Arster Handballfrauen im Doppeleinsatz Ein Punkt und ganz viel Hoffnung

Bremen. Die Handball-Frauen des TuS Komet Arsten lieferten in der Oberliga Nordsee binnen drei Tagen gleich zwei Herzschlagspiele ab. Erst erkämpften sich die Bremerinnen im Nachholspiel am Donnerstag beim Tabellenfünften BV Garrel mit 28:28 (11:12) einen Punkt.
16.03.2015, 00:00
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Von Olaf Kowalzik

Die Handball-Frauen des TuS Komet Arsten lieferten in der Oberliga Nordsee binnen drei Tagen gleich zwei Herzschlagspiele ab. Erst erkämpften sich die Bremerinnen im Nachholspiel am Donnerstag beim Tabellenfünften BV Garrel mit 28:28 (11:12) einen Punkt. Danach setzte es zuhause gegen den Sechstplatzierten TV Dinklage eine vermeidbare 29:31 (11:18)-Heimniederlage.

Es waren zwei Partien, die den Arster Trainer Marc Winter auf der Bank um Jahre altern ließen. Zumindest so lange, wie er auch noch darauf saß. Denn nach dem katastrophalen Sieben-Tore-Halbzeitrückstand gegen den Dinklage herrschte er einen der beiden Unparteiischen an, wer der denn nun sei. „Wer bist du eigentlich von den Beiden“, wurde er im Spielbericht zitiert, als er die Rote Karte sah. Da der Schiedsrichter dort jedoch nicht vermerkte, dass er sich dadurch beleidigt fühlte, dürfte der Bremer Protest gegen den Platzverweis gute Chancen haben und Winter um die obligatorische Sperre herumkommen.

Auf alle Fälle war es ein Weckruf für die Gastgeberinnen, die sich auch ohne ihre Torjägerin Birte Kruse Stück für Stück herankämpften. Beim 18:20 waren sie das erste Mal in Reichweite, fielen aber noch einmal auf 18:25 zurück. Beim 27:28 und 29:30 schien das Spiel dann zu kippen. Doch Arstens Mirja Kahle bekam eine Zeitstrafe aufgebrummt, am Ende nutzte Dinklage einen Siebenmeter zum erlösenden Siegtreffer. „Trotzdem kann meine Mannschaft mächtig stolz auf ihre Leistung in der zweiten Hälfte sein“, sagte Marc Winter.

Drei Tage vorher hatte er noch die Hiobsbotschaft wegstecken müssen, dass sich seine Allrounderin Pia Wefer in der ersten Hälfte in Garrel den Fußwurzelknochen brach. Trotzdem lieferten die Gäste dort ein gutes und vor allem packendes Spiel ab. Und es sah bis zum 26:24-Vorsprung sogar noch gut für sie aus. Als die Bremerinnen danach jedoch drei Hochkaräter ausließen, mussten sie um die Früchte ihres Erfolgs bangen (27:28).

Die Niedersachsen schäumten vor Wut, als die Unparteiischen Arsten mit der Schlusssirene noch einen Strafwurf zusprachen. Sie ärgerten sich sogar noch mehr, als Friederike Folda mit dem zwar zunächst an der BVG-Torfrau Laura Krogmann scheiterte, diese sich das Leder aber mit einer unglücklichen Armbewegung selbst zum Ausgleich ins eigene Netz schleuderte. „Am Ende hatten wir Glück, dass wir wenigstens noch einen Punkt holen konnten“, gab Marc Winter zu. „Dieser gibt uns im weiteren Abstiegskampf aber auch Mut und Hoffnung.“

TuS Komet Arsten: Newbern, Boettcher, Peesel; Jarzembowski (7/4), Tuleweit (4), Segieth (2), Twachtmann (8/2), Mücke, Folda (7/1), Janssens (16), Stahlkopf (3), Kahle, Wefer (2/1), Kruse (8)

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