Fußball-Bezirksliga 3 Lüneburg

Ein 0:0 zum Auftakt muss reichen

Beim 0:0 zum Saisonauftakt in der Fußball-Bezirksliga 3 Lüneburg vermag der SV Komet Pennigbüttel seine balltechnische Überlegenheit nicht in Tore umzumünzen.
12.08.2018, 20:32
Lesedauer: 2 Min
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Von Carsten Spöring
Ein 0:0 zum Auftakt muss reichen

Bassens Dennis Schymiczek und Pennigbüttels Rafael Monsees (hier auf einer Aufnahme aus der vergangenen Saison).

Björn Hake

Pennigbüttel. Die Reaktionen am Ende der Partie zwischen dem SV Komet Pennigbüttel und dem TSV Bassen waren bezeichnend. Während Gäste-Trainer Uwe Bischoff freudestrahlend Glückwünsche entgegennahm, musste Heim-Coach Marco Meyer angesichts des 0:0 zum Saisonauftakt in der Fußball-Bezirksliga erst einmal tief Luft holen.

"Wir sind total zufrieden", sagte Bischoff denn auch unmittelbar nach Schlusspfiff. Meyer sah seine Platzherren "nicht belohnt" auf dem Weg, offensiver spielen zu wollen, aber "das hat schon gut geklappt", wie er trotzdem befand. Fünf 100-prozentige Chancen habe er gesehen, dazu habe sein Pennigbütteler Team keine Gelegenheiten des Gegners zugelassen – das nannte er dann zusammengefasst eine "recht gute Performance".

Der Gastgeber gestaltete die erste Hälfte des ersten Durchgangs mit etwas mehr Tempo als Bassen und war deutlich ballsicherer. Erste Möglichkeiten für Marek Entelmann (14.) und Tim Weinmann (16.) taten sich auf. Auffällig war, dass beide Mannschaften oftmals ihren Mittelstürmer für den Torabschluss suchten, aber weder Bassens Denis Schymiczek noch eben Pennigbüttels Neuzugang Tim Weinmann vermochten sich so richtig in Szene zu setzen. Vielleicht wäre die Begegnung anders verlaufen, hätte die erste große Chance der "Kometen" zu einem Torerfolg geführt: Der Schuss von Marek Entelmann – nach Zuspiel von Oleg Zelesov – wurde allerdings noch auf der Torlinie der Bassener geblockt (28.).

Gegenüber zog Mark Moffat mal ab, aber der Ball aus 25 Metern ging um einiges am SV-Gehäuse vorbei (30.). Pennigbüttels Nicht-Effektivität baute Bassen aber so ein bisschen auf, der TSV bekam mehr Spielanteile. Selbst nach Wiederanpfiff zur zweiten Hälfte zeigte sich Bassen etwas mutiger und störte früher. Allerdings häuften sich auch die Fehlpässe auf beiden Seiten.

Immer wieder über den rechten Flügel angetrieben von ihrem leicht angeschlagenen SV-Kapitän Rafael Monsees, erarbeiteten sich Tim Weinmann und Konstantinos Katsanos eine Überzahlsituation, die sie aber nicht clever zu Ende spielten (51.). Nur drei Minuten später sahen die Zuschauer auf der Gegenseite ein sauberes Zuspiel von Heiko Budelmann zu Luca Bischoff, der den Ball von rechts hart in die Mitte schlug – doch dort lauerte kein Bassener.

Noch einmal musste ein Bassener Bein so eben auf der Linie retten, als der eingewechselte Murat Cengiz nach einer Eberhards-Ecke voll abzog (70.). Letztlich probierte es Pennigbüttel dann mit der Brechstange, brachte René Thiel (83.). Und fast hätte Thiels Vorlage zum Torschuss von Tim Weinmann auch zum Erfolg geführt, doch der überraschte Pascal Schnock am rechten Pfosten sah den Ball nur knapp vorbeirollen (89.). Und bei Stefan Hobbies Kopfball nach Thiel-Ecke zeigte sich Bassens Torhüter Lukas Schuler schließlich auf dem Posten (90.+2).

Möglicherweise lässt sich der Freudenausbruch von TSV-Trainer Bischoff auch aus diesem Grunde erklären, nicht noch in den letzten Sekunden einen Gegentreffer eingefangen zu haben. Und für Pennigbüttel wird es in den nächsten Spielen tatsächlich darum gehen, die schon deutlich vorhandenen technischen Fertigkeiten nun auch in noch größere Torgefahr umzumünzen.

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