Handball-Oberliga

Durchatmen ja, ausruhen nein

Die Situation der SG Achim/Baden hat sich stark verbessert. Ein Grund sind unter anderem die zwei Heimsiege, die zuletzt in Folge geholt wurden.
26.02.2019, 18:30
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Durchatmen ja, ausruhen nein
Von Florian Cordes

Achim. Der jüngste Spieltag ist für die SG Achim/Baden wie gemalt verlaufen. Nur eine Kleinigkeit verhinderte, dass er nicht perfekt war. Dafür konnten die Oberliga-Handballer von der Weser jedoch nichts. Es lag einfach nicht in ihrer Macht, den Überraschungssieg des SV Beckdorf gegen den TV Cloppenburg zu verhindern. So beträgt der Achimer Vorsprung auf den SVB weiterhin vier Punkten. Beckdorf belegt momentan den drittletzten Platz, der am Saisonende in der Theorie noch zu einem weiteren Abstiegsplatz werden könnte.

Dennoch: Die Stimmung ist bei der SG Achim/Baden wesentlich besser geworden. Die beiden Heimsiege gegen den TV Bissendorf-Holte und den VfL Edewecht haben die Situation wesentlich verbessert. Die Lücke zu den beiden Regelabstiegsplätzen beträgt derzeit sechs Zähler. Es ist für die Spielgemeinschaft also die Zeit gekommen, ein wenig durchzuatmen. Es sind andere Mannschaften, die in der Oberliga Nordsee mit dem Rücken zur Wand stehen. „Sicher können wir jetzt ein bisschen entspannter sein“, kommentiert Florian Block-Osmers die Lage seines Teams. Doch der Rückraumspieler der SG Achim/Baden ist erfahren genug, um zu wissen, dass nun nicht die Zeit gekommen ist, sich zurückzulehnen. Der Routinier blickt viel mehr schon nach vorne. Genauer gesagt auf die beiden kommenden Partien. Dann geht es gegen die HSG Barnstorf/Diepholz und den TSV Bremervörde. „Beide Teams stehen in der Tabelle hinter uns. Holen wir auch da die Punkte, sieht es noch entspannter aus“, sagt Block-Osmers.

Dass bei der SG Achim/Baden neben den Leistungen nun auch wieder die Resultate passen, hängt laut des Spielers auch damit zusammen, dass sein Team das nötige Glück wieder auf seiner Seite habe. „Ein weiterer Punkt ist zudem, dass unsere Abwehr derzeit sehr gut steht“, urteilt Block-Osmers. Eine starke Deckung wird von Trainer Tobias Naumann häufig genannt, um in der Oberliga zu bestehen. Für den Coach muss dafür auch das Auftreten als echte Mannschaft zu erkennen sein. Und das zeigten die Achimer in ihren beiden jüngsten Begegnungen. Der Zusammenhalt ist auch für Block-Osmers ein wichtiger Baustein gewesen. „Aber die Geschlossenheit war bei uns zuvor auch schon gut“, merkt er an.

Dass man zuletzt als echte Einheit aufgetreten sei, betont mit Marvin Pfeiffer ein weiterer Rückraumspieler der SG Achim/Baden. „Wir vertrauen uns alle gegenseitig. Jeder Spieler hat innerhalb der Truppe seinen Platz gefunden“, sagt er, der zuletzt gegen Edewecht seinen großen Wert für die Spielgemeinschaft unter Beweis gestellt hat. Dass zuletzt gewonnen wurde, lag für ihn auch daran, dass sich die gesamte Mannschaft an die Vorgaben des Trainers gehalten habe. „Wir haben nicht überhastet abgeschlossen. Keiner wollte die Spiele im Alleingang gewinnen“, sagt Pfeiffer.

Neben ihm gehörte in den jüngsten Spielen auch Kevin Podien zu den auffälligsten Akteuren bei der neuntplatzierten SG. Gegen Edewecht sorgte er kurz vor Schluss zudem für einen kleinen Schmunzler. Ihm seien beide Füße eingeschlafen, sagte er in Richtung Teammanager Cord Katz. Ansonsten war der Linksaußen aber hellwach. Seine sechs Tore, die er gegen den VfL erzielte, sprechen zumindest dafür. Auch Podien sei froh darüber, dass er und seine Teamkollegen nun ein wenig durchatmen können – ohne sich dabei auszuruhen. Auch der Leistungsträger auf der linken Außenbahnen hob die Bedeutung der kommenden Begegnungen hervor. „Zwei weitere Siege würden uns noch mehr Sicherheit geben“, sagt Kevin Podien.

Und sie hätten einen weiteren Nebeneffekt: Das Durchschnaufen könnte bei der SG Achim/Baden im Erfolgsfall noch ein bisschen kräftiger ausfallen.

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