Fußball-Landesliga

Ein Hoffnungsträger geht, ein neuer kommt

Als „dezent“ bezeichnet Michael Burghardt, der Co-Trainer des Fußball-Landesligisten TSV Lesum-Burgdamm, die personellen Veränderungen beim Tabellensiebten in der Winterpause.
06.02.2018, 16:06
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Jens Pillnick
Ein Hoffnungsträger geht, ein neuer kommt

Bekim Murati (rechts) war für den TSV Lesum-Burgdamm nicht die erhoffte Verstärkung. Jetzt wechselte er zum TSV Ottersberg.

Frank Thomas Koch

Lesum. Als „dezent“ bezeichnet Michael Burghardt, der Co-Trainer des Fußball-Landesligisten TSV Lesum-Burgdamm, die personellen Veränderungen beim Tabellensiebten in der Winterpause. In Zahlen drückt sich das so aus: Drei Spieler haben den Verein verlassen, drei sind hinzugekommen.

Zu den bereits vermeldeten Wechseln von Torhüter Thomas Büttelmann (SV Hemelingen) und Ibrahim Fidan (Blumenthaler SV) hat sich ein dritter hinzugesellt. Stürmer ­Bekim Murati will künftig wieder für den niedersächsischen Landesligisten TSV Ottersberg auf Torejagd gehen. „Er hat nie richtig Fuß gefasst und nicht die Tore gemacht, die wir uns erhofft haben“, meint Burghardt zum Abschied des Stürmers, der im Sommer am Heidberg gewisse Erwartungen geweckt hatte.

Auf der Habenseite sticht ein Name besonders heraus: Muhamet Cakoli. Der 20-Jährige spielte für Werder Bremen in der A- und B-Junioren-Bundesliga, bestritt einige Bremen-Liga-Partien und konnte sich dann aber nicht in der U23 durchsetzen. Es folgte eine Pause, die jetzt mit dem Engagement in der Landesliga endet. Ein Engagement, das Lesums Trainer Gino Shabani einfädelte, schließlich ist Muhamet Cakoli ebenfalls Albaner. Derzeit arbeitet Cakoli laut Burghardt seinen Fitnessnachholbedarf auf und soll dann vielseitig im Defensivbereich, eventuell auch im Mittelfeld, einsetzbar sein. „Er will wieder in die Spur kommen“, erwartet Burghardt einiges von Cakoli. Neu im Kader ist auch Rückkehrer Riad Bardhi (BSC Hastedt), der den abgewanderten Büttelmann zwischen den Pfosten ersetzt. Der dritte Neuzugang ist Robert Wreszinski (SV Grohn), den die Lesumer laut Burghardt auf verschiedenen Offensivpositionen aufbieten können.

Am Potenzial des Landesligisten hat sich mit den Veränderungen wahrscheinlich nicht viel getan, trotzdem wollen sich die Heidberger mit Rang sieben nicht wirklich abfinden. „Wir haben zu viele Punkte liegen gelassen“, erklärt Michael Burghardt und blickt gespannt auf die Rückrunde: „Der Zug nach oben ist noch nicht ganz abgefahren. Die ersten zwei, drei Spiele werden zeigen, was noch geht. Aber nach oben ist es definitiv ein schwieriger Weg.“

Seiner Einschätzung nach wird Borgfeld Richtung Bremen-Liga durchmarschieren, und um den zweiten Rang, den derzeit SFL Bremerhaven belegt, bewirbt sich eine stattliche Verfolgerschar. Lesum selbst ist, bei einem mehr ausgetragenen Spiel, acht Punkte von SFL entfernt.

Während in der Liga also noch etwas gehen kann, allerdings auch der Verbleib im Mittelmaß droht, gibt es im Pokal eine deutliche Ansage. „Wir arbeiten auf das Pokalspiel hin“, stellt Burghardt klar, dass das Viertelfinale am Karfreitag gegen den Blumenthaler SV einen ganz besonderen Stellenwert hat: „Es ist ein Highlight.“

Und dass die Lesumer in einzelnen Spielen etwas Besonderes bieten können, das haben sie im laufenden Wettbewerb bewiesen: Neben dem Landesliga-Gefährten TS Woltmershausen haben sie auch den Bremen-Ligisten Brinkumer SV ausgeschaltet – beide im Elfmeterschießen. Man darf also gespannt darauf sein, ob der TSV Lesum-Burgdamm in der Liga noch auf den Zug nach oben aufspringt und ob sich der Triumphzug im Pokal fortsetzt.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+