TSC Hansa Syke

Eine besondere Herausforderung

Hinter den Tänzern des TSC liegt eine schwierige Zeit. Zahlreiche Abgänge hatte das Team um Trainer Michael Haas zu verzeichnen. Nun starten die Syker mit sechs Paaren in der Regionalliga Nord Latein.
30.01.2019, 18:30
Lesedauer: 2 Min
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Eine besondere Herausforderung
Von Nastassja Nadolska
Eine besondere Herausforderung

Am kommenden Sonntag wird es für das A-Team des TSC Hansa Syke in der Regionalliga Nord Latein ernst.

Michael Buck

Syke. In der Olympiahalle in Syke herrscht Wettkampfstimmung. Dramatische Musik ertönt aus den Boxen und die Tänzer des TSC Hansa Syke legen los. Schritt für Schritt, Takt für Takt setzen sie ihre Choreografie um. Geschmeidig und kraftvoll gleiten sie über den Hallenboden, die schwarzen Federröcke und das weiße glitzernde Oberteil der Frauen sowie das schwarze Kostüm mit glitzernden Applikationen aus Strass bilden dabei ein harmonisches Bild.

Nach etwa sechs Minuten ist alles schon wieder vorbei. Die Generalprobe für den Ligastart in der Regionalliga Nord Latein am kommenden Sonntag in Buchholz ist den Tänzern aus Sicht des TSC-Coaches Michael Haas geglückt. „Für die Generalprobe war das heute in Ordnung. Wir müssen lediglich an unserer Synchronität arbeiten“, sagt Haas, der die Tänzer seit Sommer vergangenen Jahres gemeinsam mit Alexej Keil betreut.

Wie auch in den vergangenen zwei Jahren heißt das Thema, das die Regionalliga-Formation in dieser Saison darbieten wird, „Soar“. „Soar“ bedeutet aus dem Englischen übersetzt etwa „aufsteigen“, „aufstreben“. Ein Ziel, das sich die Tänzer aus Syke für die Saison gerne gesetzt hätten. Realistisch gesehen müssen sie wohl eher um den Verbleib in der Liga kämpfen. „Da wir nur mit sechs statt mit acht Paaren in die Saison gehen, wird es richtig schwer für uns. Wir müssen viel mehr arbeiten, weil die Kampfrichter der Meinung sind, dass es zu sechst einfacher ist. Dem ist aber nicht so“, sagt TSC-Kapitän Carsten Kotzott.

Enger zusammengerückt

Das Team hatte es in den vergangenen Monaten nicht leicht, musste es doch zahlreiche Abgänge verkraften. „Zum Schluss wussten wir gar nicht, ob wir überhaupt antreten können, weil uns ein Pärchen erst fünf Wochen vor dem Ligastart verlassen hatte“, sagt Kotzott. Sergej Keil, der jahrelang beim TSC Hansa Syke tanzte, schloss sich aufgrund der Notsituation dem Team wieder an. „Nach der ganzen Zeit sind wir froh, dass wir überhaupt tanzen können“, betont Kotzott.

Die schwierige Zeit hat das Team aus Sicht des Kapitäns gut überstanden. „Wir sind auf jeden Fall viel näher zusammengerückt.“ Auch die Generalprobe ist gut verlaufen – und das trotz einiger Fehler, „die aber dazugehören, weil es sonst Unglück bringt“, verrät Kotzott schmunzelnd.

An einen Ligaverbleib glaubt er aber nicht. „Das ist eigentlich fast unmöglich. Wir müssten noch mehr arbeiten, um die anderen Mannschaften zu übertrumpfen. Deswegen ist es in erster Linie für uns wichtig, eine zufriedenstellende Choreo auf das Parkett zu bringen“, sagt Kotzott.

Trainer Haas bezeichnete die Zeit ebenfalls als besonders schwierig, auch für ihn persönlich: „Ich bin seit 20 Jahren als Trainer tätig und habe schon vieles erlebt. Dennoch überprüft man sich in solchen Situationen selber und hinterfragt sich auch. Aber das gehört nun mal dazu.“ Ein richtiges Ziel hat sich der Hamburger für die Saison nicht gesetzt. „Mir geht es darum, die Leidenschaft der Tänzer blühen zu lassen.“ Aber auch der Ligaverbleib gehört auf die Liste des TSC-Coaches.

Mit Christian Ehrlich hat sich dazu noch ein Neuling aus den eigenen Reihen dem A-Team angeschlossen. Zuvor hatte er zwei Jahre in der Anfänger-Liga für die B-Formation der Syker getanzt. „Es ist schon ziemlich aufregend und für mich natürlich etwas ganz neues. Gerade zu Anfang war ich ziemlich nervös, aber mittlerweile geht es“, sagt Ehrlich mit einem leichten Grinsen im Gesicht.

Weitere Informationen

Turnierdaten

Regionalliga Nord Latein

3. Februar: Buchholz

10. März: Syke

16. März: Bremen

23. März: Verden

6. April: Kiel NKN

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