Zwei Herzen schlagen in „Budels“ Brust

Duell unter Nachbarn

Er trifft auf seinen Nachbarn, er trifft auf seinen Bruder, er trifft auf etliche Bekannte. Kurzum: Torben Budelmann, Trainer des SV Heiligenfelde, kennt die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst in- und auswendig.
02.10.2018, 14:30
Lesedauer: 2 Min
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Von Thorin Mentrup

Heiligenfelde/Seckenhausen. Privat sind sie Nachbarn, doch sportlich sind sie seit dieser Saison Gegner. Torben Budelmann und Dirk Hofmann haben bei der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst in den vergangenen Jahren einige gemeinsame Fußball-Schlachten geschlagen. Doch nun stehen sich beide als Rivalen gegenüber, denn Budelmann hat es als Trainer zum SV Heiligenfelde verschlagen. Und so war allen Beteiligten schon vor der Saison klar, dass es ein Wiedersehen als Gegner geben wird. An diesem Dienstag findet es statt: „Budel“ erwartet die TSG um Coach Hofmann ab 19.30 Uhr in seiner neuen Trainer-Heimat Heiligenfelde.

„Natürlich ist das speziell“, weiß Budelmann um die Besonderheit des Spiels. Schließlich sind seine Verbindungen zur TSG noch immer ganz eng. Er ist dort Jugendleiter und gestaltet zudem als A-Jugendtrainer der JSG Stuhr die sportliche Zukunft der Seckenhauser mit. Als Altherrenspieler trägt er darüber hinaus immer noch regelmäßig das rot-schwarze Trikot. In der Vorbereitung beim Württemberg-Cup in Ristedt hat er es auch für die erste Herrenmannschaft übergestreift, als personell der Schuh drückte bei Hofmann und Co. – dabei stand er gemeinsam mit seinem Bruder Arne auf dem Platz, der in dieser Saison schon zwei Treffer erzielt hat und auch am Dienstagabend aushelfen wird. Es wird also nicht nur ein Duell unter Nachbarn, sondern auch eines unter Brüdern. „Das ist noch einmal so ein Punkt, der das Spiel interessanter macht“, lacht Hofmann und flachst: „Ich habe Torben natürlich auch gefragt, ob er bei uns aushelfen kann. Aber er hat abgesagt.“

Für Budelmann steht vor dem Spiel fest: „Es ist so, dass mein Herz für Heiligenfelde und für Seckenhausen schlägt.“ Doch er weiß auch, was von ihm gefordert ist: „Das muss ich für 90 Minuten ausstellen. Das wird schwierig, aber das ist meine Aufgabe.“ Freundschaften pflegen – das kann und darf Budelmann erst wieder nach der Partie. „Ich bin froh, dass ich nur an der Seitenlinie stehe“, ahnt er, dass es schwieriger für ihn gewesen wäre, seiner TSG, in der er jeden Spieler kennt, im Trikot des SVH gegenüberzustehen.

Was ihn und seine Heiligenfelder erwartet, das weiß der Trainer ganz genau – schließlich hat er selbst jahrelang auf dem Platz für das gestanden, was die Seckenhauser auch ohne ihn auszeichnet. „Die TSG hat defensiv eine gute Ordnung. Wenn sich die Jungs in einen Rausch spielen, dann wird es ganz schwer“, sieht der 33-Jährige eine ganz schwierige Partie auf die Seinen zukommen. Er erkennt aber auch durchaus Ähnlichkeiten in der Mentalität: „Auch wir sind bekannt dafür, kompakt zu stehen. Das haben wir gegen den FC Sulingen und den TuS Sulingen gezeigt. Wir haben bewiesen, dass wir sattelfest sind.“ Nicht zuletzt haben das aber auch die Seckenhauser gezeigt. Beide Teams spielten am Wochenende 0:0. „Darüber haben wir uns natürlich schon unterhalten“, lacht Hofmann. Er erwartet wie Budelmann ein Kampfspiel. „Wir haben keinerlei Geheimnisse voreinander. Es wird auf das Läuferische und die Bereitschaft ankommen.“ Letztendlich könne er auch mit einem Unentschieden leben, macht der TSG-Trainer deutlich und zwinkert: „Wenn wir verlieren, müsste ich auch nochmal überlegen, ob ich Torbens Hecke mitschneide.“

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