Handball-Oberliga Eine Lücke reißen

Die SG Achim/Baden empfängt am Sonnabend den SV Beckdorf. Somit geht es für die Weserstädter gegen den Tabellennachbarn sowie Ex-Trainer Steffen Aevermann.
11.01.2018, 16:36
Lesedauer: 2 Min
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Eine Lücke reißen
Von Florian Cordes

Achim. Der Auftakt ins Jahr 2018 hätte für die SG Achim/Baden – zumindest vom Ergebnis her – besser verlaufen können. Denn bei der HSG Barnstorf/Diepholz setzte es eine knappe 33:34-Niederlage. Die Leistung, die seine Mannschaft bei dem Topteam der Handball-Oberliga Nordsee gezeigt hat, habe aber dennoch dafür gesorgt, dass seine Spieler Selbstvertrauen getankt haben, meint SG-Trainer Tobias Naumann. Mit diesem frischen Selbstbewusstsein gehen die Achimer nun in ihr erstes Heimspiel des neuen Jahres. In der Gymnasiumhalle empfängt die Spielgemeinschaft den SV Beckdorf (Anpfiff um 19 Uhr).

In der vergangenen Saison waren die Beckdorfer noch eine Etage höher unterwegs. Doch nach dem Abstieg aus der 3. Liga spielt der SVB nicht gleich wieder um die Meisterschaft in der Nordsee-Liga mit. Beckdorf steht auf Tabellenplatz neun und ist im Tableau der Nachbar der Achimer. Die SG nimmt Rang acht ein. „Dass die Beckdorfer dort stehen, wo sie jetzt stehen, hat wohl kaum jemand vor der Saison erwartet“, sagt Naumann. „Dennoch ist das eine gefährliche Mannschaft. Beckdorf hat definitiv eine gute Truppe. Dieses Team kann sich sicherlich zum Positiven entwickeln.“ Den Anfang müsse der SVB aber nicht unbedingt in der Achimer Gymnasiumhalle machen, sagt Tobias Naumann schmunzelnd.

Der SG-Trainer sagt zwar, dass er den Zuschauern auch ein schönes Spiel bieten möchte, „das Wichtigste ist aber, dass wir diese Partie gewinnen“, fordert der Coach. „Denn es geht gegen einen direkten Konkurrenten.“ Davon haben die Achimer derzeit einige: Den Tabellenvierten TuS Rotenburg und den TV Neerstedt auf Position zehn trennen gerade einmal vier Punkte. Für die Spannung der Liga ist das breite Mittelfeld vorteilhaft. Es gibt aber auch eine Kehrseite, findet Naumann. „Dass es so eng zugeht, ist Fluch und Segen zugleich“, sagt der SG-Trainer. „Wir dürfen auf keinen Fall den Kontakt zu den Mannschaften vor uns verlieren.“ Das könnte bei einer Niederlage gegen Beckdorf drohen. Vor allem, wenn der Blick sich auf den weiteren Spielplan richtet. Dort steht nämlich, dass die SG Achim/Baden in der kommenden Woche beim Spitzenreiter und Drittliga-Absteiger SG VTB/Altjührden auflaufen muss.

Tobias Naumann bevorzugt jedoch ein komplett anderes Szenario. Er will das Heimspiel gegen Beckdorf mit aller Macht gewinnen. „Siegen wir, könnten wir zu den Mannschaften hinter uns eine kleine Lücke reißen. Der Vorsprung gegenüber Beckdorf würde dann schon einmal vier Punkte betragen“, rechnet der Trainer der Gastgeber vor. Zwei Spieler der SG werden am Sonnabend aber nicht dabei sein. Dennis Summa muss weiterhin wegen seiner lädierten Schulter aussetzen, Steffen Fastenau ist privat verhindert.

Die Partie bringt noch eine Besonderheit mit sich: Auf der Bank der Gäste sitzt mit Steffen Aevermann der Vorgänger von Tobias Naumann. Die SG Achim/Baden hatte sich im Dezember 2016 von Aevermann getrennt, Naumann übernahm für den jetzigen Coach der Beckdorfer. Diese Konstellation spiele in seinen Gedanken allerdings keine Rolle, meint Naumann. Und auch seine Spieler hätten sich nicht allzu viel damit beschäftigt, dass sie auf ihren früheren Trainer treffen. Dafür ist auch kein Platz. Denn viel zu sehr konzentrieren sich die Achimer auf das eine Ziel: Die Lücke zum SV Beckdorf soll sich ein kleines Stück auftun.

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