Tim Arnebold, Trainer des TSV Weyhe-Lahausen, vermisst einen Routinier Die Suche nach dem alten Hasen

Weyhe-Lahausen. Die Parole 'Aufstieg', zu Saisonbeginn noch ausgegeben vom damaligen Spielertrainer Jörg Amrhein, stand noch im Raum, als es nach nur wenigen Wochen einen Trainerwechsel gab. Tim Arnebold, bis dato Co-Trainer, übernahm das Zepter. Und nun steht mit dem 'Klassenerhalt' eine ganz andere Parole im Raum. Denn der TSV Weyhe-Lahausen, der in der vergangenen Spielzeit noch einen beachtlichen vierten Platz belegte, steht aktuell in der Fußball-Kreisliga A als Vorletzter mit dem Rücken zur Wand. Das Abstiegsgespenst lässt grüßen.
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Von Henning Reinke

Weyhe-Lahausen. Die Parole 'Aufstieg', zu Saisonbeginn noch ausgegeben vom damaligen Spielertrainer Jörg Amrhein, stand noch im Raum, als es nach nur wenigen Wochen einen Trainerwechsel gab. Tim Arnebold, bis dato Co-Trainer, übernahm das Zepter. Und nun steht mit dem 'Klassenerhalt' eine ganz andere Parole im Raum. Denn der TSV Weyhe-Lahausen, der in der vergangenen Spielzeit noch einen beachtlichen vierten Platz belegte, steht aktuell in der Fußball-Kreisliga A als Vorletzter mit dem Rücken zur Wand. Das Abstiegsgespenst lässt grüßen.

'Eine ganz unangenehme Situation, aber die Mannschaft hat zweifellos das Potenzial, um schnell wieder in sichere Gefilde zu kommen. Ich denke, der aktuelle Tabellenstand ist eher eine ungünstige Momentaufnahme', erklärt Arnebold.

Um den Optimismus des 32-Jährigen zu untermauern, müssen aber zügig Erfolgserlebnisse her. Der letzte Sieg, am sechsten Spieltag ein 3:2 gegen den SV Bruchhausen-Vilsen II, ist schon fast Geschichte. Es folgte eine schwarze Serie von vier Niederlagen, ehe jüngst mit dem 2:2 gegen den TuS Syke II wieder etwas Licht am Ende des Tunnels auftauchte. 'Nach dem guten Abschneiden in der abgelaufenen Saison tut sich die Mannschaft mit der neuen Situation doch noch schwer. Abstiegskampf ist eben eine besondere Sache. Auch eine Kopfsache', sagt Arnebold, beruflich Marketingleiter bei einem Immobilienunternehmen.

Zu druck- und zu harmlos

Erschwerend kommt hinzu, dass es sehr junge Spieler sind, die nun mit der ungewohnt prekären Lage konfrontiert werden. Zudem gehen die Lahauser personell oft auf dem Zahnfleisch. 'Mit Sebastian Schmidt und Mohamed Tafreshi stehen zwei wichtige Akteure studienbedingt kaum noch zur Verfügung. Das ist besonders schmerzvoll, weil der Kader ohnehin nicht gerade üppig bestückt ist', lässt Arnebold wissen. So trifft es die Lahauser gleich doppelt hart, wenn ein Akteur, wie zuletzt Bastian Bötjer, als Rot-Sünder erst einmal aus dem Verkehr gezogen wird.

Der Grund für ausbleibende Erfolge liegt für Arnebold auf der Hand: 'Wir bauen keinen richtigen Druck auf, sind in der Offensive zu harmlos. Das führt dann zu einer arg limitierten Anzahl von klaren Chancen. Wenn die dann noch ungenutzt bleiben, steht man am Ende eben mit leeren Händen da.'

Von irgendwelchen Vorwürfen ist der Coach jedoch weit entfernt. 'Die Mannschaft hat auch bei verlorenen Partien zumeist nicht schlecht gespielt. Es fehlt den Youngstern aber zu oft die nötige Cleverness. Und seine Jugend kann ich ja keinem meiner Akteure zum Vorwurf machen', stellt sich Arnebold ganz deutlich hinter seine Mannen. So ist der Mittzwanziger Homfeld schon der 'Alterspräsident'.

Mit seinen erst 18 Jahren soll zum Beispiel Tobias Marquardt für Strukturen im Mittelfeld sorgen. Mit dem 20-jährigen Lars Bock hat das Team darüber hinaus einen sehr jungen Kapitän. 'Es mangelt bei uns ganz eindeutig an alten Hasen. Zumindest einer sollte es sein. Mal sehen, ob ich in naher Zukunft noch einen auftreiben kann', signalisiert Arnebold eine Suche nach Routiniers.

Große Hoffnungen auf das schon lange ersehnte Erfolgserlebnis setzt der Coach nun in das bevorstehende Ortsderby beim TuS Sudweyhe II: 'Ich tippe auf ein subjektives 2:1 für uns', schmunzelt er. Aber der Lokalrivale geht auch mit einer schweren Hypothek ins Spiel, denn zuletzt gab es vier Niederlagen in Serie. Und dabei gab es jeweils nur einen Sudweyher Treffer. Insofern könnte sich Arnebolds Tipp durchaus als objektiv richtig erweisen.

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