Daniel Block zählt zu den jungen Akteuren des Bremen-Ligisten SG Aumund-Vegesack mit sehr viel Potenzial Ein Rückschritt an die Tabellenspitze

Vegesack. Aus dem Rampenlicht ist er verschwunden, im Blickpunkt steht er weiterhin: Daniel Block, eines der großen Talente in der Bremer Amateur-Fußballszene. In der Saison 2009/10 gehörte er zum Kader des Regionalligisten FC Oberneuand und stand im DFB-Pokalspiel gegen den Bundesligisten TSG Hoffenheim in der Startformation, jetzt mischt er eine Klasse tiefer mit dem Überraschungsspitzenreiter SG Aumund-Vegesack die Bremen-Liga auf.
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Von Jens Pillnick

Vegesack. Aus dem Rampenlicht ist er verschwunden, im Blickpunkt steht er weiterhin: Daniel Block, eines der großen Talente in der Bremer Amateur-Fußballszene. In der Saison 2009/10 gehörte er zum Kader des Regionalligisten FC Oberneuand und stand im DFB-Pokalspiel gegen den Bundesligisten TSG Hoffenheim in der Startformation, jetzt mischt er eine Klasse tiefer mit dem Überraschungsspitzenreiter SG Aumund-Vegesack die Bremen-Liga auf.

So gut es den SAV-Kickern, Trainer Kristian Arambasic und Fußball-Abteilungsleiter Bernd Siems auf dem Platz an der Sonne auch gefällt, für Daniel Block klingt es nach Rückschritt. 'Ja, zuerst habe ich es als Rückschritt gesehen', gibt der 20-Jährige zu, 'aber die Bremen-Liga ist vom Niveau her nicht so schlecht, wie ich es mir vorgestellt habe.' Und schon gar nicht bei der SAV, die die etablierten Kräfte der Liga bislang richtig ärgert. 'Ich muss die Jungs loben', freut sich Block, in einer gleichermaßen spielstarken wie motivierten Mannschaft gelandet zu sein.

Den Weg zur SAV hat er - und das gibt er freimütig zu - aus beruflichen Gründen angetreten. Eine Ausbildung zum Bürokaufmann war das ausschlaggebende Argument für den Wechsel zur SAV, der ihm derzeit auch noch sportlich versüßt wird. 'Träumen ist erlaubt', erklärt der Landesauswahlspieler, der jüngst beim Länderpokal in Duisburg in drei der vier Partien mitwirkte, hinsichtlich des weiteren Saisonverlaufes und will mit der SAV unbedingt in den Top 3 landen. Den Traum vom bezahlten Fußball hat der junge Mann, der am liebsten vor der Abwehr spielt und alle Sechser, die einen Namen haben ('Zum Beispiel Fabregas von Arsenal oder Frings') als sportliche Vorbilder betrachtet, trotz des Rückschritts nicht aufgegeben. 'Ich hoffe, dass ich wieder in den bezahlten Fußball reinrutschen kann. Mein Ziel war mal die dritte Liga. Aber wenn es die vierte Liga oder die Bremen-Liga wird, dann ist das eben so.'

Ob Regionalliga oder Bremen-Liga - Daniel Block gibt immer Vollgas. Kein Stückchen Rasen zwischen den Strafräumen wird nicht von ihm beackert (Block: 'Auf dem Platz quäl? ich mich'), schon als Bester beim Cooper-Test in der Vorbereitung deutete er auf seine läuferischen Qualitäten hin. Aber er kann viel mehr als nur laufen und kämpfen. Daniel Block, der das Talent in die Wiege gelegt bekam ('Mein Vater und Opa spielten auch in der höchsten Bremer Klasse'), ist ruhig am Ball, hat Übersicht und ein gutes Passspiel. Eine Einschätzung, die sein Trainer Kristian Arambasic, von dem sich Block trotz des Rückschrittes von der Regional- in die Bremen-Liga eine Weiterentwicklung verspricht, bestätigt.

Eine Entwicklung, bei der Schwächen ausgemerzt werden sollen. Als 'ein großes Problem' bezeichnet Arambasic das Kopfballspiel. Ein Problem mit Hintergrund: Ein Knorpelschaden im Knie sorgt dafür, dass sich der 20-Jährige nicht so gerne in die Luft schraubt: 'Ich habe Hemmungen hochzuspringen.' Daniel Block soll den Kopf aber nicht nur verstärkt zum Köpfen einsetzen, sondern auch für akustische Signale auf dem Feld. Arambasic: 'Als Sechser muss er kommandieren und organisieren.'

Kleinigkeiten, wenn man bedenkt, dass Daniel Block, der in der Jugend für SC Vahr-Blockdiek, ATSV Sebaldsbrück, TuS Komet Arsten und den FC Oberneuland (Regionalliga) spielte, erst 20 Jahre alt ist. So sieht es auch der SAV-Trainer: 'Für sein Alter hat er viel mehr Stärken als Schwächen.' Arambasic bezeichnet den Bremer U21-Auswahlspieler für die SAV als 'ganz, ganz wichtig' und als 'Stammspieler'., Keine Selbstverständlichkeit in einem qualitativ stark besetzten Kader und bei einem - was personelle Entscheidungen angeht - unberechenbaren Trainer.

Ein Einsatz am Sonntag scheint also gewiss: Dann steht er zwar nicht im Regionalliga-Rampenlicht, aber mit der SAV im Blickpunkt wenn es darum geht, die wohl am Sonnabend abgegebene Tabellenführung beim TuS Schwachhausen zurück zu erobern.

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