TSV Schwarme besiegt den SV Heiligenfelde mit 2:1 und macht einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt Ein ganz wichtiger Erfolg im Abstiegskampf

Schwarme. "Dieser Sieg war schon eine wichtige Nummer", atmete Trainer Jörn Meyer vom Fußball-Kreisligisten TSV Schwarme gestern nach dem glücklichen 2:1 (0:0)-Erfolg über den SV Heiligenfelde tief durch. Die Schwarmer zementierten ihren drittletzten Tabellenrang und rückten dem einen Rang höher platzierten FC AS Hachetal bis auf einen Punkt auf die Pelle. Zweifellos ein ganz wichtiger Schritt im Abstiegskampf.
04.04.2011, 05:00
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Von Sven Hermann

Schwarme. "Dieser Sieg war schon eine wichtige Nummer", atmete Trainer Jörn Meyer vom Fußball-Kreisligisten TSV Schwarme gestern nach dem glücklichen 2:1 (0:0)-Erfolg über den SV Heiligenfelde tief durch. Die Schwarmer zementierten ihren drittletzten Tabellenrang und rückten dem einen Rang höher platzierten FC AS Hachetal bis auf einen Punkt auf die Pelle. Zweifellos ein ganz wichtiger Schritt im Abstiegskampf.

Der Schütze des Schwarmer Führungstores, Mirko Bahr, strahlte nach dem erlösenden Abpfiff. Ein bisschen glücklich war es ja schon", gab der Mittelfeldspieler zu. "Ich muss unserer Abwehr heute ein ganz großes Kompliment machen", ergänzte Bahr, mit dessen Treffer der Knoten erst so richtig geplatzt war. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste das Geschehen diktiert und sich die weitaus besseren Torgelegenheiten erarbeitet. Zwischen der 16. und 17. Minute verpassten die Heiligenfelder sage und schreibe drei Mal den Führungstreffer. Zuerst prüfte Daniel Buchheister den Schwarmer Keeper Tim Bösche (16.).

Wenige Augenblicke später traf Buchheister mit seinem Distanzschuss lediglich den Pfosten (17.). Dann scheiterte Richard Tischer völlig freistehend am erneut glänzend reagierenden Bösche (17.). "Wir machen ein gutes Spiel, erzielen nur keine Tore", haderte Heiligenfeldes Coach Frank Fischer an der Außenlinie. In der 36. Minute konnte Eric Stöver gerade noch am Schuss gehindert werden. Von der Spielanlage her waren die Gäste schon das bessere Team, aber vorm Tor einfach zu uneffektiv.

Überraschende Führung

Der Führungstreffer von Mirko Bahr stellte den Spielverlauf zu diesem Zeitpunkt auf den Kopf (61.). Aus der Distanz fasste sich der Mittelfeldakteur ein Herz und zog einfach mal ab. Vom rechten Innenpfosten prallte das Leder anschließend ins Tor - unhaltbar für SVH-Torhüter Christian Gerlach. "Ich hatte beim Torschuss genügend Platz und habe den Ball gut getroffen", beschrieb Bahr seinen eminent wichtigen Führungstreffer, der die abstiegsbedrohten Schwarmer aufatmen ließ.

Es folgten wütende Heiligenfelder Angriffsversuche. Einen Schuss von Torben Schmidt klärte Bösche per Fußabwehr (65.). Dann streifte ein Schuss von Roman Obst lediglich den Querbalken (70.). In dieser Drangperiode der Gäste erzielten die Schwarmer ihren zweiten Treffer. Der kurz zuvor eingewechselte Philip Zelle schlug eine Freistoßflanke in den gegnerischen Strafraum. Diese wurde vom ebenfalls eingewechselten Arne Brinkmann per Kopf auf Tim Klose verlängert. Der Winterneuzugang vom FC Worpswede brauchte aus wenigen Metern nur noch einzuschieben (75.). Die Gäste steckten jedoch keineswegs auf und kamen schließlich zum Anschlusstreffer. Torben Schmidt startete auf der linken Seite ein tolles Solo, spielte dann in die Mitte zu Gerrit Bolte. Dieser ließ den Ball geschickt zum besser postierten Michael Götzinger durchlaufen, der das Spielgerät im rechten Winkel unterbrachte (82.).

Die Heiligenfelder hätten danach durchaus noch ausgleichen können. Als Unglücksrabe entpuppte sich Florian Jamer, der gleich zwei Top-Möglichkeiten ungenutzt ließ. Zunächst verzog er nach einem Eckball von Torben Schmidt aus einem Meter (83.). Einen Freistoß von Bolte brachte Jamer per Kopf dann ebenfalls aus einem Meter nicht im Tor unter (88.). Es war nicht der Tag des Heiligenfelder Torjägers.

Die endgültige Entscheidung vergab auf der Gegenseite Brinkmann, der den auf der Linie stehenden Björn Isensee anschoss (89.). "Wir können im Moment machen, was wir wollen, wir treffen einfach das Tor nicht mehr. Das ist schon frustrierend, obwohl ich mit unserer Leistung zufrieden bin", klagte Fischer. "Wir wollen auf jeden Fall noch an Hachetal vorbeiziehen und Viertletzter werden. Man kann sich nicht darauf verlassen, dass auch der Drittletzte in der Liga bleibt", warnte Meyer.

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