinderung dabei

Die Roten Teufel bitten zum inklusiven Hallenturnier

Fußball zwischen den Jahren: Die Roten Teufel laden für Montag, 29. Dezember, zum inklusiven Hallenturnier in die Halle Am Stadtbad ein. Mit dabei sind sieben Teams, die ab 11 Uhr um den Sieg spielen.
20.12.2014, 00:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Daniel Cottäus
Die Roten Teufel bitten zum inklusiven Hallenturnier

Trainerin Jutta Lobenstein und ihre Roten Teufel richten auch in diesem Jahr wieder ein inklusives Hallenfußball-Turnier aus.

INGO MOELLERS

Fußball zwischen den Jahren: Die Roten Teufel laden für Montag, 29. Dezember, zum inklusiven Hallenturnier in die Halle Am Stadtbad ein. Mit dabei sind sieben Teams, die ab 11 Uhr um den Sieg spielen.

Jutta Lobenstein erinnert sich noch ganz genau. „Vor vier Jahren gab es in unserer Region das erste Hallenfußballturnier, bei dem Spieler aus der Kreisklasse gegen Spieler aus einer Liga für Menschen mit mentaler Behinderung angetreten sind. Das war etwas ganz Besonderes.“ Seitdem richtet die Trainerin der Roten Teufel mit ihrem Verein jedes Jahr ein inklusives Hallenturnier aus. Am Montag, 29. Dezember, ist es nun wieder soweit. Ab 11 Uhr treten in der Halle Am Stadtbad der KSV Hicretspor III (3. Kreisklasse), die SG Bookhorn II, der TV Falkenburg III und die Roten Teufel (alle 5. Kreisklasse) gegeneinander an. Komplettiert wird das Teilnehmerfeld durch die Jadekicker Wilhelmshaven und den CVJM Nordenham (beide Behinderten-Fußball-Liga), die erstmals auch mit Spielern ohne Behinderung auflaufen, sowie durch ein Team von Wohnungslosen aus Freistatt.

„Wir sind nichts Besonders mehr“

„Wir, die Roten Teufel, haben selbst einen langen Weg hinter uns, um selbstverständlicher Bestandteil des regulären Spielbetriebs zu werden“, sagt Lobenstein, die mit ihrer Mannschaft seit Sommer 2012 in der 5. Kreisklasse spielt. „Jetzt beziehen wir auch andere Gruppen mit ein“, erklärt sie den Sinn des Turniers, das übrigens anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Lebenshilfe Delmenhorst und des Landkreises Oldenburg veranstaltet wird. Die Lebenshilfe setzt sich für die Belange von Menschen mit Behinderung ein. „Dazu gehört deren barrierefreie und gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen. Die Roten Teufel sind ein Ergebnis der Bemühungen, Inklusion voranzutreiben“, erklärt die Trainerin, die als Sozialpädogogin bei der Lebenshilfe arbeitet.

Im Laufe der Jahre ist aus der Fußballmannschaft der Lebenshilfe der SC Rote Teufel Ganderkesee entstanden, ein Klub, der mit seinen Teams sowohl in der Behinderten-Fußball-Liga aktiv ist als auch am Spielbetrieb des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst teilnimmt. „Wir sind nichts Besonderes mehr, und genau das ist das Besondere“, freut sich Lobenstein.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+