Fußball-Verbandsliga der C-Junioren Ein aufgeheiztes Derby

Die DJK Germania Blumenthal hat sich im Nordderby mit einem 2:2 (0:1)-Remis vom JFV Bremen getrennt.
08.11.2017, 10:21
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Von Karsten Hollmann

Bremen-Nord. Die DJK Germania Blumenthal hat sich im Nordderby der Fußball-Verbandsliga der C-Junioren mit einem 2:2 (0:1)-Remis vom JFV Bremen getrennt. „Es war kein schönes Spiel. Wir haben versucht, Fußball zu spielen, aber einfach in der ersten Halbzeit keine Mittel gefunden“, sagte DJK-Coach Ali Atris.

Der JFV ging nach elf Minuten durch einen Treffer von Granit Durmesi mit 1:0 in Führung. Kevin-Karol Kromski hatte sich zuvor schön auf der rechten Seite durchgesetzt, ehe er im Zentrum Durmesi anspielte. Dieser drehte sich um seinen Gegenspieler herum und versenkte den Ball anschließend in die untere Ecke. Der Gast hätte seinen Vorsprung noch vor dem Seitenwechsel auf 2:0 ausbauen können. Linus Schäfer verpasste jedoch ebenso die Vorentscheidung nach einem Eckball wie Granit Durmesi im Nachschuss. „Wir hätten vor dem Halbzeitpfiff normalerweise auf 2:0 erhöhen müssen“, urteilte JFV-Trainer Yimin Ehlers. Immer wieder hätte es seine Formation geschafft, sich auf dem rechten Flügel durchzutanken. „Die Angriffe trugen aber leider keine Früchte“, bedauerte Ehlers.

Nach dem Seitentausch kamen die Hausherren stärker auf. Andreas Benzel habe auch den verdienten Ausgleich hergestellt, versicherte Ali Atris. Granit Durmesi markierte jedoch in der Nachspielzeit den vermeintlichen Siegtreffer für die Gäste. Zinar Tunc glich allerdings in der fünften Minute der Nachspielzeit noch mit einem herausragend getretenen Freistoß zum 2:2 aus. „In der ersten Halbzeit haben wir keine Chancen für den Gegner zugelassen, sind aber selbst auch nicht ganz zur spielerischen Entfaltung gekommen“, bilanzierte Yimin Ehlers.

Der Trainerkollege von Ali Atris, Enis Baki, regte sich derart über JFV-Trainerin Stefanie Schäfer auf, dass ihn der Unparteiische zehn Minuten vor dem Spielende in einer hitzigen Derby-Atmosphäre von der Anlage verbannte. „Was sich die Trainerin des JFV da am Platz erlaubte, ging gar nicht und diente null der Vorbildfunktion der Trainer“, schimpfte Atris. Schäfer selbst wies die Vorwürfe zurück und bezichtigte Enis Baki, permanent Gelbe Karten gegen ihre Spieler gefordert zu haben. Laut Aussage von Ali Atris habe Stefanie Schäfer sowohl den Vater eines DJK-Akteurs nach dessen aus ihrer Sicht wohl zu lauten Protesten über ein Foulspiel als auch die Mannschaft des Gastgebers beleidigt. Darüber habe sich dann Baki etwas zu heftig beim Referee beschwert.

Stefanie Schäfer räumte ein, den Vater als „kleinen Giftzwerg“ tituliert zu haben. Damit habe sie jedoch nur auf die Beschimpfungen dieser Person gegen ihre Spieler reagiert. Daraufhin habe der Mann mit drei Leuten davon abgehalten werden müssen, sie zu schlagen, erklärte Schäfer. „Nach dem Spiel haben sich sowohl der DJK-Jugendleiter als auch ein Blumenthaler Spieler für das Verhalten bei mir entschuldigt“, ließ Stefanie Schäfer wissen.

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