Handball

Ein unglückliches Ende

Die HSG Stuhr kassiert drei Sekunden vor Schluss das 24:25 gegen die HSG Delmenhorst II und muss weiterhin auf den zweiten Saisonsieg warten.
17.11.2019, 16:13
Lesedauer: 2 Min
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Von Jürgen Prütt
Ein unglückliches Ende

Weil bei den Stuhrern einige Spieler kurzfristig passen mussten, reaktivierte HSG-Coach Sven Engelmann Oliver Link (am Ball), der sich trotz 24:25-Niederlage gegen die HSG Delmenhorst II als Belebung für das Rückraumspiel der Kreisdiepholzer erwies.

Jonas Kako

Die HSG Stuhr wartet in der Handball-Landesliga der Männer weiter auf den zweiten Saisonsieg. In einer engen Partie verloren die Mannen von Trainer Sven Engelmann bei der HSG Delmenhorst II mit 24:25 (10:11). Dabei hatten die Stuhrer es in der Endphase in der Hand. Nachdem Robert Gums zum 24:24 ausgeglichen hatte, war die HSG 40 Sekunden vor dem Ende wieder in Ballbesitz gekommen. Sven Engelmann nutzte die Chance zu einem Team-Timeout. Der vermeintlich letzte Angriff der Partie wurde besprochen, der zweite Saisonsieg schien greifbar. Doch es kam anders: Delmenhorst kam noch einmal an das Leder und drei Sekunden vor der Schlusssirene gelang Christoph Meyer-Ebrecht der Lucky Punch für die Oberliga-Reserve. Die nötige Routine habe gefehlt, klagte Engelmann nach der fünften Pleite im siebten Spiel.

Nachdem aufseiten der Gäste nach Malte Hamsch (verletzt) auch noch Jan Burgdorf berufsbedingt passen musste, hatte Sven Engelmann kurzfristig Oliver Link reaktiviert. Link, der aktuell eine Handballpause einlegt, erwies sich als Belebung für das Rückraumspiel der Kreisdiepholzer. Vier Tore standen für den flinken Mittelmann nach 60 Minuten zu Buche. Eine Rückkehr in den Kader ist allerdings keine Option. Sven Engelmann: „Oliver nimmt nicht am Training teil. Wenn Not am Mann ist, dann hilft er – vorausgesetzt es passt zeitlich – gerne aus. Am Sonnabend war das der Fall.“ Florian Peters und Sebastian Beckmann hatten mit ihren Toren aus Sicht der Engelmann-Sieben für einen perfekten Start gesorgt – 3:0 (4.). Den Vorsprung verteidigten die Gäste bis zum 6:5 durch Malte Blume in der 17. Spielminute.

Im weiteren Verlauf wanderte die Führung zu den Gastgebern. Erneut Blume zeichnete für den Halbzeitstand verantwortlich. Nach Wiederanpfiff blieb es eine Begegnung auf Augenhöhe. In der 50. Spielminute traf Fabian Stapper zum 21:19 für die HSG. Am Ende jubelten dann aber doch die Akteure von der Delme über den dritten Sieg in der aktuellen Spielzeit. HSG-Coach Engelmann habe von Beginn an gesagt, dass man den Blick in dieser Saison nach unten richten müsse. Von der kämpferischen Seite gebe es auch dieses Mal keinen Grund zur Kritik. „Alle ziehen mit. Wir arbeiten gut und werden uns dafür auch wieder belohnen.“ Am kommenden Wochenende geht es für die HSG zum VfL Fredenebck III. Engelmann: „Gefühlt haben wir in der Geestlandhalle noch nie gewonnen. Wir fahren da locker hin, machen unser Ding, und gucken, was nach 60 Minuten dabei herauskommen wird.“

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