Nachwuchsjudoka der TuSG Ritterhude genießen besinnliche Weihnachtsfeier und absolvieren erfolgreich Gürtelprüfung

Ein tolles Wochenende gekrönt

Ritterhude. Ganz schön viel los bei der Judo-Abteilung der TuSG Ritterhude. Im Dezember trugen die Nachwuchs-Judoka spannende Vergleichskämpfe mit ihren Freunden der ATSV Scharmbeckstotel aus.
08.01.2017, 00:00
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Ritterhude. Ganz schön viel los bei der Judo-Abteilung der TuSG Ritterhude. Im Dezember trugen die Nachwuchs-Judoka spannende Vergleichskämpfe mit ihren Freunden der ATSV Scharmbeckstotel aus. Anschließend gab es auf der Weihnachtsfeier zahlreiche Geschenke für die Kinder beider Vereine. In die Rolle des Weihnachtsmanns schlüpfte Manuela. Die Verantwortlichen der TuSG sind ihr dafür sehr dankbar. Ein weiteres Dankeschön gilt vonseiten der TuSG den Eltern der Kinder, die einen tollen Nachmittag mit Getränken, Kaffee und Kuchen in der Ritterhuder Rietsturnhalle organisierten.

Bei den Freundschaftskämpfen mit dem ATSV Scharmbeckstotel traf jeder Judoka auf mindestens drei bis vier Gegner. Die Kämpfe nutzten die Kinder, um ihre Technik zu verbessern und zu erweitern. Und sie ließen sich nicht zweimal bitten. Vor der Augen ihrer Eltern zeigten die Teilnehmer ihr Kämpferherz und demonstrierten tolle Zweikämpfe. Die Eltern schauten begeistert zu und feuerten ihren Nachwuchs frenetisch an.

Ein Sack voller Geschenke

Im Fokus stand für die Kinder und ihre Trainer die Kampfpraxis. Wenn mal ein Kampf verloren ging, gaben die Übungsleiter ihren Schützlingen wichtige Tipps. Ein Beispiel dafür Ronald Drews, amtierender Landeskampfrichter und Ritterhuder Trainer. Er fungierte sowohl als Trainer als auch als Kampfrichter. Er fand im Anschluss an die Kämpfe immer die richtigen Worte – für die Gewinner und Verlierer. Drews vertrat auch gleichzeitig die Nachwuchsjudoka aus Scharmbeckstotel, die er gemeinsam mit Barbara Dierksen trainiert.

Als die Kämpfe in die Endrunde gingen, klopfte es an der Hallentür. Und zur Überraschung der Kinder ließ sich der Weihnachtsmann blicken. Natürlich mit Geschenken. Er freute sich über die vorgetragenen Gedichte und Lieder der Kinder und Jugendlichen. Vorweihnachtliche Stimmung kam in der Ritterhuder Rietshalle auf.

Die Augen der Judoka wurden dann ganz groß, als ihnen der Weihnachtsmann die Geschenke überreichte. Außerdem fragte der Weihnachtsmann, ob denn alle fleißig für die Gürtelprüfung am darauffolgenden Adventssonntag geübt hätten. An dem Sonntag stand nämlich noch die Prüfung zum nächsten Farbgürtel an.

Intensive Vorbereitung

Ob sich die Nachwuchs-Judoka ausreichend auf die Prüfung vorbereitet hatten, zeigte sich dann am vierten Advent. Mit Begeisterung und Freude, hier und da auch unter den Augen der aufmerksamen Eltern, nahmen die Kinder an der Prüfung für die nächsthöhere Gürtelfarbe teil.

Im Vorfeld bereitete das Trainertrio um Bernhard Lange, dem Judo-Übungsleiter Ronald Drews und Judoassistentin Melanie Günther die Kinder intensiv auf die anstehende Gürtelprüfung vor. Und der Tag der Entscheidung war gekommen.

Genau 18 Kinder stellten sich den Aufgaben der Prüfrichter. Diese Rolle übernahmen Dirk Hagedorn (3. Dan), Ronald Drews (1. Dan) und Bernhard Lange (6. Dan). Unterstützt wurde dieses Gespann von Übungsleiterin Melanie Günther.

Vor den Augen der Prüfer konnten die Kinder nachweisen, ob sie über die zurückliegenden Monate gute Arbeit geleistet haben. Und die harte Arbeite zahlte sich aus. Die Prüfer zeigten sich sehr zufrieden mit den dargebotenen Leistungen. Außerdem lobten sie alle Anwesenden für ihr tolles Engagement während der dreistündigen Prüfung.

Zum Abschluss erhielten alle Prüflinge ihre Gürtel, ihre Prüfungsurkunde sowie ihre wichtigen Judopässe. Alle Kinder hatten die Prüfung mit Bravour bestanden.

Dirk Hagedorn, Judo-Abteilungsleiter und Prüfer, lobte die Kinder und Jugendlichen für ihre ausgezeichneten Leistungen und hob die Arbeit des Trainer-Trios hervor. Außerdem erwähnte Bernard Lange, dass jetzt immer mehr bunte Farben auf der Judomatte ins Spiel kommen würden und die sich vor zwei Jahren neu eröffnete Judoabteilung immer weiter festigt.

„Inwieweit werden wir sehen.Es sind junge Menschen, die wir auch an den Wettkampf heranführen möchten. Aber erst nach reichlicher Vorbereitung und reiflicher Überlegung, werden wir mit dem Leiter der Abteilung, Dirk Hagedorn, und den Trainern Ronald Drews und Melanie Günther sehen, wie weit der judotechnische Stand möglicher Teilnehmer ist. Die geistige und körperliche Entwicklung ist hier entscheidend. Ich verheize keine Kinder und Jugendlichen wegen möglicher Wettkampferfolge. Hier gehe ich nach meinen Erfahrungen im normalen Alltagstraining und im Wettkampftraining vor. Zudem weiß ich, welch ein tolles Gefühl es für einen Sportler ist, vielleicht einmal auf dem Siegertreppchen zu stehen. Viele erzählen sicherlich ein ganzes Leben davon. Aber wie schon gesagt, nicht um jeden Preis. In jedem Kind schlummern Talente, die es zu entdecken gilt. Das ist so im Sport und vielen anderen Lebensbereichen. Die meisten von uns haben gelernt, zu glauben, dass wir in unserer Trainingsarbeit unser Bestes geben, weil wir im Wettbewerb mit anderen stehen und, dass wir ohne Konkurrenz fett, faul und mittelmäßig würden. Es ist eine unbewiesene Annahme, die in unserer Gesellschaft sehr verbreitet ist. Und sie ist falsch!“

Erfolgreiche Prüflinge

Diese Kids haben mit Erfolg an der Prüfung teilgenommen: Weiß-Gelb-Gürtel: Nikkels Pieper, Tammo Renner; Gelb-Gürtel: Alexander Fuchs, Niclas Lau, Maikel Seel; Gelb-Orange-Gürtel: Lasse Bertram, Kiran Damian Biskup, Damon Dörwald, Leon Gobel, Ben Jonte Großstück, Liam Haumersen, Jan Lummel, Jan-Luca Müller, Aike Nerger, Jonas Raschke, Sam Schymanek, Leon Samuel Szameitat, Moritz Wichmann.

Judo bietet Kindern Körperkontrolle bei viel Spaß. Die Kinder können sich austoben, ihre Kräfte messen und ihre Koordinationsfähigkeit verbessern. Im gleichen Atemzug lernen sie aber auch diszipliniert mitzutrainieren. Beide Arme und Beine führen zeitgleich verschiedene – auch gegenläufige – Bewegungen aus. So lernen Kinder mit ihrem Körper umzugehen. Aus diesem Grund empfehlen Sportärzte das Judotraining auch häufig schon in frühen Jahren. Darüber hinaus eignet sich Judo gut zur Übung von Disziplin und Geduld, weil der Sport klaren Regeln unterliegt. Fallübungen, die im Training gelehrt werden, sind nicht nur unverzichtbar für Wurftechniken, sondern können auch bei Stürzen im Alltag sehr nützlich sein. Vor allen Dingen jedoch macht das Training jedoch eines: sehr viel Spaß.

Den Regeln folgen

Judo ist auch Selbstverteidigung. Die TuSG Ritterhude hat im Laufe der Jahre feststellen können, dass den Kindern nicht nur die Bewegung gut tut, sondern sie durch Judo und verschiedenen asiatischen Weisheiten auch lernen, Regeln zu akzeptieren. Berührungsängste werden überwunden. Sie lernen ihren eigenen Körper kennen, ihn zu kontrollieren. Der Partner wird auch als „Gegner“ im Wettkampf akzeptiert. Sie lernen wie man gewinnt, aber auch zu verlieren und dabei fair zu sein. Selbst verhaltensauffällige Kinder arbeiteten, wenn sie sich vorher beim Sport ausgepowert hätten, wesentlich konzentrierter mit. Alle Griffe und Techniken sind aus der Selbstverteidigung (Jiu Jitsu) entstanden. Judo ist eine eigenständige wunderbare Sportart.

Trotz der Ausrichtung des großen Internationalen Ritterhuder Judo-Hamme-Pokals nimmt der Breitensportgedanke im Trainingsalltag einen großen Platz ein. Die Judo-Kinder werden über die Zeit freiwillig ohne jeglichen Zwang oder Druck an den allgemeinen Wettkampf herangeführt. Dieser soll bei allen Ehrgeiz den Teilnehmern Spaß und Freude bringen, aber auch den Willen durch „Nachgeben siegen“ fördern. „Wir spielen Judo!“, heißt es vom TuSG Ritterhude.

Weitere Informationen zum Judo bei der TuSG Ritterhude gibt es auf der Internetseite unter www.tusg-ritterhude.de in der Rubrik Judo.

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