Ganderkesee klagt über Personalnot, während Atlas rotieren kann Duell der Gegensätze

Ganderkesee (crb). Die einen sind froh, wenn sie wegen diverser Ausfälle überhaupt eine schlagkräftige Mannschaft zusammenbekommen, die anderen können nach einem perfekten Saisonstart rotieren lassen und einigen Akteuren aus der zweiten Reihe Spielpraxis verschaffen. Die Vorzeichen könnten vor dem heutigen Bezirkspokal-Derby zwischen den Fußball-Bezirksligisten TSV Ganderkesee und SV Atlas Delmenhorst (20 Uhr, Immerweg) kaum unterschiedlicher sein.
25.08.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Duell der Gegensätze
Von Christoph Bähr

Die einen sind froh, wenn sie wegen diverser Ausfälle überhaupt eine schlagkräftige Mannschaft zusammenbekommen, die anderen können nach einem perfekten Saisonstart rotieren lassen und einigen Akteuren aus der zweiten Reihe Spielpraxis verschaffen. Die Vorzeichen könnten vor dem heutigen Bezirkspokal-Derby zwischen den Fußball-Bezirksligisten TSV Ganderkesee und SV Atlas Delmenhorst (20 Uhr, Immerweg) kaum unterschiedlicher sein.

Vizemeister Atlas startete mit drei Siegen in die Liga und gewann im Pokal zudem gegen den VfL Stenum (2:1) und den TV Dötlingen (10:0). „Wir werden in Ganderkesee zwar sicherlich nicht mit der zweiten Garde antreten, aber einige Spieler sollen die Chance erhalten, sich anzubieten“, sagt der Delmenhorster Trainer Jürgen Hahn. Er meint damit zum Beispiel Florian Urbainski: Die Nummer zwei zwischen den Pfosten erhält heute den Vorzug vor Stammtorwart David Lohmann. „Florian hat sich den Einsatz verdient, weil er immer gut arbeitet“, erklärt Hahn.

Verzichten muss der SVA nur auf den verletzten Daniel Isailovic (Muskelfaserriss) und Simon Matta, der kürzlich aus dem Urlaub zurückkehrte, aber noch nicht fit genug für das Pokalspiel ist. Dass die Bezirksliga-Saison für die Ganderkeseer mit drei Niederlagen denkbar schlecht begonnen hat, weiß Jürgen Hahn natürlich. Er verweist aber auch darauf, dass der Nachbar in der zweiten Pokalrunde überraschend mit 5:1 über den Ligarivalen SV Tur Abdin triumphierte. „Im Pokal muss man immer aufpassen“, betont der Atlas-Coach. „Aber wir wollen unbedingt ins Achtelfinale. Gegen Ganderkesee haben wir eine gute Serie. Die wollen wir fortführen.“ Tatsächlich setzte sich der SV Atlas gegen den Nachbarn in allen fünf bisherigen Pflichtspielen durch.

Und die Wahrscheinlichkeit, dass es den sechsten Sieg der Blau-Gelben gibt, ist hoch. Das gibt auch Ganderkesees Trainer Daniel Lachmund zu: „Wenn man Realist ist, muss man sagen, dass Atlas von der Qualität her kaum zu schlagen ist. Aber vor dem Pokalspiel gegen Tur Abdin hat auch keiner mit uns gerechnet.“

Bei der jüngsten 2:6-Niederlage gegen den TV Esenshamm sahen Marc Rässler und Jean-Michel Dietrich die Rote Karte, sodass sich die ohnehin lange Ausfallliste der Ganderkeseer noch verlängert hat. Selim Kaya ist zudem in Urlaub. Leistungsträger wie Felix Dittrich, Sven Apostel oder Robin Ramke fallen langfristig aus. „Insgesamt zwölf Leute fehlen mir“, stöhnt Lachmund, der wieder auf Akteure aus der A-Jugend und der zweiten Mannschaft setzt. Über mögliche Rotationen muss er daher überhaupt nicht nachdenken. „Ich wüsste nicht, wie wir im Moment rotieren sollen“, sagt Lachmund und betont: „Trotz allem werden wir eine Mannschaft aufbieten, die ein ordentliches Spiel abliefern kann.“

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