Nordbremer Prellball-Mädchen glänzen beim überraschenden Deutschlandpokalsieg des Landesverbandes Bremen

Dream-Team mit vier Schönebeckerinnen

Bremen-Nord. Mit starker Unterstützung des MTV Eiche Schönebeck, der den Großteil der Spieler stellte, sowie dank Leon Scholz, Gerrit Dalewski und Swantje Huse von der SG Aumund-Vegesack hat Bremen in Fredenbeck den Deutschlandpokal, den Länderpokal der besten Jugendspieler aus der gesamten Republik, eingefahren. „Wir wussten, dass wir nicht schlecht aufgestellt sind.
23.06.2016, 00:00
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Dream-Team mit vier Schönebeckerinnen

Waren beim Deutschlandpokal in Siegerlaune: Die Prellball-Akteure des MTV Eiche Schönebeck.

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Mit starker Unterstützung des MTV Eiche Schönebeck, der den Großteil der Spieler stellte, sowie dank Leon Scholz, Gerrit Dalewski und Swantje Huse von der SG Aumund-Vegesack hat Bremen in Fredenbeck den Deutschlandpokal, den Länderpokal der besten Jugendspieler aus der gesamten Republik, eingefahren. „Wir wussten, dass wir nicht schlecht aufgestellt sind. Dennoch war unser Sieg etwas überraschend“, erklärte Tinka Tiedje, die Bremer Prellball-Landesjugendfachwartin.

Zum Gesamtsieg Bremens trugen nicht zuletzt die beiden Mädchenteams des Landesverbandes bei. „Die Überraschung des Wochenendes waren mit Sicherheit die kleinen Mädchen“, berichtete Tinka Tiedje. Mit einem Sieg über die Schwaben zogen die Bremerinnen ins Finale gegen das hoch favorisierte Niedersachsen ein. Hier traten Schönebecks Nadine Besing und Michelle Husen an der Seite von Jessica Hilgen und Jill Schierenbeck vom TV Mahndorf für Bremen an. In einem packenden Spiel gelang es den Hansestädterinnen, den Rückstand zur Halbzeit mit riesigem Kampfgeist aufzuholen. Kurz vor Ende ging der Außenseiter dann sogar in Führung und hielt diese dank einer überragenden Leistung von Michelle Husen am Schlag und stimmgewaltiger Anfeuerung hinter dem Feld auch bis zum Ende.

„Der Jubel fand kein Ende und es flossen literweise Freudentränen“, teilte Tinka Tiedje mit. Zudem wurden Michelle Husen und Nadine Besing als beste Spielerinnen des Turniers ausgezeichnet und ins Dream-Team gewählt. In der Vorrunde hatten die Bremerinnen noch das Nachsehen gegen Niedersachsen gehabt. Zur siegreichen Formation gehörten auch noch Marielle Husen, Leonie Wolf, Rachel Chmielewski, Silvana Behrami und Amelie Jonkhans vom MTV Eiche Schönebeck.

Auch die weibliche Jugend 15 bis 18 stieß nach einem Halbfinalerfolg über Schwaben in das Endspiel vor. Somit kam es zu einer Neuauflage des Finales aus dem Vorjahr zwischen Bremen und Niedersachsen. Die Bremerinnen ließen sich zu Beginn selbst von einem Rückstand mit vier Punkten nicht aus der Ruhe bringen. „Schlagfrau Sina Dentler ging immer noch mit einem Lächeln zur Angabe“, stellte Tiedje fest.

Starke Tabea Kluba

Dentler lief an der Seite ihrer Schönebecker Klubkameradin Tabea Kluba im Angriff sowie mit SAV-Akteurin Swantje Huse auf. Vierte Akteurin war Mahndorfs Jana Weiß. Mit dieser Aufstellung hatte Niedersachsen offenbar nicht gerechnet. „Gerade der Angriff über rechts mit den Wahnsinnsschlägen von Tabea Kluba führte die Bremerinnen zum Erfolg“, ließ Tinka Tiedje wissen. Sina Dentler und Tabea Kluba freuten sich letztlich auch über die Wahl zur jeweils besten Spielerin auf ihrer Position sowie zur Wahl ins Dream-Team. Sie steuerten ihren Anteil zum 34:29-Finalsieg bei.

Somit stand der Deutschlandpokalsieg Bremens vorzeitig fest. Das Betreuerteam entkam der folgenden Sektdusche nicht. In der Vorrunde hatten die älteren Bremer Mädchen sich ebenfalls keine Blöße gegeben. Dank der überragenden Leistung der Schönebecker Mädchen wurden alle Partien sicher und hoch gewonnen“, informierte die Landesjugendfachwartin. Die Trainer Janine Schröder und Onno Wilksen ließen aufgrund der großen Auswahl an guten Akteurinnen in den verschiedensten Aufstellungen spielen. Vom MTV Eiche Schönebeck waren auch noch Neele Tiedje und Melina Husen dabei.

Für die „kleinen“ Jungs stand zuerst das Kreuzspiel gegen Sachsen auf dem Plan. Gegen die kampfstarken Sachsen behielten Janik Mahler, Florian Feegel (beide Schönebeck) sowie Leon Scholz und Gerrit Dalewski (beide SAV) die Oberhand und trafen im Halbfinale auf die Schwaben. Auch dieses Match entschied Bremen zu seinen Gunsten. Der Finalgegner war dann Baden. Es hieß also Nord gegen Süd. „Es war anfeuerungstechnisch kaum zu überbieten“, blickte Tinka Tiedje zurück.

In diesem hochklassigen Spiel gingen die Badener schnell in Führung. Aber die Bremer steigerten sich und kämpften sich heran. Kurz vor Ende schafften die Norddeutschen noch den Ausgleich, mussten sich dann aber doch mit dem zweiten Platz zufriedengeben.

„In dieser Klasse ist die Leistung von Schlagmann Janik Mahler besonders zu würdigen“ (Tiedje). Mit dem zweiten Platz war auch die schwache Vorrunde am Vortag mit der dritten Position in der Gruppe vergessen. Am ersten Tag hatten die Bremer nur die Pfalz bezwungen.

Die Bremer Jungen der Altersklasse M 15 bis 18 hatten in der Auslosung gleich die schwierigsten Gegner in der Gruppe: Niedersachsen und Schwaben. Die Hanseaten besiegten Rheinland und Berlin sicher und ergatterten nach einer Schlappe gegen Niedersachsen gegen Schwaben in einem sehenswerten Match immerhin ein Unentschieden. Die Betreuer Timo Schulz und Joshi Laube, beide ehemalige erfolgreiche Landesauswahlspieler, variierten die Mannschaftsaufstellung je nach Gegner.

Am nächsten Tag setzten sich die Bremer in dieser besonders leistungsstarken Klasse nach einem Triumph über Westfalen im Halbfinale erneut mit den Schwaben auseinander. Es kam aber nicht zum vierten Sieg der Bremer über die Schwaben im vierten Semifinale. In der Begegnung um Platz drei mussten Moritz Wolf, Pascal Knoop, Fynn Kroffke (alle Schönebeck) mit Dominik Abbasi und Moritz Koch (SV Werder Bremen) sich der Pfalz geschlagen geben.

„Dem Ausrichter VfL Kutenholz kann nicht genug gedankt werden für diese tolle Veranstaltung. Alles war perfekt: Schule, Halle, Mensa, Essen, Helfer und Organisation. Dirk Gerken und sein Team haben diesen Deutschlandpokal für alle unvergesslich gemacht“, lobte Tinka Tiedje die kurzfristig eingesprungenen Gastgeber.

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