Fußball-Bremen-Liga

Ein Highlight jagt das nächste

Nach den Erfolgen im Pokal warten auf die Nordbremer Bremen-Ligisten schweren Punktspielaufgaben. Die SAV spielt an diesem Freitag beim SC Borgfeld, der Blumenthaler SV erwartet Sonnabend den FC Oberneuland.
22.08.2019, 15:41
Lesedauer: 3 Min
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Von Jens Pillnick und Klaus Grunewald
Ein Highlight jagt das nächste

Im Elfmeterschießen gegen den Bremer SV unüberwindbar: Jascha Tiemann. Jetzt trifft er mit Blumenthal auf Oberneuland.

Christian Kosak

Bremen-Nord. Pokalsiege im Rücken und starke Gegner vor der Brust. So stellt sich die Situation bei den beiden Nordbremer Fußball-Bremen-Ligisten dar. Die am Mittwoch mit 1:0 bei Vatan Spor siegreiche SG Aumund-Vegesack tritt bereits an diesem Freitag um 19.30 Uhr beim Oberneuland-Bezwinger SC Borgfeld an, der im Lotto-Pokal gegen den Bremer SV nach Elfmeterschießen erfolgreiche Blumenthaler SV trifft am Sonnabend um 15 Uhr im Burgwallstadion auf den auf Wiedergutmachung bedachten Meisterschaftsfavoriten FC Oberneuland.

Blumenthaler SV – FC Oberneuland: Von einer Rückkehr in den Punktspielalltag kann man angesichts dieser Partie gewiss nicht sprechen. Vielmehr steht nach den beiden gewonnenen Duellen mit dem Bremer SV das nächste Highlight auf dem Programm. Und in dem geht es für beide Mannschaften darum, den Anschluss nach oben zu halten. „Gegen Oberneuland ist es immer ein ganz besonderes Spiel“, gibt BSV-Trainer Denis Spitzer unumwunden zu Protokoll. Und setzt darauf, dass seine Mannschaft in dem Flow bleibt, in den sie mit zwei intensiven und erfolgreichen Begegnungen gegen den Bremer SV gekommen ist. „Wir sind im Wettkampfmodus drin, das Spiel passt“, kommt ihm die nächste Herausforderung geradezu gelegen.

Entgegen den ursprünglichen Planungen hat bei Denis Spitzer die Rotation Einzug gehalten. Die hohe Qualität im gesamten Kader habe ihn umdenken lassen. Und so kündigt er an, wieder Veränderungen vorzunehmen und gegen den FCO, der für ihn vor dem Saisonstart das „Maß aller Dinge“ war, frische Kräfte zu bringen. Jetzt hat der Blumenthaler SV es aber in der Hand, an dieser Hierarchie zu rütteln. „Ein richtungweisendes Spiel für beide“, sagt Spitzer, dessen Mannschaft bei einem Sieg nach oben durchstarten könnte. Gewinnt der FCO nicht, könnten auf ihn beim Blick auf das Programm schwere Wochen zukommen: Die nächsten Gegner heißen schließlich Schwachhausen und Bremer SV. Den Schlüssel zum Erfolg gegen den FCO sieht Spitzer darin, das richtige Mittel gegen das Mittelfeldpressing und schnelle Umschaltspiel zu finden.

Sonnabend, 15 Uhr, Burgwallstadion

SC Borgfeld – SG Aumund-Vegesack: Zwei Tage nach 1:0-Sieg im Lotto-Pokal beim KSV Vatan Spor steht die SAV vor einer mindestens ebenso schweren Herausforderung. Im Meisterschaftsspiel beim SC Borgfeld gibt es nach Ansicht von SAV-Trainer Björn Krämer abermals keinen Schönheitspreis zu gewinnen. Nur mit einer kompakten und hoch konzentrierten Mannschaftsleistung sei die hohe Hürde auf dem Rasenplatz in Borgfeld zu gewinnen. Was dem Titelfavoriten FC Oberneuland vor einer Woche übrigens nicht gelang, musste er doch eine 2:3-Niederlage einstecken.

Für Björn Krämer bedeutete sie freilich keine Überraschung. Der SC Borgfeld werde eine gute Rolle in der Bremen-Liga spielen, sei der routinierte Kader doch mit guten jungen Akteuren noch einmal erheblich verstärkt worden, sagt der SAV-Coach. Seine Mannschaft müsse deshalb höllisch aufpassen, nicht unter die Räder zu kommen.

Ein besonderes Auge soll die Vegesacker Abwehr natürlich auf Goalgetter Christopher Taylor werfen, der zwei der drei Borgfelder Treffer gegen den FC Oberneuland erzielte. Überhaupt gelte es, vor dem schnellen Umschaltspiel der Borgfelder auf der Hut zu sein und möglichst weitgehend die Kontrolle über den Ball zu behalten, appelliert Krämer an seine Schützlinge. Genau das gelang den Vegesackern im Pokalspiel beim KSV Vatan Spor denn auch nur mit Abstrichen.

Andererseits vertraut der Vegesacker Trainer darauf, dass sein Team auf dem großen und gut bespielbaren Borgfelder Rasen seine Stärken besser zur Geltung kommen lassen kann als am Mittwochabend auf dem Nebenplatz an der Lissaer Straße – nämlich als intakte und stets gut positionierte Einheit aufzutreten.

Genügend Erfahrung und Substanz könnte die SAV denn auch in die Waagschale werfen, um beim SC Borgfeld zu bestehen. Vor allem deshalb, weil die Konkurrenz innerhalb des Teams durch die Neuzugänge gewachsen sei und sich förderlich auf das Engagement jedes einzelnen Spielers auswirke, sagt Björn Krämer.

Freitag, 19.30 Uhr, Hinter dem Großen Dinge

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