Wirtschaftliche und organisatorische Probleme gelöst – am 2. Juli startet die zwölfte Auflage des African Football-Cups mit 16 Nationen Ein Stück bremischer Kultur

Bremen. Der „Ritterschlag“ kam vom Bürgermeister höchstpersönlich. „Der African Football-Cup ist ein echtes Stück bremischer Kultur geworden“, lobte Carsten Sieling am Ende der elften Auflage des Fußball-Turniers für in Bremen und umzu lebende Afrikaner im vergangenen Jahr.
24.06.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Klaus-Peter Berg

Bremen. Der „Ritterschlag“ kam vom Bürgermeister höchstpersönlich. „Der African Football-Cup ist ein echtes Stück bremischer Kultur geworden“, lobte Carsten Sieling am Ende der elften Auflage des Fußball-Turniers für in Bremen und umzu lebende Afrikaner im vergangenen Jahr. Mit Spielern aus 16 Nationen bestückt, ist es so etwas wie eine kleine Afrika-Meisterschaft. Zudem ist die Zahl der Zuschauer, vor allem am Finaltag, explosionsartig gestiegen. Nicht einige hundert, sondern mehr als tausend Besucher waren gekommen, um ihre Nationen bei den Spielen anzufeuern und ein farbenfrohes Fest zu feiern.

Jetzt aber wurde das immer größer werdende Ereignis zum Problem für den Pan Afrikanischen Kulturverein mit Chief Tala Awolola an der Spitze. Das Ortsamt West sprach von einer „überregionalen Veranstaltung“, dem das Ortsamt keine finanzielle Unterstützung mehr geben könne. Der Bremer Fußball-Verband schickt nun eigene Dreier-Teams zur Leitung der Spiele, die dem Veranstalter Extrakosten verursachen. Der Sanitätsdienst muss erweitert und verbessert werden. Die Polizei verlangt ein optimales Sicherheitskonzept, und Union 60 als Verwalter der Plätze in der Pauliner Marsch sah sich außerstande, die Sport- und Umkleideanlage erneut an allen fünf geplanten Spiel-Sonntagen im Juli (Beginn 2. Juli, Finale am 30. Juli) zur Verfügung zu stellen. „Eine der Begründungen war, dass wir nach den Spieltagen nicht gut genug aufgeräumt hätten“, bedauert Tala Awolola.

Es hätte nicht viel gefehlt, und der African Football-Cup wäre in diesem Jahr ausgefallen. Aber nachdem das Sportamt, die Polizei, Werder Bremen, Union 60 und andere Bereitschaft zur Unterstützung signalisiert hatten, kann das Spektakel doch durchgeführt werden. Allerdings werden die beiden ersten Vorrunden-Spieltage am 2. und 9. Juli auf der Sportanlage am Kuhhirten bei ATS Buntentor ausgetragen. Danach geht es wieder auf das bekannte Terrain in der Pauliner Marsch direkt neben dem großen Parkplatz.

Erneut sind 16 afrikanische Nationen-Teams am Start, die Vorjahressieger Ghana (2:0 gegen Togo) den Titel abjagen wollen. Diesmal nicht dabei sind Algerien, Angola und Sierra Leone. Dafür kommen Liberia, Mali und der Senegal zum Zuge. Burkina Faso, Elfenbeinküste, Eritrea, Gambia, Ghana, Guinea-Bissau, Guinea-Conakry, Kamerun, Nigeria, Republik Benin, Republik Kongo, Somalia und Togo vervollständigen das Teilnehmerfeld.

Für die Kinder steht diesmal an allen Tagen eine Hüpfburg zur Verfügung, die Morin Kamga Fabissie aus Kamerun, Geschäftsführer der kleinen Bremer Kaffeefirma Utamtsi, zur Verfügung stellt. „Er hat das im vergangenen Jahr versprochen und Wort gehalten“, freut sich Awolola. Doch ganz sorgenfrei ist der Chief nicht: „Noch werden Sponsoren gesucht, die uns wie auch immer unterstützen.“ Auch die Zuschauer sollen ihren Obolus entrichten. „Zwei Euro Spende für alle über 14 Jahre. Das sollte doch möglich sein“, hofft Awolola auf spendenfreudige Besucher.

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