Drittliga-Handballerinnen des TV Oyten feiern mit dem 33:23 über den SV Henstedt-Ulzburg den vierten Triumph in Folge Die Serie geht weiter

Oyten. „Endlich hat es geklappt“, sagte Trainer Sebastian Kohls, während er noch einmal kräftig ausatmete. Gemeint war der 33:23 (14:13)-Heimerfolg seiner Drittliga-Handballerinnen des TV Oyten über den SV Henstedt-Ulzburg.
09.02.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Kim Patrick Puhlmann

„Endlich hat es geklappt“, sagte Trainer Sebastian Kohls, während er noch einmal kräftig ausatmete. Gemeint war der 33:23 (14:13)-Heimerfolg seiner Drittliga-Handballerinnen des TV Oyten über den SV Henstedt-Ulzburg. „Es tut gut, gegen eine Mannschaft zu gewinnen, die in der Tabelle direkt vor uns stand“, betonte der Coach. Die Erleichterung war Kohls deutlich anzumerken am gestrigen Sonntag. Es war der vierte Sieg in Folge, mit den Abstiegsrängen haben die „Vampires“ nun endgültig nichts mehr zu tun. Durch die jüngste Serie stehen die Oytenerinnen sogar schon auf Platz fünf.

Die knapp 100 Zuschauer in der Pestalozzihalle sahen eine faire, aber durchaus umkämpfte Partie. Nach zehn Minuten wurden bereits vier Gelbe Karten gezeigt. Die Henstedterinnen führten lange Zeit mit einem Tor, ehe Marielle Juricke mit ihren ersten beiden Treffern die Partie zum 9:8 drehte. Bis zur Pause verteidigten die Gastgeberinnen die knappe Führung – 14:13. „Die gegnerische Deckung war unglaublich schwer zu überwinden. Wir hatten kaum Mittel“, sagte Kohls.

Nach dem Seitenwechsel agierte Oyten mutiger und fand immer wieder große Lücken in der Henstedter Defensive. Zudem löste Romina Kahler ihre Teamkollegin Insa Janßen zwischen den Pfosten ab, und die neue Torhüterin war sofort voll konzentriert. Kahler parierte drei Tempogegenstöße und brachte auch sonst ihre Gegenspielerinnen zur Verzweiflung. „So ein Duell macht dann natürlich doppelt so viel Spaß“, sagte die Nummer eins, stellte aber sofort klar: „Ich spiele für meine Mannschaft.“

Nach einem 8:1-Lauf war die Partie beim Stand von 28:18 (50.) entschieden. Nahezu jeder Angriff der „Vampires“ endete damit, dass SV-Torfrau Celina Eileen Meißner den Ball aus dem Netz holte. „In der zweiten Hälfte sind uns endlich auch die einfachen Tore gelungen“, sagte Kohls. „Dass Romina Kahler so stark gehalten hat, ist natürlich das I-Tüpfelchen. Aber allgemein hat die Teamleistung gestimmt.“ Nun würde der Trainer seinen Blick nicht mehr nach unten in der Tabelle richten. Besser als Platz fünf am Ende der Saison dürfte angesichts des Sieben-Punkte-Rückstands auf den Vierten, die HSG Kropp-Tetenhusen, aber nicht herausspringen.

Nach dem Abpfiff feierten die Zuschauer ihre Mannschaft, das war nicht immer so. Im Winter hatten die „Vampires“ eine Durststrecke von vier sieglosen Spielen in Folge erlebt. „Dann haben wir uns ausgesprochen. Dieses Treffen hat gefruchtet“, hatte Kohls noch vor der Partie gegen Henstedt-Ulzburg gesagt. „Wir haben uns als Team aus der damaligen Situation herausgeboxt“, bestätigte Kahler. Auch die Torfrau wirkte überaus erleichtert.

Nicht nur defensiv klappt es mittlerweile bei den Oytenerinnen besser. Auch vorne überzeugen sie: Der Tabellenfünfte ist mit 488 Treffern die torgefährlichste Mannschaft in der 3. Liga hinter dem Zweiten, dem SV Werder Bremen (508). Für die „Vampires“ wird es erst am 28. Februar wieder ernst. Dann geht es zum MTV Altlandsberg, der durch das 22:29 im Kellerduell gegen den Frankfurter HC auf den ersten Abstiegsplatz gerutscht ist. Mit dieser Tabellenregion muss sich Sebastian Kohls nun nicht mehr auseinandersetzen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+