Chaaban-Schützlinge gewinnen erneut Artemis-Supercup / ESC Geestemünde sagt kurzfristig ab

Drei Mal ist Blumenthaler Recht

Zum dritten Mal in Folge konnten sich die Fußballer des Blumenthaler SV beim Artemis-Supercup der DJK Blumenthal durchsetzen. Die Nordbremer gewannen im Finale gegen den SV Grohn mit 3:1. Die gastgebende DJK musste doppelt ran – aufgrund der kurzfristigen Absage des ESC Geestemünde spielten sie in beiden Gruppen um den Cup mit.
16.07.2014, 00:00
Lesedauer: 6 Min
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Von Tobias Dohr und Martin Prigge
Drei Mal ist Blumenthaler Recht

Zum dritten Mal in Folge konnten sich die Fußballer des Blumenthaler SV beim Artemis-Supercup der DJK Blumenthal durchsetzen. Die Nordbremer gewannen im Finale gegen den SV Grohn mit 3:1. Die gastgebende DJK musste doppelt ran – aufgrund der kurzfristigen Absage des ESC Geestemünde spielten sie in beiden Gruppen um den Cup mit.

Drei Mal ist Blumenthaler Recht. Diese leicht abgewandelte Form eines traditionellen Sprichwortes dürfte bei den Fans des Blumenthaler SV nun in aller Munde sein. Beim 3. Artemis-Supercup, den die DJK Blumenthal im Burgwallstadion veranstaltete, entschied das von Trainer Mohamed Chaaban betreute Team das Finale gegen den SV Grohn mit 3:1 für sich. Bei diesem Fußball-Event duellierten sich acht Mannschaften um den Turniersieg.

Für den DJK-Organisator Gerd Stedtnitz ergab sich kurzfristig ein Problem. Die ESC Geestemünde hatte fünf Stunden vor Turnierstart plötzlich abgesagt, da sie keine vollzählige Mannschaft aufstellen konnte. „Wir mussten improvisieren und haben uns dann als Gastgeber dafür entschieden, ein DJK-Team sowohl in Gruppe A als auch in Gruppe B spielen zu lassen“, berichtete Stedtnitz, der im Dauertakt telefoniert und seine Fußballer zusammengetrommelt hatte. Das Turnier konnte so pünktlich starten und auch das gute Wetter, auf welches Stedtnitz gehofft hatte, trug vorerst seinen Teil zu einem erfolgreichen ersten Tag bei.

Einen Tag später standen dann die Gruppensieger fest. In der Gruppe A setzte sich zunächst der SV Grohn als Erster durch. Er konnte die Partien gegen den 1. FC Burg (3:1) und SV Türkspor (1:0) für sich entscheiden, und trennte sich vom Gastgeber DJK Blumenthal mit 1:1, die den zweiten Rang belegte – beide Teams hatten Punktgleichheit (7), doch Grohn zählte einen Treffer mehr.

Für die Nordbremer Fußballer des SV Türkspor und des 1. FC Burg reichte es in der Gruppenphase nur für die Plätze drei und vier. Der spätere Turniersieger Blumenthaler SV musste in der Vorrunde der Gruppe B gegen die BTS Neustadt eine 1:4-Niederlage hinnehmen, gewann anschließend aber gegen die zweite DJK-Mannschaft (1:0) und die TS Woltmershausen (2:1). Als Zweiter zog die BTS Neustadt ins Halbfinale ein.

In den ausgetragenen Platzierungsspielen erreichte der 1. FC Burg gegen die TS Woltmershausen letztlich den siebten Platz (2:1), die DJK Blumenthal wurde durch einen 2:1-Erfolg gegen Türkspor Fünfter. Bevor das kleine Finale um den dritten Platz beginnen sollte, gab es am Burgwall heftige Regenfälle, sodass sich die Verantwortlichen um Gerd Stedtnitz dazu entschlossen, dieses Spiel durch ein Elfmeterschießen zu entscheiden.

„Unsere DJK traf dort auf die BTS Neustadt und wir wollten den Zuschauern nicht zu viel Zeit im Regen zumuten“, erklärte Stedtnitz. DJK-Trainer Torben Reiß war mit der Änderung einverstanden: „Die Jungs waren kräftemäßig am Ende. Sie gingen auf dem Zahnfleisch.“ Durch die Doppelbelegung in beiden Gruppen mussten die DJK-Kicker am Sonnabend 200 Minuten lang vollste Konzentration aufbieten und damit doppelt so lange spielen wie alle anderen Teilnehmer.

Im Elfmeterschießen siegte schließlich die BTS Neustadt und gewann Bronze. Das Endspiel des Artemis-Supercups trugen dann der Blumenthaler SV und der SV Grohn aus. Obwohl Grohn zur Halbzeitpause führte (1:0), drehte der BSV mit Toren von Sebastian Begani, Tobias Böttcher und Milan Bruns die Partie und holte sich mit einem 3:1 den Pokal. BSV-Coach Mohamed Chaaban sprach erwartungsgemäß von einem „guten Finale“. „Die Mannschaft war sehr jung und ist unbekümmert ins Spiel gegangen. Wir sind gelaufen wie Weltmeister“, lobte Chaaban.

Grohns Neuzugang Dennis Tanski, der von der DJK Blumenthal zu den „Husaren“ wechselte, konnte Schlüsse aus dem Endspiel ziehen. „Wir sind momentan noch in der Findungsphase, aber haben uns schon sehr gut verkauft“, meinte der 29-jährige Tanski.

Für DJK-Cheforganisator Gerd Stedtnitz war der Artemis-Supercup erneut ein voller Erfolg. „Wir konnten trotz einiger anderer Veranstaltungen und des Regens am Sonntag insgesamt rund 300 Zuschauer bei uns begrüßen. Das macht mich sehr stolz, und es wird im nächsten Jahr auf jeden Fall den 4. Artemis-Supercup geben“, kündigte Gerd Stedtnitz an.

Eine Fotostrecke vom Artemis-Supercup finden Sie unter: www.weser-kurier.de/sport

Viele Möglichkeiten liegen gelassen

BTC-Tennisspieler müssen mit einem 3:3-Unentschieden gegen den Bremerhavener TV III zufrieden sein

Mit einem 3:3-Unentschieden ist das direkte Duell im Kampf um die Bezirksliga-Vizemeisterschaft zwischen dem Beckedorfer TC und dem Bremerhavener TV III zu Ende gegangen. Die Tennis-Herren um BTC-Kapitän Tjark Schröder konnten mit diesem Ergebnis am Ende zwar gut leben. Allerdings: „Mit genauerem Blick auf die einzelnen Spiele, hätten wir schon gerne ein 4:2 draus gemacht“, so Schröder. Im Fernduell geht es nun am letzten Spieltag am kommenden Sonnabend weiterhin um den Vizetitel.

Niels Abt trauerte im Spitzeneinzel gegen Timm Meyer zu lange den vergebenen Chancen im ersten Satz hinterher. Er vergab mehrfach die Möglichkeit zur wohl vorentscheidenden 5:3-Führung und fand danach nicht mehr rechtzeitig zurück in die Spur. Sein BTC-Teamkollege Maximilian Schwier hatte hingegen an Position drei keinerlei Probleme.

„Das Tempo seiner Schläge war für den Gegner einfach zu hoch, so dass ein glatter Sieg heraussprang“, berichtete Tjark Schröder. Der Mannschaftsführer selbst musste gegen Ruben Allenstein über die volle Distanz gehen.

Nach souveränem ersten Satz brach im zweiten Durchgang plötzlich der bisher so druckvolle Aufschlag weg. Bei 1:3 und 15:40 im dritten Satz schien die Partie bereits verloren – doch mit einem einzigen guten Ballwechsel wendete sich das Blatt wieder. „Da kam der Mut zurück. Mein Aufschlag war wieder da und die Grundlinienschläge hatten wieder eine vernünftige Länge, sodass ich am Ende kein Spiel mehr abgab“, äußerte sich Tjark Schröder.

Ebenso dramatisch lief auch das vierte Einzel von Lukas Fierek ab – mit gegensätzlichem Ende. Fierek führte nach einem ständigen Auf und Ab im Entscheidungssatz bereits mit 4:1, ehe wie aus dem Nichts der Faden riss. Am Ende musste sich Fierek noch mit 5:7 geschlagen geben. Schröder/Schwier lieferten dann eine nahezu perfekte Doppelvorstellung ab und siegten glatt in zwei Sätzen.

Die letzte Begegnung bot dann erneut große Spannung. Abt/Fierek verloren Durchgang eins trotz 4:3-Führung noch. Im dritten Satz wurden dann mehrere Chancen beim Stande von 3:3 nicht genutzt - danach gewann das BTC-Duo kein Spiel mehr.

Beckedorfer TC – Bremerhavener TV v. 1905 III 3:3: Abt - Meyer 4:6, 3:6; Schröder - Allenstein 6:2, 2:6, 6:3; Schwier - Hillen 6:3, 6:0; Fierek - Matullat 4:6, 6:1, 5:7; Schröder/Schwier - Meyer/Hillen 6:1, 6:0; Abt/Fierek - Allenstein/Matullat 4:6, 6:1, 3:6 (td)

NACHGEFRAGT BEI GERD STEDTNITZ

Gerd Stedtnitz ist dritter. Vorsitzender der DJK Germania Blumenthal und Cheforganisator des Artemis-Supercups. Seit zwölf Jahren regelt er außerdem den kompletten Spielbetrieb für alle Mannschaften am Burgwall. Martin Prigge unterhielt sich nach dem Artemis-Supercup mit dem 51-Jährigen.

Herr Stedtnitz, herzlichen Glückwunsch zum erfolgreich verlaufenen Turnier. Sind sie zufrieden?

Gerd Stedtnitz: Danke. Wir haben trotz durchwachsenen Wetters und der Absage aus Geestemünde schon ein tolles Turnier erlebt. Dass wieder viele Zuschauer den Weg zu uns gefunden haben, freut mich sehr.

Sie mussten schnell reagieren, als die ESC Geestemünde am Freitag die Teilnahme absagte. Bedeutete das zusätzlichen Stress bei der Organisation?

Natürlich war ich zunächst sehr enttäuscht von der Absage. Es wären gerne noch andere Teams angetreten, denen ich vorher ebenfalls absagen musste. Wir konnten das Turnier aber retten, indem auch Spieler aus unseren Zweit- und Drittmannschaften aufliefen. Es hat zum Glück alles geklappt.

Bis auf das Wetter am Sonntag.

Genau. Deshalb die Verkürzung der Endrunde. Außerdem sollten ja alle den WM-Sieg der Nationalmannschaft verfolgen können (lacht).

Wie sehen Sie die Zukunft der DJK Blumenthal?

Wir haben eine sehr junge Mannschaft, und wollen jetzt auch oben mitspielen. Wenn mehr für uns herausspringt, sagen wir nicht nein. Irgendwann soll es dann auch mit dem Aufstieg in die Bremen-Liga klappen.

Zur Person: Gerd Stedtnitz (51) hat in seiner aktiven Zeit als Fußballer sogar ein Angebot aus der 2. Bundesliga erhalten. Jetzt genießt er die Vereinsarbeit als dritter DJK-Vorsitzender. Sein größter Erfolg war ein Internationales Amateur-Hallenturnier in Oldenburg, bei dem sein Team sich vor hochkarätigen Gegnern wie Schalke 04 platzieren konnte. (mp)

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