Korbball-Bundesliga: TSV gewinnt beide Partien und rückt auf Platz vier vor / Erster Saisonsieg für Seckenhausen Ein Spieltag nach Heiligenroder Art

Stuhr. Riesenjubel bei den Korbballerinnen der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst: Mit dem Sieg über den Preetzer TSV verbuchte der Aufsteiger in die Bundesliga Nord beim gestrigen Spieltag in Moordeich die ersten Punkte in der höchsten Spielklasse. Auch der Gastgeber TSV Heiligenrode wandelte auf der Erfolgsspur und gewann seine beiden Partien.
01.11.2010, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von christine leska-ottensmann

Stuhr. Riesenjubel bei den Korbballerinnen der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst: Mit dem Sieg über den Preetzer TSV verbuchte der Aufsteiger in die Bundesliga Nord beim gestrigen Spieltag in Moordeich die ersten Punkte in der höchsten Spielklasse. Auch der Gastgeber TSV Heiligenrode wandelte auf der Erfolgsspur und gewann seine beiden Partien.

TV Bremen-Walle 1875 - TSV Heiligenrode 3:13 (2:9). Mit solch einem hohen Sieg hatte vorher keiner gerechnet. 'Wir haben unsere Ziele toll umgesetzt. Unsere Abwehr, die wir offensiver gestaltet haben, war sehr beweglich. Zudem haben wir im Angriff den Ball schnell gemacht, Spielsituationen erkannt und erfolgreich abgeschlossen', erklärte TSV-Akteurin Britta Sündermann das Erfolgsrezept.

Sehr ärgerlich war, dass sich in dieser Partie Sinnika Zoric verletzte und ausschied. 'Sie wird voraussichtlich die nächsten Wochen pausieren müssen. Das ist sehr bedauerlich', seufzte Sündermann.

SV Brake - TSV Heiligenrode 9:10 (4:6). Die Braker hatten zuvor alle ihre sechs Saisonspiele gewonnen und waren auch gegen die Gastgeberinnen favorisiert. Doch schon das Hinspiel Anfang September hatte gezeigt, dass die Heiligenroderinnen nicht chancenlos sind. Damals verloren sie nur knapp mit 7:8.

Zu Beginn war es ein nervöses Abtasten von beiden Seiten. Bezeichnend, dass der erste Treffer erst durch einen Viermeter-Strafwurf des TSV fiel. Danach war die Partie ausgeglichen. Zwar gingen die Braker zwischendurch in Führung, doch die Gastgeberinnen glichen aus. Kurz vor der Pause erhöhten sie sogar auf 6:4. Das musste die Braker angestachelt haben. Denn in der zweiten Halbzeit holten sie auf, so dass es noch einmal eng wurde. 'Danach haben wir aber endlich konzentriert unser Spiel zu Ende gebracht und unsere Führung auf 10:7 ausgebaut', freute sich Britta Sündermann. In den letzten Minuten öffnete der Gegner seine Deckung und erzielte zwei Körbe. Den Sieg schaukelten die Heiligenroderinnen aber nach Hause. 'Mit diesem Spieltag sind wir natürlich hochzufrieden - vor allem nach unserer doch sehr langen Spielpause', bilanzierte Sündermann. Der TSV rückte auf Tabellenplatz vier vor.

TB Stöcken - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 5:1 (0:0). Eine kuriose erste Halbzeit: 20 Minuten lang fiel kein einziger Treffer. 'Beide Korbfrauen haben eben nicht viel zugelassen', resümierte TSG-Trainerin Manuela Glander, die mit Abwehr und Angriff zufrieden war. Direkt nach dem Seitenwechsel war ihr Team in der Defensive jedoch zu nachlässig, so dass Stöcken mit 3:0 wegziehen konnte.

Nicht mehr so zwingend

Mit einem Konter markierte Lena Breitsprecher dann den ersten TSG-Treffer. 'Leider war unser Angriff in der zweiten Hälfte nicht mehr so zwingend. Daher ist uns kein weiterer Korb gelungen', bedauerte Glander. 'Zum Schluss haben wir die Deckung aufgemacht, und Stöcken war abgezockt genug, um noch zwei Treffer zu markieren. Da fehlt uns die Erfahrung und eine bessere Chancenverwertung', erklärte die TSG-Trainerin. 'Insgesamt war die Niederlage ärgerlich, weil beide Mannschaften gleichwertig waren.'

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst - Preetzer TSV 12:11 (9:9). Eine völlig andere erste Halbzeit gab es in der zweiten Partie zu sehen. Statt null fielen ganze 18 Körbe. Nach dem 1:0 liefen die Seckenhauserinnen einem Rückstand hinterher. 'Die Preetzer haben im Angriff sehr schnell gespielt. Das hat unsere Abwehr vor einige Probleme gestellt', verriet Glander. Zwischendurch hieß es sogar 2:5. Doch die Seckenhauserinnen kämpften sich toll zurück. Mit dem Halbzeitpfiff traf Luise Budig zum 9:9-Ausgleich.

Nach der Pause gelang Melanie Dobbertin mit einem Konter das 10:9, ehe sich beide Teams neutralisierten. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende gingen die Preetzer mit 11:10 in Front. Aber die TSG steckte nie auf. Lena Breitsprecher war es dann vorbehalten, die beiden letzten Treffer zum 12:11-Endstand zu erzielen. 'Es freut mich für die Mannschaft, dass sie sich selbst belohnt hat. Jetzt ist der Knoten geplatzt', jubelte Glander. Der erste Bundesliga-Sieg wurde auf der anschließenden Halloween-Party dann mit dem gesamten Team gebührend gefeiert.

TSV Heiligenrode: Britta Sündermann (8), Gabi Brosowsky (5), Tatjana Erlewein (4), Jessica Pawlowski (3), Romina von Öhsen (2), Imke Meyer (1), Jördis Detken, Sinnika Zoric, Bianca Horstmann.

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst: Lena Breitsprecher (6), Anke Hilbig (3), Melanie Dobbertin (2), Luise Budig (1), Mareike Rieckers (1), Anna Tamsen, Michaela Böttger, Inga Sander, Nadine Wehrenberg, Sarah Kienker, Camilla Hahn, Christina Krohne, Desiree Risler.

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