SV Heiligenfelde - TSG Seckenhausen-F. 2:1

Diedrichs und der geniale Moment

Bis in die Nachspielzeit hinein steht es 1:1 zwischen dem SV Heiligenfelde und der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst. Ein Ergebnis, das dem Spielverlauf entspricht. Doch dann entscheidet ein Geniestreich die Partie.
03.10.2018, 12:30
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Von Thorin Mentrup

Heiligenfelde. Am Ende umarmten sie sich: Während Dirk Hofmann dabei etwas zerknirscht dreinblickte, war Torben Budelmanns Gesichtsausdruck fast schon entschuldigend. „Wenn man ehrlich ist, dann wäre das 1:1 das gerechte Ergebnis gewesen“, stellte der Trainer des SV Heiligenfelde nach dem Fußball-Bezirksliga-Duell gegen die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst fest. Dem konnte Hofmann nur zustimmen, musste aber auch erkennen: „Fußball kann manchmal ungerecht sein.“ Bis in die Nachspielzeit hatte seine Mannschaft ein Remis gehalten, verließ dann aber doch noch mit 1:2 (1:1) als Verlierer den Platz – dank einer genialen Aktion von Lars Diedrichs.

Mit dem Rücken zum Tor verarbeitete der Heiligenfelder Siegtorschütze Diedrichs einen Ball elegant, wand sich dann um seinen Gegenspieler und grätschte das Spielgerät für TSG-Keeper Maurice Lutterklas unhaltbar ins Eck zum 2:1 für seine Mannschaft. „Weltklasse!“, rief Budelmann dem Matchwinner zu. „Das kannst du dann auch nicht verteidigen“, konnte Hofmann seiner Elf überhaupt keinen Vorwurf machen.

Dass die Partie nur durch einen Geniestreich einen Sieger finden konnte, war in der zweiten Halbzeit allen Zuschauern klar. Der SVH und die TSG neutralisierten sich komplett. Es war der von beiden Trainern erwartete Abnutzungskampf, ein äußerst zähes Ringen. In diesem hatten vor der Pause die Gäste Vorteile, lagen nach Andre Peters' Tor (11.) aber nur mit 1:0 in Führung. Das war zu wenig. „Wir hätten das Spiel in der ersten Hälfte entscheiden müssen“, sagte Hofmann mit Blick auf mehrere weitere hochkarätige Möglichkeiten seines Teams, das die Heiligenfelder Schwächen im Spielaufbau allerdings nicht nutzen konnte und die Einladungen der Gastgeber ausschlug (25., 30.). „Wir konnten froh sein, dass wir nicht 0:2 hinten lagen“, wusste Budelmann um das Spielglück seines Teams, das trotz des schlechten Platzes eisern daran festhielt, sich mit flachen Pässen nach vorn zu kombinieren. „Nur so lernen wir. Ich finde, die Jungs haben das besonders in der zweiten Hälfte gut gemacht.“

Ganz wichtig war für die weitgehend unter ihren Möglichkeiten spielenden Heiligenfelder der Ausgleich noch vor der Pause durch Diedrichs' ersten Treffer. Der war wesentlich einfacher zu erzielen als der zweite: Als der Ball nach einer Ecke und einem Kopfball von der Latte zurück ins Feld sprang, musste er diesen aus kurzer Distanz nur über die Linie drücken (41.). Nach der Pause wirkten die Heiligenfelder insgesamt griffiger als vor dem Seitenwechsel, erspielten sich aber kaum Chancen und bissen sich an den aufopferungsvoll kämpfenden Gästen allerdings lange die Zähne aus – bis in der Nachspielzeit Diedrichs genialer Moment die Partie entschied. Budelmann fand jedoch aufbauende Worte für seine TSG, der er so eng verbunden ist: „Wer so spielt, der steigt nicht ab.“

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