Melina Ehm strebt Profi-Laufbahn an Ein großes Talent im Rennsattel

Bremen. Sie ist im wahrsten Wortsinn ein großes Talent: Melina Ehm misst 1,79 Meter, eine Körpergröße, die nicht gerade ein Idealmaß für ihren Berufswunsch ist. Denn die 20-Jährige will professionelle Rennreiterin werden.
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Ein großes Talent im Rennsattel
Von Frank Büter

Sie ist im wahrsten Wortsinn ein großes Talent: Melina Ehm misst 1,79 Meter, eine Körpergröße, die nicht gerade ein Idealmaß für ihren Berufswunsch ist. Denn die 20-Jährige will professionelle Rennreiterin werden. Seit August dieses Jahres lebt die gebürtige Schwäbin in Arbergen und absolviert bei Pavel Vovcenko auf der Trainingsanlage in Mahndorf ihre Ausbildung zur Pferdewirtin. Als Jockey tätig zu sein, ist ihr Traumberuf. Melina Ehm ist im 300-Seelen-Dorf Dose in der Gemeinde Friedeburg nahe Jever aufgewachsen. Sie stammt aus einer reitsportbegeisterten Familie und ist mit elf Geschwistern aufgewachsen. Melina Ehm ist die Viertälteste im Dutzend – und sie ist die erste, die ihr Hobby zum Beruf macht.

Seit ihrem 16. Lebensjahr – damals noch Schülerin – verfolgt sie dieses Ziel mit großer Akribie. An den Wochenenden und in den Ferien opfert sie viel Freizeit dafür. Melina Ehm hospitiert zunächst ein Jahr bei Elfi Schnakenberg in Blender, danach bei Annika Rosenbaum in Großenkneten. Sie ist eine aufmerksame Beobachterin, eignet sich viel an und legt bereits 2011 in Köln ihre Prüfung zur Amateurrennreiterin ab. Im Frühjahr 2014 kommt sie erstmals zu Vovcenko nach Mahndorf und reitet dort Pferde im Trainingsbetrieb, ehe sie für zwölf Monate ins Ausland geht und in Portugal auf einem Gestüt arbeitet.

Jetzt ist Melina Ehm also zurück in Deutschland und hat in Mahndorf ihre dreijährige Ausbildung begonnen. Und weil sie als Amateurrennreiterin bereits zig Rennen bestritten (und unter anderem auch schon fünf Siege gelandet) hat, mischt die 20-Jährige schon jetzt im Feld der Profis mit. „Für einen Lehrling verfügt Melina bereits über sehr viel Erfahrung“, sagt ihr Trainer und Ausbilder Pavel Vovcenko. „Deshalb wäre es Quatsch, noch so lange zu warten, bis sie ihre Jockey-Zwischenprüfung absolviert hat.“

Melina Ehm gehört also bereits zum Kreis der Jockeys, die bei diversen Rennveranstaltungen in den Sattel steigen. So auch beim Renntag in der Bremer Vahr, wo die 20-Jährige an diesem Samstag gleich mit zwei Pferden am Start war. Mit Aitutaki konnte sie sich dabei als Zweite sogar erstmals platzieren – und war darüber sehr glücklich. „Es zeigt großes Vertrauen, dass ich hier mitreiten darf“, sagt Melina Ehm. „Dafür bin ich den Besitzern und meinem Trainer sehr dankbar.“ Und sie weiß: Jedes einzelne Rennen wird sie, die Amazone im Rennsattel, in diesem „von Männern geprägten Geschäft“ voranbringen.

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