Fußball-A-Junioren des SC Weyhe haben beim 0:4 in Norderstedt nichts zu bestellen / Damsch frustriert

Eine Frage der Einstellung

Weyhe.Jürgen Damsch war frustriert, verärgert, richtiggehend sauer. Seine Fußball-A-Junioren des SC Weyhe hatten soeben in der Regionalliga Nord beim FC Eintracht Norderstedt eine 0:4 (0:1)-Packung kassiert, die wenig Anlass zu Diskussionen gab.
10.03.2014, 00:00
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Eine Frage der Einstellung
Von Jens Hoffmann

Jürgen Damsch war frustriert, verärgert, richtiggehend sauer. Seine Fußball-A-Junioren des SC Weyhe hatten soeben in der Regionalliga Nord beim FC Eintracht Norderstedt eine 0:4 (0:1)-Packung kassiert, die wenig Anlass zu Diskussionen gab. Zu eindeutig verlief das Ganze. Und so war es auch weniger die Niederlage als solche, die Damsch beschäftigte – „schließlich ist Norderstedt eine super Mannschaft“ –, als vielmehr deren Zustandekommen.

Der SCW-Coach vermisste bei den Seinen die passende Einstellung. „Es kann nicht sein, dass wir mit 0:4 verlieren und einige Spieler in der Kabine und später im Bus schon wieder lachen und singen“, polterte Damsch. Es nagte gehörig an ihm, er fand deutliche Worte: „Bei einigen vermisse ich die individuelle Klasse“, monierte er und sprach von technischen Defiziten, speziell bei der Ballan- und -mitnahme. Kurzum: Den Gastgebern wurde es ziemlich leicht gemacht. Sie feierten nach Treffern von Julian Tobias Mentz (45.), Ümit Karakaya (56.) und Enrik Nrecaj (60. Foulelfmeter/79.) einen ebenso hohen wie ungefährdeten Sieg.

Von den Weyhern, die als Tabellenelfter gegen den Abstieg kämpfen, kam (zu) wenig. „Vor der Pause haben wir zumindest noch probiert, die Räume eng und es dem Gegner etwas schwerer zu machen“, berichtete Damsch, ohne von diesen Versuchen besonders angetan gewesen zu sein: „Der totale Einsatz hat schon in dieser Phase gefehlt.“ Weyhe lief meistens dem Geschehen hinterher, diskutierte oft und handelte wenig. Dabei waren es die Gäste, die die Möglichkeit zur Führung besaßen, aber Marco Braakmann traf nur die Latte (30.). Ansonsten lief nicht viel zusammen. „Das ist auch eine Charakterfrage“, wollte Jürgen Damsch nicht unerwähnt lassen.

Nach der Pause häuften sich die Ballverluste, blieben etliche Akteure nach verlorenen Zweikämpfen einfach stehen, anstatt nachzusetzen. Norderstedt agierte genau gegenteilig und ließ keinen Zweifel am Erfolg aufkommen.

Jürgen Damsch hatte am Ende jedenfalls genug gesehen. „Die Spieler sollen sich selbst überlegen, was sie falsch gemacht haben“, sagte er. „Sie sollen sich hinterfragen“ – und Antworten liefern.

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