Grohns Trainer Juan Schrader plant mit Verstärkungen

"Drei bis vier Punkte fehlen"

Der SV Grohn war in der Fußball-Landesliga mit dem Anspruch in die Saison gestartet, um den Aufstieg in die Bremen-Liga mitzuspielen. Zurzeit rangieren die "Husaren" auf Rang sechs, befinden sich mit vier Punkten Rückstand aber auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze. Wie SVG-Trainer Juan Schrader die jüngste 1:5-Pleite gegen den SC Weyhe aufgearbeitet hat und was er von seiner Mannschaft heute bei Neuling Tuspo Surheide erwartet, verriet der 36-Jährige in einem Gespräch mit unserem Redakteur Oliver Meibohm
05.11.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Der SV Grohn war in der Fußball-Landesliga mit dem Anspruch in die Saison gestartet, um den Aufstieg in die Bremen-Liga mitzuspielen. Zurzeit rangieren die "Husaren" auf Rang sechs, befinden sich mit vier Punkten Rückstand aber auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze. Wie SVG-Trainer Juan Schrader die jüngste 1:5-Pleite gegen den SC Weyhe aufgearbeitet hat und was er von seiner Mannschaft heute bei Neuling Tuspo Surheide erwartet, verriet der 36-Jährige in einem Gespräch mit unserem Redakteur Oliver Meibohm

Nach elf Spielen belegt der SV Grohn mit 21 Punkten den sechsten Platz. Wie fällt Ihr bisheriges Fazit aus?

Juan Schrader: So ganz zufrieden bin ich nicht, uns fehlen zurzeit drei bis vier Punkte. Vor allem das 1:1 gegen OT Bremen ärgert mich noch immer, in diesem Spiel waren wir klar überlegen und haben zwei Punkte verschenkt. Auch die 3:5-Niederlage gegen Grolland hätte nicht sein müssen, wo wir uns am Ende aber dumm angestellt haben.

Zuletzt gab es mit dem 1:5 gegen Weyhe einen herben Rückschlag. Wie ist diese Heimniederlage zu erklären?

An diesem Tag hat bei uns alles nicht gestimmt. Das fing schon mit der Vorbereitung an. Einige meiner Spieler meinten, sie müssten bis in den frühen Morgen feiern und litten beim Treffen vor dem Spiel teilweise unter dem Verlust ihrer Muttersprache. Dementsprechend war dann auch die Leistung auf dem Platz. Das geht natürlich überhaupt nicht. Wenn jemand Leistungsfußball spielen will, dann verlange ich als Trainer Disziplin.

Apropos Disziplin: Sie selber waren in der vergangenen Saison über Wochen gesperrt, weil Sie das eine oder andere Mal zu heftig reklamierten. Und jetzt gegen Weyhe sind Sie schon wieder von der Anlage verwiesen worden...

Stimmt, aber in diesem Spiel habe ich mich nur schützend vor unseren Kapitän (Dimitrios Tzaknakis, d. Red) gestellt, dem vom Weyer Betreuer Prügel angedroht wurde. Sicherlich bin ich ein Mensch, der gerne polarisiert. Aber ich bin bestimmt kein Rüpel. In meiner neunjährigen Trainerzeit bin ich jetzt dreimal von der Anlage verwiesen worden. So schlecht finde ich diese Quote nicht.

Zurück zum aktuellen Spieltag: Der SV Grohn muss sich heute bei Neuling Tuspo Surheide, der mit sechs Punkten den vorletzten Platz belegt, bewähren. Was erwarten Sie von Ihrer Mannschaft?

Ich erwarte natürlich einen Sieg und drei Punkte, das erwarten wir alle. Wir haben am Donnerstag lange über das Weyhe-Spiel gesprochen. Die Jungs wissen, worum es geht. Sie haben eingesehen, dass sie sich so nicht noch einmal präsentieren dürfen. Wir müssen uns auch gegen die vermeintlich schwächeren Gegner konzentrieren und dürfen niemanden unterschätzen. Deshalb hoffe ich, dass dieses 1:5 nur ein einmaliger Ausrutscher war.

SC Lehe-Spaden, TSV Grolland, ATSV Sebaldsbrück, FT Geestemünde und OT rangieren vor Ihrer Mannschaft. Hatten Sie diese fünf Teams auf der Rechnung?

Außer Geestemünde hatte ich alle auf dem Zettel. Aber ich glaube, dass der SC Schiffdorferdamm noch angreifen wird. Die Seestädter haben beim 1:1 gegen uns einen sehr starken Eindruck hinterlassen. Ich gehe davon aus, dass am Ende sechs oder sieben Mannschaften die drei Aufsteiger unter sich ausmachen werden.

In der Hinrunde stehen noch die Spiele gegen Surheide, Tura, FT Geestemünde und FC Oberneuland II auf dem Programm. Wie viele Punkte rechnen Sie sich in diesen vier Begegnungen aus?

Heute in Surheide muss ein Dreier her, das ist völlig klar. Gegen Tura ist es immer schwer, aber auch diese Partie wollen wir gewinnen. In Geestemünde wäre ich mit einem Punkt zufrieden. Und das Spiel gegen Oberneuland II wird sicherlich äußerst brisant. Denn ich bin fest davon überzeugt, dass der FCO wieder einige Spieler aus der Ersten einsetzen und gegen uns ein bärenstarkes Team aufbieten wird. Unter dem Strich sollten für uns aus diesen vier Spielen aber acht Punkte herausspringen, damit wäre ich im Vorfeld zufrieden.

Sehen Sie eigentlich Bedarf, in der Winterpause im personellen Bereich noch einmal nachzurüsten?

Ja, wir planen mit drei Neuzugängen, mit denen ich auch schon in Kontakt stehe. Es hängt aber davon ab, ob sie von ihren Vereinen eine Freigabe erhalten. Wenn wir einen weiteren Torhüter bekommen könnten, wäre ich bestimmt nicht böse. Auch in der Defensive herrscht Handlungsbedarf. Und einen guten Stürmer können wir natürlich immer gebrauchen.

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