Rallye Dreifachführung für Volkswagen: Sainz in Front

Antofagasta. Titelverteidiger Volkswagen hat sich am fünften Wertungstag der 32. Rallye Dakar zurückgemeldet. Nach dem 483 Kilometer langen Abschnitt durch die chilenische Atacama-Wüste hat Carlos Sainz aus Spanien erstmals bei der zweiten südamerikanischen Auflage die Führung übernommen.
06.01.2010, 20:01
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Antofagasta. Titelverteidiger Volkswagen hat sich am fünften Wertungstag der 32. Rallye Dakar zurückgemeldet. Nach dem 483 Kilometer langen Abschnitt durch die chilenische Atacama-Wüste hat Carlos Sainz aus Spanien erstmals bei der zweiten südamerikanischen Auflage die Führung übernommen.

Auf der Strecke von Copiapo nach Antofagasta hatte der zweifache Weltmeister einen Vorsprung von 4:37 Minuten auf seinen arabischen Teamkollegen Nasser Al-Attiyah und dessen Berliner Beifahrer Timo Gottschalk herausgefahren.

Mit seinem ersten Tagessieg komplettierte der US-Amerikaner Mark Miller (9:39 Minuten Rückstand) die Wolfsburger Dreifachführung. VW profitierte allerdings vom Pech des bisher führenden Franzosen Stéphane Peterhansel, der wahrscheinlich wegen mechanischer Probleme am BMW X3 auf der bislang längsten Entscheidung fast zwei Stunden verlor.

Das private X-Raid-Team des BMW-Erben Sven Quandt ist in seiner Rolle als Herausforderer abgeschlagen. Zu Beginn setzte ein defekter Sensor den Franzosen Guerlain Chicherit, Gewinner des Marathon- Weltcups 2009, für mehr als 50 Minuten außer Gefecht. Mit einem Rückstand von 1:27:41 Stunden ist er inzwischen auf dem sechsten Platz der beste X-Raid-Pilot.

Nach dem Auftaktsieg zerstörte der Spanier Juan Roma beim Sturz in eine Schlucht seinen BMW X3 so stark, dass er aufgeben musste. Am Mittwoch erwischte es auch die Neuverpflichtung, den neunmaligen Rekordsieger und den am Vortag noch führenden Peterhansel. In die Rolle des «VW-Jägers» ist der US-Amerikaner Robby Gordon geschlüpft, der mit seinem PS-gewaltigen Hummer mit einem Rückstand von 59:55 Minuten auf dem vierten Platz rangiert.

Der französische KTM-Pilot Cyril Despres hat auf der ersten echten Wüsten-Prüfung seine Motorrad-Führung verteidigt. Der Chilene Francisco Lopez Contardo (Aprilia) erzielte auf der fünften Entscheidung einen Heimsieg und rückte vom siebten auf zweiten Platz (37:37 Minuten zurück) vor. Yamaha-Pilot Helder Rodriguez aus Portugal blieb mit einem Rückstand von 44:01 Minuten Dritter.

Der spanische Vorjahressieger Marc Coma hat wegen eines Reifenschadens großen Rückstand zum führenden Despres. Der zu Beginn führende Franzose David Casteu ist ausgeschieden. Bei einem schweren Sturz von seiner Sherco brach er sich ein Bein. (dpa)

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