C-Juniorinnen sind das Aushängeschild in der Handballabteilung der TuSG Ritterhude Ein Symbol für den Aufbruch

In der Handballabteilung der TuSG Ritterhude tut sich etwas. Das neue Aushängeschild des Vereins sind die C-Mädchen des Vereins in der Landesliga. Aber auch im Erwachsenbereich ist eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Sowohl die Damenriege als auch die Männermannschaft des Klubs klopfen als Tabellenführer der Stadtliga A zumindest an die Tür zur Bremenliga. Vielleicht kann der Verein in Zukunft wieder an alte Verbandsliga-Zeiten anknüpfen.
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Von Karsten Hollmann

In der Handballabteilung der TuSG Ritterhude tut sich etwas. Das neue Aushängeschild des Vereins sind die C-Mädchen des Vereins in der Landesliga. Aber auch im Erwachsenbereich ist eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Sowohl die Damenriege als auch die Männermannschaft des Klubs klopfen als Tabellenführer der Stadtliga A zumindest an die Tür zur Bremenliga. Vielleicht kann der Verein in Zukunft wieder an alte Verbandsliga-Zeiten anknüpfen.

Ritterhude. Wohl noch nie hat es im Landkreis Osterholz eine C-Juniorinnen-Mannschaft gegeben, die in der Handball-Landesliga, der höchstmöglichen Liga, aufläuft. Einen nicht eben kleinen Anteil am Erfolg der Nachwuchsspielerinnen der TuSG Ritterhude trägt Trainerin Michaela Hartwich. Diese hat die meisten Spielerinnen der Erfolgsriege bereits seit ein paar Jahren unter ihren Fittichen.

Die Handballerinnen um Torjägerin Kira Seebeck mischen als Aufsteiger auch in der Landesliga hervorragend mit. Dabei gehören sieben von elf Akteurinnen noch dem jüngeren Jahrgang 1999 an. Mit Nina Schnieder stammt nur eine Spielerin aus dem älteren Jahrgang, die auch zu den Haupttorschützinnen zählt.

Schnieder war vor der Saison zusammen mit Nadine Hülseberg vom TSV Meyenburg nach Ritterhude gewechselt. Bereits zuvor hatten sich Kira Seebeck und Eva Mües vom Hagener SV der TuSG Ritterhude angeschlossen. "Kira und Eva sind ungeschliffene Diamanten. Sie haben in den eineinhalb Jahren bei uns eine tolle Entwicklung hingelegt und sogar noch viel Luft nach oben", urteilt Michaela Hartwich. Nadine Hülseberg drohte zu Beginn der Saison noch aus der Bremer Landesauswahl zu fliegen, sei aus dieser aber inzwischen gar nicht mehr wegzudenken. "Auswahltrainerin Maren Gerster hat mir gesagt, dass sich Nadine voll reinhängt. Das macht uns sehr stolz", so Hartwich.

Schon länger bei der TuSG Ritterhude mit von der Partie sind Torhüterin Svenja Remme sowie Sarah Schütte, Pia Braasch, Milena Twesten, Annika Wall, Vivien Wruck und Sabrina Tietjen. Die Ritterhuderinnen steigerten sich kontinuierlich in den vergangenen Jahren. Ein Jahr nachdem sie den vorletzten Platz in der D-Juniorinnen-Kreisliga belegt hatten, spielten Pia Braasch und Co. als älterer Jahrgang mit einem Vorsprung von 60 Toren auf den Zweiten alle Gegner an die Wand. Dem Titelgewinn folgte der souveräne Masters-Sieg der vier besten Mannschaften der Liga sowie der Aufstieg in die Landesliga.

"Es ist schon toll, wie alle Spielerinnen mitziehen", lobt Hartwich ihre Schützlinge. Vor allem Annika Wall, Vivien Wruck und Milena Twesten hätten sich in den vergangenen Wochen und Monaten enorm gesteigert. "Milena Twesten hat richtig Zug zum Tor entwickelt", freut sich Hartwich. Die 43-Jährige bereitet als aktive Spielerin in der Damenformation gerade den Nährboden für die Zukunft der C-Juniorinnen. "Ich möchte auf jeden Fall noch so lange weitermachen, bis ich mit meinen Mädels zusammen in einer Mannschaft spiele", kündigt Michaela Hartwich an. Die Finanzbuchhalterin strebt als Leistungsträgerin kurzfristig erst mal den Aufstieg in die Bremenliga mit dem Damenteam von Trainer Danny Kästingschäfer an. Langfristig soll es aber wieder mindestens die Landes- oder die Verbandsliga mit den Frauen werden. "Wir wollen hier so etwas Ähnliches wie bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen aufbauen. Der Landkreis Osterholz soll wieder bekannt für Handball werden. Meine Mädels haben auch das Zeug, um in einigen Jahren mal in der Landes- oder in der Verbandsliga aufzulaufen", sagt die gelernte Industriekauffrau.

Dann soll auch spätestens wieder Annika Haase dabei sein, die sich vor dieser Serie den A-Juniorinnen des SV Werder Bremen anschloss und dort prompt zu einem Aktivposten wurde. "Wir hoffen, dass Annika wieder zu uns zurückkommt", betont Michaela Hartwich. Die Damen hätten auch bereits in dieser Saison in der Bremenliga mitmischen können. Doch die TuSG entschied sich freiwillig für die Stadtliga A. "Wir bauen jetzt erst mal ganz behutsam eine neue Mannschaft auf und wollen die jüngeren Spieler langsam heranführen. Noch können wir den Ausfall wichtiger Spielerinnen wie Kathrin Harjes im Rückraum nur schwer verkraften", teilt Michaela Hartwich mit.

Auch bei den Männern geht es steil bergauf. Nachdem die TuSG-Herren bereits in die B-Klasse verschwunden waren, klopfen sie nun als souveräner Tabellenführer der Stadtliga A an der Tür zur Bremenliga. Möglich machten diesen Aufschwung die Rückkehrer vom VSK Osterholz-Scharmbeck. An der Seite dieser Routiniers blühen auch die Youngster auf, die jahrelang so gut wie jedes Spiel verloren. "Wir haben richtig gute Qualität dazu bekommen. Die älteren Spieler können die jungen Akteure nun wunderbar führen", sagt Hartwich. Sie selbst hat die TuSG-Männerriege einige Jahre trainiert.

"Die meisten meiner jungen Spieler haben aber erst sehr spät mit dem Handballsport begonnen. Da fehlten oft acht Jahre Jugendarbeit. Wunder konnte ich da auch nicht bewirken", lässt die 43-Jährige wissen. Mittlerweile konzentriert sie sich aber ganz auf die C-Mädchen. "Wenn meine Knochen so lange mitmachen, werde ich auch noch mit den Mädels zusammen in einem Team auflaufen", prophezeit Michaela Hartwich.

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