Artisten gastieren in der ÖVB-Arena Ein Feuerwerk der Turnkunst

Bereits zum 14. Mal war die Akrobatikshow in Bremen zu sehen. Unter dem 50-köpfigen Ensemble aus Artisten, Turnern und Künstlern war auch der Olympia-Held von Rio 2016, Andreas Toba, mit dabei.
02.01.2018, 22:09
Lesedauer: 2 Min
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Von Jonas Mielke

In tiefes, rotes Licht getaucht wirbelt Andreas Toba auf dem Pauschenpferd, er springt ab, dann fällt ihm spielerisch seine Lebensgefährtin Daniela Potapova in die Arme. Statt einer Wettbewerbskür lieferten die beiden deutschen Olympioniken von Rio 2016 in der Bremer ÖVB-Arena ein Schauspiel, das körperlich nicht weniger anstrengend wirkte, als ein sportlicher Wettkampf auf höchstem Niveau.

Andreas Toba und Daniela Potapova sind erstmals Teil des Feuerwerks der Turnkunst, das mit seinem neuen Programm „Aura“ in der Bremer ÖVB-Arena gastiert. Ein 50-köpfiges Ensemble aus Artisten, Turnern und Künstlern aus aller Welt wirkte an dem sehr gut besuchten Spektakel mit. Bereits zum 14. Mal war die Akrobatikshow in Bremen zu sehen.

Eröffnet wurde der Abend von Turnerinnen der rhythmischen Sportgymnastik von 1860 Bremen. Die 14 Turnerinnen gaben den Zuschauern einen ersten Vorgeschmack auf das, was in dem zweistündigen Programm folgte: Athletische Höchstleistungen, gepaart mit künstlerischen Elementen. Regisseurin Heidi Aguilar inszenierte mit „Aura“ eine Show, die von verliebt bis kämpferisch, viele Formen der Ausstrahlung zeigte.

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Im Cyr-Wheel, einem Rhönrad ähnlich, wirbelte das deutsch-kanadische „Duo Unity“ gemeinsam über den Hallenboden. Absolute Körperbeherrschung war von den beiden Künstlern ebenso gefragt, wie perfekte Teamarbeit. Im Hintergrund: verspielte Klaviermusik, der Auftritt endete mit einem Kuss. Kraftvoller wurde es bei „Motus & Friends“. Die fünf Dänen schossen sich mit dem Schleuderbrett gegenseitig immer höher gen Hallendach und zeigten dabei spektakuläre Dreifach-Salti zu epischer Musik.

"Diese Abwechslung war sehr schön"

„Die waren wirklich beeindruckend“, sagte Elke Meinecke aus Bremen-Arbergen. „Die Geschwindigkeit, mit der sie in die Höhe geflogen sind war faszinierend.“ Sie war bereits zum vierten Mal bei der Show zu Gast.Ein wenig Wettbewerb gab es dann auch für Nationalmannschaftsturner Andreas Toba und seinen Nationalmannschaftskollegen Helge Liebrich. Sie lieferten sich ein „Duell“ mit der tschechischen Turnerin Jana Záhlavová Šikulová und Finja Säfgen, das die Zuschauer fesselte, wie ein Medaillenkampf.

Toba hatte bei den olympischen Sommerspielen in Rio 2016 seinen großen Auftritt: Damals zog er sich im Mannschaftswettbewerb bei seiner Bodenübung einen Kreuzbandriss zu, aber absolvierte danach dennoch seine Übung am Pauschenpferd. Dank seiner Leistung konnte sich die deutsche Turn-Mannschaft auf dem achten Platz noch für das Finale qualifizieren.

Daniela Potapova, die ebenfalls für Deutschland bei den olympischen Spielen 2016 angetreten war, hatte damals die Wettkampf-Schuhe an den Nagel gehängt. In der Akrobatikshow zeigte sie neben der Einlage mit ihrem Lebensgefährten eine Choreografie, untermalt von interaktiver Projektionstechnik.

Nicht nur athletische Höchstleistungen wurden dem Publikum geboten. Immer wieder zeigten auch Künstler die Verbindung aus Köperbeherrschung aus Komik und Kunst. Der Artist Noah Chorny versuchte mit wackeligen Beinen eine ebenso wackelige Laterne zu entzünden und der Komiker und Zauberer Erwin aus der Schweiz führte durch den Abend. „Diese Abwechslung war sehr schön“, sagte Beatrix Thiel aus Bremen. Auch sie war nicht zum ersten Mal bei der alljährlichen Show zu Besuch.

Diesen Mittwoch ist die Show um 17 Uhr ein zweites Mal in Bremen zu sehen. Nach den beiden Terminen in Bremen gastieren die Künstler bis Januar noch in 18 weiteren deutschen Städten. Nach der Tour werden die Füße jedoch nicht hochgelegt. Für das nächste Jahr ist bereits das nächste Projekt des Feuerwerks der Tanzkunst geplant. Der Titel: „Connected“.

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