2:2 in Magdeburg reicht – Dynamo kehrt in die 2. Bundesliga zurück Dresdens Aufstieg

Dresden. Pascal Testroet vergoss Freudentränen, sein kongenialer Sturmpartner Justin Eilers kündigte einen phänomenalen Party-Marathon an: 706 Tage nach dem Abstieg kehrt die SG Dynamo Dresden in die 2. Fußball-Bundesliga zurück.
17.04.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von SANDRA DEGENHARDT

Pascal Testroet vergoss Freudentränen, sein kongenialer Sturmpartner Justin Eilers kündigte einen phänomenalen Party-Marathon an: 706 Tage nach dem Abstieg kehrt die SG Dynamo Dresden in die 2. Fußball-Bundesliga zurück. Vier Spieltage vor dem Saisonschluss der 3. Liga machte der Liga-Dominator dank des 2:2 (0:1) im Ost-Klassiker beim 1. FC Magdeburg die Rückkehr ins deutsche Unterhaus perfekt.

Zwar lieferte die Elf von Coach Uwe Neuhaus dabei keine Glanzleistung ab, aber nach einem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand sorgten die Top-Torjäger Testroet (63. Minute) und Eilers (67.) mit ihren Saisontoren 18 und 20 für den nötigen Punktgewinn. Dynamo profitierte vom gleichzeitigen Patzer des VfL Osnabrück, der zu Hause gegen Mainz 05 II nur zu einem 1:1 kam – Dresden kann damit in den letzten vier Partien nicht mehr von einem der ersten beiden Tabellenplätze verdrängt werden.

In der spannenden Partie hatten die Magdeburger durch Michel Niemeyer (41.) und Manuel Farrona Pulido (60.) verdient geführt. Aber innerhalb von vier Minuten drehte der bis dahin blasse Favorit die Partie. „Die ersten 60 Minuten vergessen wir. Aber wir haben immer an uns geglaubt. Es ist der Wahnsinn, wir sind überglücklich“, sagte Testroet, der seine Freudentränen nicht verbergen konnte. Die Mannschaft fuhr nach dem Spiel direkt nach Dresden ins Stadion, um dort mit den Fans zu feiern – in der heimischen Arena hatten 10 000 Anhänger beim Public Viewing den Aufstieg euphorisch bejubelt. „Das ist absolut geil, jetzt haben wir es geschafft, das ist pure Freude. Jetzt werden wir ausgelassen feiern“, kündigte Angreifer Justin Eilers an: „Das Jahr ist einfach unfassbar.“

Bundesliga-Referee Manuel Gräfe pfiff die als Hochrisikopartie eingestufte Partie, die mit einem Großaufgebot von etwa 1000 Polizisten aus sechs Bundesländern abgesichert wurde, mit acht Minuten Verspätung an. Mit dem Start zogen dichte Nebelschwaden ins Stadion, da zahlreiche Pyro-Fackeln gezündet wurden; auch während des Spiels waren immer wieder Böller zu hören. 700 der 2000 Dynamo-Anhänger waren allerdings nicht ins Stadion gekommen: Der 1. FC Magdeburg hatte damit sein sein Hausrecht wahrgenommen, begründet wurde die Entscheidung mit der „aggressiven Grundstimmung“ der Dresdner. Vor dem Stadion hatte es Rangeleien zwischen Fans und Polizisten gegeben, bei denen einige Beamte verletzt wurden.

Kurz nach dem 2:2-Ausgleich der Gäste musste Schiedsrichter Gräfe die Partie in der 69. Minute dann auch für knapp fünf Minuten unterbrechen: Dresdner Fans hatten erneut Pyrotechnik gezündet und außerdem eine Rauchbombe auf das Feld geworfen.

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