Bezirksliga-Vorletzter gewinnt 30. Neujahrs-Turnier des Delmenhorster TB / Lob für den Gastgeber Ein Sieg für die geschundene Stenumer Seele

Delmenhorst. Das war schon ein ganz ordentlicher Schub an positiver Energie, der am ersten Tag des neuen Jahres von den Bezirksliga-Fußballern des VfL Stenum ausging. Und wenn nicht die Stenumer, wer hätte sonst diese Art von Balsam für die geschundene Seele dringender benötigt? In der Bezirksliga steht die Mannschaft auf dem vorletzten Tabellenplatz, beim Neujahrsturnier des Delmenhorster TB legte sie mit dem Gewinn des ersten Titels in 2011 so etwas wie eine mentale Basis für eine erfolgreiche Aufholjagd.
03.01.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Rainer Jüttner

Delmenhorst. Das war schon ein ganz ordentlicher Schub an positiver Energie, der am ersten Tag des neuen Jahres von den Bezirksliga-Fußballern des VfL Stenum ausging. Und wenn nicht die Stenumer, wer hätte sonst diese Art von Balsam für die geschundene Seele dringender benötigt? In der Bezirksliga steht die Mannschaft auf dem vorletzten Tabellenplatz, beim Neujahrsturnier des Delmenhorster TB legte sie mit dem Gewinn des ersten Titels in 2011 so etwas wie eine mentale Basis für eine erfolgreiche Aufholjagd.

Okay, rein sportlich betrachtet gehört dieser Wettbewerb fraglos nicht zu den Top-Veranstaltungen, aber das macht das Neujahrsturnier auch bei seiner mittlerweile 30. Auflage durch sein ganz besonderes, vor allem faires Miteinander locker wieder wett. "Es ist nun einmal diese Mischung aus Spaß, Sport und Geselligkeit, die unser Turnier ausmacht", sagte auch Thomas Luthardt, der den traditionellen Hallenkick gemeinsam mit Ralf Mackowiak, Erich Meenken sowie Frank und Monika Boy organisierte. Der Delmenhorster TB präsentierte sich erneut als guter Gastgeber, und so ganz nebenbei auch eine Reihe von Neuzugängen. Andre Tüsselmann, Timo Timme, Lars Goretzki und Fabian Borrmann verstärken den Kreisligisten aus der Heidkruger A-Jugend.

Besagte Mischung kam auch diesmal wieder gut an, rund 300 Zuschauer sahen die Spiele in der Stadtbadhalle. Nach einer Gedenkminute für den kürzlich verstorbenen früheren Schiedsrichter-Lehrwart "Kalli" Specht sorgten die Bezirksligisten TuS Heidkrug, TV Jahn und VfL Stenum, die Hallenspezialisten des KSV Hicretspor und eigentlich auch das mit so klangvollen Namen ehemaliger und aktueller Delmenhorster Fußball-Größen gespickte Dream Team für sportliche Leckerbissen. Doch das Dream Team hatte einen unerwartet schweren Stand und durfte während des gesamten Turnier nur einmal von einem Sieg träumen - als gegen Hicretspor im letzten Spiel der Gruppenphase wenigsten ein 1:1 heraussprang.

Den Ton gaben die Bezirksligisten an, allen voran der VfL Stenum. Der trat noch nicht unter der Regie des neuen Trainers Jürgen Hahn, aber mit einem schon wieder glänzend aufgelegten Dominik Entelmann an. Der Stürmer, der zuletzt im September gegen Wiefelstede aufgelaufen war, schien seine Verletzungen bereits ganz gut überstanden zu haben, denn mit sechs Treffern führte er sein Team als Top-Torjäger des Turniers mit sechs Treffern zum Sieg. "Das war schon mal ein schöner Jahresauftakt mit viel positiver Energie, doch ich denke, dass mir noch 20 Prozent fehlen. Auf jeden Fall hat unsere Mannschaft das Potenzial, dass wir doch noch den Klassenerhalt schaffen", sagte Entelmann kämpferisch.

Titel und Torjägerpokal waren übrigens nicht die beiden letzten Trophäen, die die Stenumer beim Neujahrsturnier einsackten. Mit Daniel von Seggern stellte der VfL auch den besten Techniker des Turniers.

Der ebnete seiner Mannschaft zudem im Finale auch den Weg zum Turniersieg. Denn zunächst hatte Zana Ibrahim den TV Jahn in Führung gebracht, bevor von Seggern in der Schlussminute noch der Ausgleich gelang. Das Neunmeterschießen schien zunächst kein Ende zu nehmen, bis Jahns Marc Pawletta mit dem 18. Schuss an Stenums Aushilfstorwart Hergen Kaatz scheiterte. "Das war natürlich etwas unglücklich, konnte die gute Leistung meiner Mannschaft nicht schmälern. Das Turnier war wieder einmal eine schöne Sache. Für mich war wichtig, dass meine Jungs Spaß hatten", sagte Jahn-Trainer Matthias Kaiser. Kaiser konnte erstmal seinen Neuzugang Philipp Gruß vom TuS Heidkrug einsetzen, und der Torwart zeigte bereits eine ansprechende Leistung. Das konnte übrigens auch vom TuS Heidkrug gesagt werden, der mit Philipp Stephan nicht nur den besten Torwart stellte, sondern sich im Neunmeterschießen um Platz drei gegen Hicretspor durchsetzte. Für den TuS um den diesmal im Feld spielenden Torwart David

Lohmann war das Minimalziel bereits nach dem ersten Spiel erreicht. Denn dort feierten die Heidkruger gegen das Dream Team - und damit auch gegen ihren Trainer Detlev Garmhausen und Mannschaftskapitän Ralf Faulhaber - einen glasklaren 3:0-Sieg.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+