Team Ars Nova stürmt erneut Spitze

Ein ganz heißer Titelkandidat der Lateinformation

Ab sofort sind sie endgültig die Gejagten. Das Team Ars Nova hatte nach ihrem Coup in der Vorwoche nun auch den zweiten Turniertag der Regionalliga Nord für sich entschieden. In Bremen. In der Halle des großen Konkurrenten.
17.01.2017, 00:00
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Ein ganz heißer Titelkandidat der Lateinformation
Von Malte Bürger
Ein ganz heißer Titelkandidat der Lateinformation

Die beiden Durchgänge des A-Teams des 1. TSC Verden waren auch beim 2. Turniertag in Bremen wieder sehenswert, dennoch zog Zweitliga-Absteiger Kiel an den Domstädtern vorbei und verdrängte die Formation zumindest dieses Mal auf den fünften Platz.

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Ab sofort sind sie endgültig die Gejagten. Das Team Ars Nova hatte nach ihrem Coup in der Vorwoche nun auch den zweiten Turniertag der Regionalliga Nord für sich entschieden. In Bremen. In der Halle des großen Konkurrenten.

Ab sofort sind sie endgültig die Gejagten. Auch wenn es sich noch immer etwas komisch anfühlt. „Es ist ein bisschen abstrakt, aber es sickert so langsam durch“, sagte Maurice Marschall, Tänzer und Pressesprecher des Teams Ars Nova. „Für diesen Moment haben wir aber auch die letzten beiden Jahre wirklich sehr hart gearbeitet.“ Was war passiert? Die Domstädter hatten nach ihrem Coup in der Vorwoche nun auch den zweiten Turniertag der Regionalliga Nord für sich entschieden. In Bremen. In der Halle des großen Konkurrenten. Drei Mal zückten die Wertungsrichter die Eins, zwei Mal gab es eine Zwei. Das Aufstiegsturnier zur 2. Bundesliga dürfte den Akteuren nun kaum noch zu nehmen sein. Für den Nachbarn 1. TSC Verden reichte es dagegen nicht erneut zu Rang vier, dieses Mal wurde es Platz fünf.

Es geht um einiges, um den Aufstieg zum Beispiel. In Augenblicken der größten Konkurrenz ist Nächstenliebe im Sport daher nicht immer selbstverständlich. Und doch gibt es sie, diese kleinen außergewöhnlichen Geschichten. Das Team Ars Nova ereilte unmittelbar vor dem Turnier in der Hansestadt eine Hiobsbotschaft: Tänzerin Joyce Hildebrand hatte sich an der Schulter verletzt und drohte aufgrund immer größer werdender Schmerzen auszufallen. Aus dem eigenen B-Team war bereits ein Ersatz in die Halle beordert worden, doch dann gab es unerwartete Hilfe. Aus Kiel. „Ein dortiger Tänzer ist Physiotherapeut und hat sich trotz des ganzen Stresses Zeit für Joyce genommen“, sagte Maurice Marschall. „Ich weiß nicht, was er mit ihr gemacht hat, aber sie konnte nachher tatsächlich das gesamte Turnier durchtanzen. Unter diesen Umständen ist unser Erfolg natürlich noch ein wenig höher zu bewerten.“

Die Stellprobe im Vorfeld des Wettkampfes hatten die Verdener noch mit nur sieben Damen absolviert, danach lief jedoch wieder alles reibungslos. Fast überraschend reibungslos. „Bereits das Abschlusstraining war sehr ruhig verlaufen, auch in Bremen sind dann alle trotz der Drucksituation sehr cool gewesen“, sagte Marschall. „Ich denke, dass wir diese Coolness auch für die kommenden Wochen bewahren können. Wir wissen, was wir können und was wir noch tun müssen, um da oben zu bleiben.“ Nach den enormen Strapazen der vergangenen Wochen steht jetzt aber auch erst einmal fest: „Wir werden die kommenden Tage etwas lockerer angehen lassen, um erst einmal wieder den Kopf vom Tanzen freizubekommen. Am Sonntag geht es dann mit dem Training weiter.“

Beim 1. TSC Verden war man derweil nicht allzu enttäuscht, dass es dieses Mal einen Platz nach hinten ging. „Wenn man zum Auftakt Vierter geworden ist, hofft man natürlich auf eine Wiederholung“, gab Pressesprecher Niklas Kohmüller zu, „dass sich Zweitliga-Absteiger Kiel aber noch klar steigern würde, war klar. Für uns ist wichtig, dass wir wieder zwei gute Durchgänge getanzt haben.“ Drei Mal zeigten die Juroren letztlich die Note Fünf, darüber hinaus gab es jeweils ein Mal eine Drei und eine Vier. „Es geht bei der Bewertung weiterhin sehr eng zu. Dieses Mal saßen die Richter in Bremen etwas weiter weg und haben daher vielleicht einen anderen Blick auf die Auftritte gehabt“, sagte Kohmüller. „Daher gab es nun vielleicht auch eine etwas andere Wertung als in der Woche zuvor.“

In der Tabelle bleiben die Verdener, die sich auch in Bremen wieder an einer lautstarken Unterstützung ihrer Anhängerschaft erfreuen durften, aber weiterhin auf Rang vier. Zwei Platzierungspunkte beträgt der Vorsprung auf die Kieler, Rang drei ist aktuell vier Zähler entfernt. „Das Führungstrio ist sicherlich sehr stark und ein gutes Stückchen weg, aber wir wären keine Sportler, wenn wir nicht doch weiterhin ehrgeizig wären und auf eine Verbesserung hoffen“, sagte Niklas Kohmüller. „Auch dieses Mal hatten wir ja beispielsweise ein Mal die Note Drei dabei.“ Nach einer rund vierwöchigen Pause wird die Saison am 18. Februar in Bremerhaven fortgesetzt.

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