SV Grohn steht dem Bremer SV in der Liga und den Blumenthaler SV im Pokal- sowie im Punktspiel gegenüber

Drei Kracher binnen acht Tagen

„Natürlich liegt der Fokus auf dem Pokalspiel.“ Grohns Spielertrainer Tarek Chaaban Grohn.
19.03.2016, 00:00
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Von Jens Pillnick
Drei Kracher binnen acht Tagen

Auf Grohns Abwehrrecken Jan-Phillipp Heine (links) warten gegen den Bremer SV und den Blumenthaler SV große Herausforderungen.

Frank Thomas Koch

Der SV Grohn steht vor einer großen Aufgabe. Binnen acht Tagen greift der Fußball-Bremen-Ligist mit drei Spielen ganz massiv in den Meisterschaftskampf und in die heiße Phase des mit der Finalteilnahme am DFB-Pokal endenden Lotto-Pokal-Wettbewerbs ein. In den Titelkampf mit den Spielen gegen das Führungsduo Bremer SV (So., 20. März, 15 Uhr) und Blumenthaler SV (Ostermontag, 28. März, 15 Uhr) indirekt, dazwischen im Pokal-Halbfinale am Karfreitag um 15 Uhr im Burgwallstadion beim Blumenthaler SV direkt. Während die „Husaren“ die Titelvergabe in der Bremen-Liga allenfalls beeinflussen können, treten sie im Pokal mit dem Ziel an, erstmals das Finale zu erreichen.

„Natürlich liegt der Fokus auf dem Pokalspiel“, erklärt Grohns Spielertrainer Tarek Chaaban, der wegen einer Trauerfalls in der Familie rund anderthalb Wochen nicht bei der Mannschaft war, aber am morgigen Sonntag gegen den Bremer SV eventuell wieder auf der Bank sitzen wird. Verständlich, dass der Pokal oberste Priorität genießt, denn hier können die „Husaren“ ein Stück Vereinsgeschichte schreiben. Und die meisten Spieler auch ihren persönlich größten Erfolg erreichen. „Bis auf Necati Uluisik und mich hat von uns noch keiner im Finale gestanden“, erklärt Tarek Chaaban, warum alle dem Halbfinale gegen den Blumenthaler SV entgegenfiebern. Tarek Chaaban: „Alle sind heiß auf den Pokal.“

Nach zuletzt trotz des üppigen Kaders personell schwierigen Wochen hat sich die Lage vor den Partien gegen die Crème de la Crème des Bremer Amateurfußballs entspannt, bis auf die Langzeitverletzten haben die „Husaren“ so allmählich wieder alle Mann an Bord. Und machen sich nicht kleiner als sie sind. Schließlich sind sie Tabellensechster und haben gerade den Großen der Liga das Leben ganz schön schwer gemacht.

„Wir schenken nichts ab, wir wollen alle drei Spiele gewinnen“, weicht Tarek Chaaban die Fokussierung auf den Pokal etwas auf. In der Tat haben die Grohner gegen die vier führenden Mannschaften der Liga noch nicht verloren (2:0 und 1:1 gegen Werder III, 3:3 beim Bremer SV, 1:1 beim Brinkumer SV), gegen den Lokalrivalen Blumenthaler SV allerdings auch noch nicht gespielt.

Während die Punktspielvergleiche mit dem Blumenthaler SV also noch ausstehen und – wie eingangs erwähnt – Ostermontag beginnen, trifft der SV Grohn an diesem Sonntag bereits zum zweiten Mal auf den amtierenden Meister und Pokalverteidiger Bremer SV. Die „Husaren“ haben im ersten Spiel mit dem 3:3 nach 3:1-Führung (Chaaban: „Eine kleine Überraschung“) am Panzenberg nicht nur eine Demonstration ihres eigenen Leistungsvermögens geboten, sondern auch dem Blumenthaler SV Schrittmacherdienste im Titelkampf geleistet. Hätte der Bremer SV zwei Punkte mehr in der Tasche, hätte er auch die bessere Position in der Liga.

Die hat er für Tarek Chaaban aber trotzdem: „Mein Favorit ist der Bremer SV. Der Bremer SV und der Blumenthaler SV sind zwar zwei Teams auf Augenhöhe, aber ich glaube, dass sich am Ende der Bremer SV durchsetzen wird. Der Bremer SV ist schwer zu schlagen.“

Aber genau das wollen die „Husaren“ morgen am Oeversberg versuchen. Und am mangelnden Engagement wird es nicht fehlen, denn schließlich bezeichnet Tarek Chaaban die Begegnung als „Generalprobe“ für das Pokal-Spiel am Karfreitag gegen Blumenthal. Und wer bei der Generalprobe überzeugt, der hat natürlich die besten Karten, um auch bei der Premiere aufzulaufen.

Taktisch lässt sich Tarek Chaaban nicht in die Karten schauen, wie er die Torfabriken Bremer SV (77 Treffer) und Blumenthal (71) still legen will, erinnert aber an das mit 3:1 bei der SAV gewonnene Pokal-Viertelfinale, bei dem Grohn den Wirkungskreis von Mittelfeldmotor Abdullah Basdas sehr eingeschränkt hatte. Dass Chaaban längst schon an einem auf die Gegner Bremer SV und Blumenthaler SV auslegten Taktik-Modell gebastelt hat, klingt bei diesem Satz durch: „Wir werden uns schon etwas einfallen lassen.“ Chaabans Worte vor dem Viertelfinale bei der SAV hatten geheißen: „Ich habe mit schon etwas überlegt.“

Ob am morgigen Sonntag im Punktspiel gegen den Bremer SV oder Karfreitag im Pokal- und im Punktspiel am Ostermontag gegen den Blumenthaler SV: die Zuschauer dürfen nicht nur auf die Auftritte der Topteam der Bremen-Liga gespannt sein, sondern auch auf die des gegen die Topteams ungeschlagenen SV Grohn.

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