Langenhagen/Syke Dunkle Wolken verhageln den Sieg

Langenhagen/Syke. Noch acht Minuten waren im Bezirksliga-Spiel gegen den SV Langenhagen auf der Uhr. Die Syker Wasserballer um Kapitän Hakon Straßheim führten unter freiem Himmel mit 7:5, als allen Beteiligten plötzlich klar wurde, dass der gar nicht mehr so frei war: „Es war schlagartig dunkler und fing an, zu blitzen.
31.05.2017, 00:00
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Von Stephan Stegmann

Langenhagen/Syke. Noch acht Minuten waren im Bezirksliga-Spiel gegen den SV Langenhagen auf der Uhr. Die Syker Wasserballer um Kapitän Hakon Straßheim führten unter freiem Himmel mit 7:5, als allen Beteiligten plötzlich klar wurde, dass der gar nicht mehr so frei war: „Es war schlagartig dunkler und fing an, zu blitzen. Also hat uns der Schiedsrichter aus dem Wasser geholt“, erzählte der TuS-Mannschaftssprecher zur regelkonformen Sicherheitsmaßnahme bei drohendem Gewitter. Dennoch war die Partie zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgebrochen, denn nach fünf Minuten im Wartestand ging es für beide Teams erneut ins kühle Nass. „Eigentlich sah alles halb so schlimm aus. Doch als endlich alle komplett waren, blitzte es erneut“, rekapitulierte Straßheim. Was folgte, war eine weitere 30-minütige Unterbrechung, wonach die Begegnung endgültig für beendet erklärt wurde.

Um nun zu einer Wertung zu gelangen, gebe es laut Straßheim verschiedene Verfahren. „Zum einen könnten die letzten acht Minuten in gleicher Besetzung nachgeholt werden.“ Die einfachste Lösung sei allerdings eine andere: „Eine Sieg-Wertung für uns.“ Das bestätigt auch der Landesschwimmverband Niedersachsen. „Definitiv gibt es die Möglichkeiten, die letzten acht Minuten nachzuholen oder das Spiel mit dem Ergebnis zur Zeit des Abbruchs zu zählen“, erklärt Christian Kattenberg vom Fachausschuss Wasserball des LSN. Zu welchem Ergebnis der Spielausschuss in den nächsten Tagen und nach Rücksprache mit Vereinen und dem Schiedsrichter letztendlich gelangen werde, bleibe abzuwarten. „Zu berücksichtigen ist, dass die Duelle der in diesem Fall betroffenen Mannschaften, im Gegensatz zu eindeutigeren Präzedenzfällen, eher knappe Resultate haben. Das macht eine Fortsetzung bei verbleibenden acht Minuten, was im Wasserball viel Zeit sein kann, nicht unwahrscheinlich“, merkte Kattenberg an.

In dem teils ruppig geführten Spiel gegen die Langenhagener ging es über weite Strecken ausgeglichen zu. Wenngleich Straßheims Team sich nie einen Rückstand einhandelte, gelang es den Sykern bis auf ein zwischenzeitliches 4:1 im ersten Viertel nicht, sich – wie gewohnt – deutlich weiter abzusetzen. Einen Grund dafür hat der Teamsprecher bereits ausgemacht: „Nach unserem Drei-Tore-Vorsprung, den Henning Lienhop, Oliver Keuling und Lukas Frömberg herausgeworfen haben, stellten die Langenhagener um“, stellte Straßheim fest. Fortan agierten die Gastgeber nicht mehr mit ihrer sehr defensiven Verteidigung, sondern verlegten sich auf die mutigere Pressingdeckung, die den Druck auf einzelne Akteure des Gegners forciert. „Deshalb gelang es ihnen, uns mit Lukas zeitweise die wichtigste offensive Anspielstation zu nehmen.“ Im zweiten Viertel unterlagen die Hachestädter folgerichtig mit 1:2. Ein ungewohntes Gefühl für die Syker, die in dieser Saison noch kein Spiel abgaben. „Uns hat in diesem Abschnitt einfach die Bewegung gefehlt“, monierte Straßheim, der jedoch auch ein Rezept dagegen parat hatte: „Wir mussten das Tempo erhöhen. Das ist das einzig mögliche Mittel.“ Zwar ließen die Langenhagener der Straßheim-Sieben im Wasser nun mehr Freiräume, infolgedessen Frömberg die Führung der Hachestädter auch nochmals auf 6:3 ausbaute. Doch die Hausherren gaben sich nicht geschlagen und pirschten sich durch die Treffer von Marc Nindel und Karsten Kula erneut heran, bevor Frömberg den 7:5-Quasi-Endstand besorgte. Um den knappen Vorsprung ins Ziel zu retten, verzichtete der unangefochtene Tabellenführer aus Syke auf systemische oder personelle Experimente. Straßheim: „Das war kein Duell für Experimente. Das konnten wir uns wegen unserer dünnen Besetzung nicht erlauben.“

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