Florian Kahllund gewinnt WM-Titel mit der Nationalmannschaft / Heiko Kaib schnappt sich sensationell die DM-Krone Doppel-Gold für Dauelser Bogenschützen

Ankara·Bad Segeberg. Die deutschen Recurve-Bogenschützen haben ihren größten Erfolg bei Hallen-Weltmeisterschaften erreicht – und mittendrin war Florian Kahllund vom SV Dauelsen. Die Nationalmannschaft der Männer wurde nämlich im türkischen Ankara ebenso Weltmeister wie die 27-jährige Berlinerin Lisa Unruh im Einzel.
08.03.2016, 00:00
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Doppel-Gold für Dauelser Bogenschützen
Von Malte Bürger

Die deutschen Recurve-Bogenschützen haben ihren größten Erfolg bei Hallen-Weltmeisterschaften erreicht – und mittendrin war Florian Kahllund vom SV Dauelsen. Die Nationalmannschaft der Männer wurde nämlich im türkischen Ankara ebenso Weltmeister wie die 27-jährige Berlinerin Lisa Unruh im Einzel. Kein allzu schlechter Auftakt auf internationaler Ebene in das so wichtige Olympiajahr. In der Heimat wurde ebenfalls mit Dauelser Beteiligung gejubelt. Bei den Deutschen Meisterschaften schnappte sich nämlich Heiko Kaib im Recurve-Wettbewerb der Herren den Titel.

Bei den vergangenen Europameisterschaften unter freiem Himmel hatten die deutschen Männer noch gegen Frankreich im Finale verloren, dieses Mal glückte die Revanche. In der türkischen Hauptstadt setzte sich Florian Kahllund an der Seite von Florian Floto (Braunschweig) und Carlo Schmitz (Duisburg) mit 5:4 durch. Erst im Stechen fiel letztlich die Entscheidung, wobei jeder der drei deutschen Schützen nervenstark eine Zehn schoss. Ein französischer Kontrahent traf dagegen ein Mal die Neun (30:29). Bronze ging an das Trio aus Russland.

Im Einzel kam für Florian Kahllund dagegen das Aus im Viertelfinale. „In einem Duell auf Augenhöhe mit dem späteren Weltmeister Ivanytskyy Heorhiy aus der Ukraine musste ein Stechpfeil über das Weiterkommen entscheiden“, berichtete sein Heim-Coach Andreas Hehenberger. Der Dauelser zog jedoch den Kürzeren und wurde somit Sechster im Abschlusstableau. Damit bleibt der Nimbus seines Vereinskameraden Sebastian Rohrberg, als bisher einziger Deutscher den Einzel-Weltmeistertitel gewonnen zu haben, weiterhin bestehen.

Apropos Sebastian Rohrberg: Der Langwedeler war nahezu zeitgleich in Bad Segeberg bei der DM im Einsatz. Nach seinen Siegen in den Jahren 2005 und 2014 gehörte er auch dieses Mal wieder zum Favoritenkreis. Doch bereits die Vorrunde lief nicht zur vollsten Zufriedenheit Rohrbergs, im anschließenden Achtelfinale kam dann das endgültige Aus. So musste er sich Lukas Winkelmeyer (Sherwood BSC Herne) mit 3:7 geschlagen geben, was ihm am Ende Rang neun einbrachte.

Wesentlich besser erging es seinem Dauelser Vereinskollegen Heiko Kaib. Die Qualifikation hatte dieser als Sechster mit einer Ausbeute von 580 Ringen überstanden. In der K.o.-Runde setzte er sich dann zunächst gegen Dirk Tuchscherer (KKB Köln) durch, im Viertelfinale schaltete Kaib Matthias Mayer aus Zimdorf mit 6:2 aus. Im Duell um den Einzug ins Finale wurde auch Marc Rudow (SV 79 Tiefenbach) mit 6:4 geschlagen, ehe der Dauelser durch ein 6:4 gegen den Favoriten und amtierenden Junioren-Europameister Maximilian Weckmüller (FBG Werratal Eschwege) die Goldmedaille holte. Es war nicht nur der bislang größte Erfolg für Heiko Kaib, sondern auch sein allererster nationaler Titel überhaupt. Komplettiert wurde das SVD-Trio von Christian Dauel, der mit 549 Ringen die Vorrunde nicht überstand und schließlich Zwölfter wurde.

Im Wettbewerb der Jugendklasse war Matthias Potrafke vom SV Mühlentor unterwegs. Das Nachwuchstalent schaffte es mit 557 Ringen gegen die mitunter zwei Jahre ältere Konkurrenz auf Position sieben. Den Titel gewann der Jenaer Nils Schwertmann (569). Vereinskollege Ralf Lundelius wurde in der Altersklasse 49. (520).

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