Hindernislauf

Durchs Wasser und über Hügel

400 Läufer gehen bei der ersten Ausgabe von „Immer Extrem“ an den Start und bewältigen die 2,5- und 7,5-Kilometerstrecke über 18 Hindernisse pro Runde.
09.10.2017, 17:22
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Durchs Wasser und über Hügel
Von Michael Kerzel
Durchs Wasser und über Hügel

Teamgeist spielte eine entscheidende Rolle beim Wettkampf.

INGO MOELLERS

Ganderkesee. Sie wateten durch Wasserbecken, krabbelten unter Zäunen hindurch und kletterten über Erdhügel hinweg: 18 Hindernisse mussten die Starter des Hindernisrennens „Immer Extrem“ auf dem Weg ins Ziel überwinden, dabei 2,5 Kilometer Strecke pro Runde hinter sich bringen. Die Profis absolvierten diesen Parcours dreimal, die Organisatoren um den Delmenhorster Jannik Ulbrich mit seiner Firma RT-Event hatten hier zudem ein zusätzliches Hindernis eingebaut. Einsteiger mussten jedes Hindernis nur einmal bezwingen. Insgesamt 400 Frauen und Männer liefen über Stock, Stein, Erde und Autoreifen, 300 hatten sich die Veranstalter als Ziel gesetzt. „Wir sind sehr zufrieden mit der Veranstaltung“, fasste Paul Stein von RT-Event zusammen. Auch wenn es für das Orga-Team im Vorfeld einige Hindernisse zu bewältigen gab – Sturmtief Xavier sei Dank.

Wegen des Sturms musste die Strecke, die eigentlich unter anderem durch den Wald führen sollte, abgeändert werden. Start blieb das Landgasthaus Immer. „Gerade in dem dicht bewachsenen Teil des Waldes sind doch einige Bäume dem Sturm zum Opfer gefallen“, berichtete Stein. Zeitlich habe das „gerade so“ noch funktioniert. „Ich denke aber, dass die Läufer die Umleitung kaum bemerkt haben. Wir hatten uns im Vorfeld das Gelände genau angeschaut und alternative Routen im Kopf“, sagte Stein.

Am schnellsten bewältigten Katarlyna Piecha in 48:41 Minuten und Mathias Freese in 47:31 Minuten die 7,5-Kilometer-Strecke. Eigentlich sollten alle Läufer hier eine schwimmende Brücke überwinden. Doch diese kippte nach einigen Teilnehmern um, sodass die Nachfolger quasi auf dem Rücken der Brücke über das Nass kamen. „Wir haben das Hindernis dann rausgenommen, die Läufer mussten dann direkt durch das Wasser“, berichtete Stein. Nass waren die Teilnehmer nicht nur wegen der Wasserhindernisse, sondern auch wegen des stetigen Regens. „Das Wetter passte zum Rennen, die Strecke wurde noch etwas matschiger“, meinte Stein. Problematisch war das nasskalte Wetter für die geplante Aftershow-Party mit Liveband. Diese sei mehr oder weniger ins Wasser gefallen, berichtete Stein.

Auf dem Rundkurs waren nicht nur Kraft, Ausdauer und Geschick des Einzelnen gefragt, sondern auch die Teamfähigkeit von Gruppen. Im Mannschaftsrennen wurden die Einzelzeiten zusammengerechnet, jedoch konnten die Mitglieder bei den Aufgaben zusammenwirken, sich beispielsweise Hilfestellungen geben, um besser auf beziehungsweise über Hindernisse zu gelangen. Diese Wertung bei den Profis gewannen die OCR (Obstacle Course Racing) Heidsprinter mit Steffen Jahns, Sascha Hildewerth, Sebastian Brieskorn, Rika Lehnerl und Michael Janssen in 4:46:48 Stunden vor dem Team BroCode 4.0 (Patrick Todtenhöfer, Tom Gerdes, Patrick Hellwig, Leonhard Onken und Gerriet Küper), die 5:01:47 Stunden benötigten. Bei den Einsteigern setzten sich Anke Evers in 19:25 Minuten und Marc Cardinahl in 17:26 Minuten durch. Das Mannschaftsrennen über 2,5 Kilometer gewann DAAJM mit Evers, Denise Dörffer, Alexander Lubbe, Martin Kaczmarcyk und Jascha Boniac in 1:37:07 Stunden.

Im kommenden Jahr soll die Veranstaltung zum zweiten Mal ausgetragen werden. „Die Resonanz der Teilnehmer war sehr gut“, sagte Stein.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+