Wilstedt leistet Schützenhilfe, die Karlshöfen/Gnarrenburg aber nicht nutzen kann / Jetzt geht es in die Relegation Ein schwarzer Tag für die SG-Volleyballer

Landkreis Rotenburg. Die Volleyballer der SG Karlshöfen/Gnarrenburg müssen versuchen, sich in der Relegation den Klassenerhalt in der Landesliga 3 zu sichern. Trotz der Schützenhilfe des bereits abgestiegenen MTV Wilstedt verpasste die SG am letzten Heimspieltag den rettenden Sprung auf Rang sechs.
25.03.2015, 00:00
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Ein schwarzer Tag für die SG-Volleyballer
Von Tobias Dohr

Die Volleyballer der SG Karlshöfen/Gnarrenburg müssen versuchen, sich in der Relegation den Klassenerhalt in der Landesliga 3 zu sichern. Trotz der Schützenhilfe des bereits abgestiegenen MTV Wilstedt verpasste die SG am letzten Heimspieltag den rettenden Sprung auf Rang sechs.

MTV Wilstedt – TSV Oerel-Barchel 3:2 (21:25, 28:26, 25:20, 22:25, 15:12): „Der Abstieg stand fest, wir hatten nichts mehr zu verlieren“, brachte Wilstedts Thorsten Poppe die Einstellung und Herangehensweise beim MTV am letzten Spieltag auf den Punkt. Entsprechend befreit starteten die Hausherren in die Partie gegen den Tabellendritten. Und nach dem verlorenen ersten Satz spürten die Wilstedter plötzlich: Hier geht was.

Effektiv wie lange nicht mehr präsentierte sich die MTV-Truppe nun: „Da wurden plötzlich wieder Bälle geholt, die wir die ganze Saison nicht holen konnten“, berichtete Poppe. „Das hat uns gepusht und Oerel war sichtlich geschockt.“ Im dritten Durchgang wurde sogar ein zwischenzeitlicher Sechspunkte-Rückstand aufgeholt. Nach einem kurzen Konzentrationsloch war es im Tiebreak erneut die starke Wilstedter Feldabwehr, die den Unterschied ausmachte.

MTV Wilstedt – TuS Zeven II 3:0 (25:10, 26:24, 25:18): Gegen Zeven legten die Gastgeber noch einen drauf. Auch personelle Wechsel konnten den Spielfluss nicht stoppen. „Nur im zweiten Satz waren wir uns dann zu sicher und haben es etwas schleifen lassen“, verriet Poppe. Doch gerade noch rechtzeitig wurde der Hebel wieder umgelegt und der letztlich ungefährdete Dreisatzsieg eingefahren. Poppe: „Wir schauen mal, was nächste Saison in der Bezirksliga geht und hoffen einfach, dass wir wieder aufsteigen. Denn wir gehören von der Spielveranlagung in die Landesliga.“

MTV Wilstedt: Erdmann, Gehrels, Kromat, Viebrock, Poppe, Intmann, Zielke, Wulff

SG Karlshöfen/Gnarrenburg – TSV Adendorf 0:3 (18:25, 17:25, 27:29): Mit einem Sieg über den direkten Konkurrenten hätten sich die Hausherren schnell aller Sorgen entledigen können. Doch von Beginn an taten sich die SG-Männer schwer mit den Adendorfer Aufschlägen. Über 6:9 und 14:17 ging der erste Satz verloren. Die leichten Fehler häuften sich zu Beginn des zweiten Satzes dann sogar noch. 1:4, 6:12 und 11:21 hießen die ernüchternden Zwischenstände. „Adendorf brauchte nur auf unsere Fehler zu warten“, berichtete SG-Zuspieler Horst Wrissenberg.

Trainer Torsten Kullik versuchte, mit Michel Brunkhorst einen neuen Impuls zu bringen, und tatsächlich: Langsam aber sicher fanden sich die Gastgeber. Dennis Böttjer, Eckhard Haufler und Brunkhorst erspielten eine eigentlich beruhigende 17:10-Führung. Doch es sollte nicht reichen. Vier Satzbälle blieben ungenutzt, Adendorf hingegen nutzte gleich den ersten Matchball zur Entscheidung.

SG Karlshöfen/Gnarrenburg – TSV Buxtehude-Altkloster II 2:3 (21:25, 25:14, 25:21, 19:25, 8:15): Spätestens jetzt waren die SG-Männer auf Wilstedter Schützenhilfe angewiesen, denn Adendorf war aus eigener Kraft nicht mehr einzuholen. Allerdings war der rechte Glaube an einen Sieg des MTV über Zeven II nicht vorhanden. Nichtsdestotrotz wollten die Gastgeber das Publikum mit einem Sieg verabschieden. Nachdem die SG den Respekt vor dem Tabellenzweiten abgeschüttelt hatte, entwickelte sich eine offene Partie. Kurzzeitig funktionierte bei den Hausherren alles. Ob Schnellangriffe mit Eckhard Haufler oder Sven von Scheidt im Wechsel mit Dennis Böttjer durch die Mitte. Zuspieler Horst Wrissenberg narrte den Buxtehuder Block ein ums andere Mal. Schnell stand es 20:13 für die SG, der Satzausgleich war da.

Buxtehude wechselte Mitte des dritten Durchgangs, doch auch das konnte die Gastgeber nicht stoppen. Zwischenstände aus Wilstedt gab es keine, dennoch waren nun alle wieder guter Dinge. Doch der Vize-Meister gab sich nicht geschlagen.

Auf der anderen Seite machte sich bei der SG nun der Kräfteverschleiß bemerkbar. Nach einigen zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen, die insgesamt drei Punkte kosteten, ging es in den Tiebreak. Hier verloren die Hausherren dann früh den Kontakt (3:8). Der Favorit spielte nun nahezu fehlerfrei und gewann am Ende doch noch. Der finale Tiefschlag folgte dann, als die Ergebnisse aus Wilstedt sich herumgesprochen hatten.

SG-Kapitän Clemens Kullik wollte sich davon aber noch lange nicht entmutigen lassen: „Dann müssen wir die Sache in der Relegation eben umbiegen. Wir hoffen, das wir die Relegation nach Gnarrenburg holen können.“

SG Karlshöfen/Gnarrenburg: Böttjer, Burmester, Brunkhorst, Bössow, Engler, Haufler, Hünecke, Clemens Kullik, von Scheidt, Wrissenberg

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