Korbball: Nach dem Abstieg geht es bei Jahn Brinkum wieder aufwärts

Die Stimmung steigt

Brinkum.Es war eine Horrorsaison, die die jungen Korbballerinnen des FTSV Jahn Brinkum hinter sich gebracht haben. Sang- und klanglos stiegen sie aus der Bundesliga ab, freuten sich zugleich aber auf den Neuanfang in der Niedersachsenliga.
30.11.2013, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Christine Leska-Ottensmann

Es war eine Horrorsaison, die die jungen Korbballerinnen des FTSV Jahn Brinkum hinter sich gebracht haben. Sang- und klanglos stiegen sie aus der Bundesliga ab, freuten sich zugleich aber auf den Neuanfang in der Niedersachsenliga. Hier konnten sie in der laufenden Spielzeit bereits zwei Siege einfahren und stehen auf Tabellenplatz sieben (von zehn Teams).

„Über den Abstieg aus der Bundesliga waren wir, ehrlich gesagt, richtig froh. Endlich hatte das Elend ein Ende“, gibt Trainer Thorsten Böger zu. Die Mannschaft hatte vor der Saison 2012/2013 einen gehörigen Aderlass hinnehmen müssen und infolgedessen auf die Jugend gesetzt. Die langjährigen, sehr erfahrenen Bundesligaspielerinnen hatten sich zurückgezogen und wollten nur noch aushelfen. „Doch bis auf Sandra Jürgens, die uns ab und an unterstützt hat, kam da nichts. Meine jungen Spielerinnen waren auf sich alleine gestellt. Von dieser Situation waren sie überrumpelt und in den Spielen völlig überfordert. Die Stimmung war nach 14 Niederlagen natürlich schlecht“, erinnert sich Böger, für den es die erste Saison als Cheftrainer war. Er hatte die Rollen mit Anke Schattschneider getauscht, die ihm weiterhin als Co-Trainerin zur Seite steht. Einen kleinen Lichtblick gab es im letzten Bundesliga-Spiel: Beim 4:7 gegen den DM-Teilnehmer TV Bremen-Walle zeigten die Brinkumerinnen eine gute Leistung.

Mit neuem Schwung ging es dann in die neue Saison. Aus dem alten Kader blieben Alina Brummerhoop, Franziska Menke, Jasmin Peters, Sarah Elfers, Sonja Waltl und Vanessa Kumpfmüller. Lediglich Manuela Haut und Lisa Jürgens verabschiedeten sich (beruflich bedingt). Als Neuzugänge konnte Böger Carina Ehresmann und Lena Wahlers aus der zweiten Damen sowie Mareike Kunst und Alina Reiners (eigene Jugend) begrüßen. Alle sind sehr abwehrstark. Gerade von Reiners, die vor kurzem ihren 18. Geburtstag feierte, ist der Coach angetan. „Alina ist unsere neue Korbfrau. Sie ist 1,75 Meter groß, springt sehr gut und spielt in der A-Jugend-Landesauswahl. Mit dieser sehr jungen Mannschaft spielen wir jetzt durch“, betont Böger.

Zunächst setzte sich die Pleitenserie jedoch fort. Am ersten Spieltag der Niedersachsenliga verloren die Brinkumerinnen mit 7:13 gegen den erfahrenen TuS Sudweyhe II und mit 13:18 gegen den TSV Ingeln-Oesselse, der mittlerweile ungeschlagen an der Spitze thront. „In dieser Partie haben wir am Ende vier Schnellangriffe kassiert. Ansonsten haben wir gut mitgehalten“, resümiert der Trainer.

Am zweiten Spieltag verlor seine Truppe zwar noch mit 11:13 gegen den SV Werder Bremen, doch dann platzte der Knoten: Mit 16:13 bezwangen die Brinkumerinnen den TuS Vahrenwald. Die Erleichterung über den Sieg nach insgesamt 17 Pleiten in Folge war groß. „Das war die Initialzündung“, frohlockt Böger. „Die Spielerinnen verstehen immer besser, was ich von ihnen möchte. Dabei geht es um taktische und koordinative Sachen. Wie bewege ich mich, um Räume zu schaffen, wie lange halte ich den Ball? Außerdem haben wir verschiedene Spielsysteme in petto, damit wir schwerer auszurechnen sind. Insgesamt geht es mir darum, Trainingsinhalte umzusetzen, und das klappt immer besser. Auch die Stimmung ist richtig gut.“ Gegen den SV Heiligenfelde legten die Jahn-Mädels dann die „beste erste Halbzeit hin, die ich je von ihnen gesehen habe“, schwärmt Böger noch heute. Doch die Pausenführung konnten sie nicht halten und verloren mit 7:10. Dafür gab es im Anschluss ein überzeugendes 13:10 gegen den bis dato Tabellenzweiten TSV Emtinghausen.

Am morgigen Sonntag stehen beim Spieltag in der Syker Olympiahalle die Partien gegen das punktlose Schlusslicht FC Gessel-Leerßen sowie gegen den zweitplatzierten TSV Thedinghausen II an. „Wir möchten an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen und Punkte einfahren“, wünscht sich Thorsten Böger. Für die Rückrunde hofft er auf weitere Erfolgserlebnisse, damit am Saisonende ein guter Mittelfeldplatz herausspringt.

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