Kommentar über Handspiel im Fußball

Ein eigener Ermessensspielraum wird bleiben

Der Ruf nach transparenten Änderungen des Regelwerks geht ins Leere: Es wird immer einen Ermessensspielraum der Schiedsrichter geben, meint Sportredakteurin Ruth Gerbracht.
27.10.2019, 21:43
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Ein eigener Ermessensspielraum wird bleiben
Von Ruth Gerbracht
Ein eigener Ermessensspielraum wird bleiben

Nicht immer ist es so schön eindeutig: HSV-Kicker Dennis Diekmeier (l) im Zweikampf mit Münchens Douglas Costa anno 2015.

Peter Kneffel / dpa

Hand oder nicht Hand? Das ist hier die Frage. Sie bewegt die Gemüter von Fußballern, Trainern, Zuschauern und natürlich auch die der Schiedsrichter. An jedem Spieltag gibt es übereifrige, heftige Diskussionen, ob ein Handspiel beabsichtigt war, nicht beabsichtigt, oder ob wir es mit einem „Stützarm“ zu tun haben. Wurde durch eine Handbewegung die Körperfläche des Spielers vergrößert? Sind die Handspielregeln ungerecht gegenüber den Stürmern oder den Abwehrrecken?

Jede strittige Szene wird nach jedem Spieltag seziert und anschließend empört diskutiert. Der Ruf nach transparenten Änderungen des Regelwerks für ein strafbares oder nicht strafbares Handspiel wird vor allem medial lauter. Ob Veränderungen die Diskussionen dann aber verstummen lassen? Kaum. Denn zuletzt vor der laufenden Saison hat es ja bereits Änderungen gegeben – die nun aber auch nicht für mehr Transparenz und Klarheit gesorgt haben.

Egal wie Regeln aussehen: Es wird immer einen Ermessensspielraum der Schiedsrichter geben. Deshalb wird es bei verschiedenen Schiedsrichtern auch immer unterschiedliche Entscheidungen geben. Menschlich halt.

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