Syker Moto-Cross-Fahrer Jascha Berg Ein Talent startet durch

Syke-Osterholz. Muffensausen kennt er nicht. 'Nö, Angst habe ich überhaupt nicht', meint Jascha Berg und blickt auf sein 65 Kubikzentimeter großes Motorrad, mit dem er kurz zuvor noch über die Sprungkombinationen des Hillmannrings in Osterholz gerast ist. Dabei ist der Syker erst zwölf Jahre alt und hat gerade seine erste Saison im Niedersachsen-Cup hinter sich - auf Anhieb allerdings Rang drei in der Endabrechnung belegt.
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Ein Talent startet durch
Von Malte Bürger

Syke-Osterholz. Muffensausen kennt er nicht. „Nö, Angst habe ich überhaupt nicht“, meint Jascha Berg und blickt auf sein 65 Kubikzentimeter großes Motorrad, mit dem er kurz zuvor noch über die Sprungkombinationen des Hillmannrings in Osterholz gerast ist. Dabei ist der Syker erst neun Jahre alt und hat gerade seine erste Saison im Niedersachsen-Cup hinter sich – auf Anhieb allerdings Rang drei in der Endabrechnung belegt.

Im Alter von vier Jahren hatte sich die Nachwuchshoffnung erstmals aufs Motorrad geschwungen, nachdem er zuvor beim ebenfalls motorsportbegeisterten Papa Thomas zugesehen hatte. Mittlerweile wurden die Rollen getauscht: Der Junior fährt, der Senior und gelernte Kfz-Mechaniker schraubt. Komplettiert wird das erfolgreiche Gespann von Mutter Elke, die am Streckenrand eifrig mitfiebert, wenngleich sie manchmal eine gewisse Angst beschleicht. „Die 50er gingen ja noch einigermaßen, aber jetzt bei 65 Kubik zittert man schon mehr mit“, gesteht sie.

Doch bislang ist der Filius stets glimpflich davongekommen, auch weil er nicht nur die Maschine, sondern auch sich selbst zu bremsen weiß, wie Vater Berg bekräftigt. „Im Rennen gibt er immer um die 98 Prozent, er muss nicht auf Krampf seinen Vordermann überholen, wenn es einfach nicht klappen will“, erläutert er. „Da bleibt er lieber zurück und versucht sich dann im Training zu verbessern.“

Da in Syke – auch auf dem Hillmannring in Osterholz – keine Übungsfahrten möglich sind, wird auf Kurse in Sulingen, Wildeshausen oder Wulsbüttel ausgewichen. „Jascha wird immer besser, weil er sich bei den anderen Fahrern sehr viel abguckt, außerdem lebt er für den Cross-Sport“, erklärt Mutter Elke. Selbst wenn der Motor einmal ausbleiben muss, braust Jascha auf seinem BMX-Rad durch die Gegend. Eine Leidenschaft, die er mit vielen anderen Fahrer des Niedersachsen-Cups teilt, die zwischen den Rennen der unterschiedlichen Altersklassen auf ihren unmotorisierten Zweirädern durch das Campingplatz-ähnliche Fahrerlager zischen.

Noch rasanter geht es nur auf dem Rundkurs zu. Unter den Augen der zahlreichen Zuschauer am Hillmannring erwischt der Neunjährige im ersten Wertungslauf einen guten Start, auf dem dritten Platz liegend nimmt er die ersten Kurven und Hügel. Bis zum Zieleinlauf hält er diese Platzierung und lässt sich die Stimmung nicht dadurch verhageln, dass es nicht für den Sprung nach ganz vorn gereicht hat. „Es hat trotzdem Spaß gemacht, und besser hätte ich auch nichts machen können“, meint er.

Ohnehin überwiegt die Freude, dass die Wettkampfsaison derart positiv verlaufen ist – dabei war zunächst eigentlich nur ein einziges Rennen geplant. „Jascha entscheidet, was und wo er fährt“, schildert Elke Berg. „Nach dem guten ersten Rennen im Frühjahr hat er gesagt: ,Und jetzt fahren wir die ganze Serie’.“

Ein Schritt, der sich gelohnt hat, mittlerweile sind einige Sponsoren auf den Youngster aufmerksam geworden, versuchen sein vorhandenes Talent zu fördern. Und vielleicht hat der Viertklässler dann irgendwann sein großes Ziel erreicht. „Ich will unbedingt mal zur Weltmeisterschaft“, erzählt er und strahlt seine Eltern an.

Wann das allerdings soweit sein wird, kann er selbst noch nicht beantworten, aber Jascha Berg wird die Bremse schon rechtzeitig lösen.

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