SG Marßel: René Damaschke hat seinen Kader für die Bezirksliga-Rückrunde komplett / Sechs Neuzugänge Eine neue, alte Ära

Marßel. Beim Schach würde man wohl "Große Rochade" dazu sagen. "Bäumchen wechsel Dich" würde es ebenfalls ganz gut beschreiben, was in dieser Winterpause bei Fußball-Bezirksligist SG Marßel los war. Fünf Abgänge, sechs Neuzugänge, dazu ein komplett neues Trainerteam. "Umbruch" oder "Zäsur" nennt man so etwas in Fußballerkreisen. Marßels neuer Trainer René Damaschke geht sogar noch einen Schritt weiter: "Jetzt fängt eine neue Ära an."
12.01.2011, 05:00
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Eine neue, alte Ära
Von Tobias Dohr

Marßel. Beim Schach würde man wohl "Große Rochade" dazu sagen. "Bäumchen wechsel Dich" würde es ebenfalls ganz gut beschreiben, was in dieser Winterpause bei Fußball-Bezirksligist SG Marßel los war. Fünf Abgänge, sechs Neuzugänge, dazu ein komplett neues Trainerteam. "Umbruch" oder "Zäsur" nennt man so etwas in Fußballerkreisen. Marßels neuer Trainer René Damaschke geht sogar noch einen Schritt weiter: "Jetzt fängt eine neue Ära an."

Der neue, alte SGM-Coach ist heiß auf die Rückrunde - und ist sich sicher, dass nach all der Unruhe der vergangenen Wochen sein Team nun deutlich stärker aufgestellt ist. Mit Chadi Abdul Wahed, Thomas Kwoczalla, Sascha Köhler, Andreas Meger und Pascal Plikat verließen gemeinsam mit dem scheidenden Torsten Plikat gleich fünf Marßeler Spieler die SG in Richtung ASV Ihlpohl. Doch Damaschke scheint seine Hausaufgaben gemacht zu haben: Die personelle Planung für die Rückrunde ist jedenfalls weitgehend abgeschlossen. "Von den fünf Abgängen waren ja im Prinzip nur zwei Stammspieler", weint der neue Mann auf der Kommandobrücke den scheidenden Spielern keine Träne nach. Im Gegenteil: "Von der Qualität her haben wir uns sogar gesteigert."

Besonders in Rückkehrer Damian Pilczuk setzt Damaschke große Hoffnungen. Der Offensivakteur war 2009 von Marßel aus zum Bremer SV gewechselt und hatte sich zu Beginn der neuen Saison dann dem niedersächsischen Landesligisten TB Uphusen angeschlossen. Nun kehrt er zurück in den Bremer Norden. Das gleiche gilt für Stürmer Sabih Zarouni, den Damaschke ebenfalls noch aus der gemeinsamen (erfolgreichen) Zeit in Marßel kennt, und der bis zum Sommer bei Landesligist SV Grohn kickte.

Ebenfalls neu: Die beiden Torhüter Güney Yilmaz (SV Eintracht Aumund) und Marcel Steffen (SV Grohn) sowie Murat Dingil (SV Türkspor). Ein unbeschriebenes Blatt ist zudem der vereinslose Attila Dewecioglu, der vor einigen Jahren allerdings dem A-Jugend-Bundesligakader von Union 60 angehörte und nun wieder mit dem Vereinsfußball beginnen möchte - und sich eventuell als Rohdiamant entpuppen könnte.

Nur zu gerne hätte Damaschke noch einen alten Bekannten nach Marßel zurückgeholt, doch Tobias Schievelbein wird sich noch ein halbes Jahr gedulden müssen. "Er will zu uns, ist aber erst eine Option für den Sommer", erklärt Damaschke. Um die sich abzuzeichnenen Probleme mit der Freigabe zu vermeiden, entschlossen sich Spieler und Trainer, dass Schievelbein bis Juni noch bei seinem jetzigen Verein SV Grambke-Oslebshausen die Landesliga-Saison zu Ende spielt.

Nichtsdestotrotz glaubt Damaschke, nun einen Kader beisammen zu haben, der "in der Bezirksliga kaum stärker geht". Deshalb hat der neue Coach auch ein klares Ziel formuliert: "Wir können ja nicht sagen: Wir wollen nicht absteigen. Nein, wir visieren einen der beiden Aufstiegsplätze an." Bereits am gestrigen Dienstag bat René Damaschke sein Team zum ersten Training - früher, als fast alle anderen Nordbremer Mannschaften. "Aber wir haben ja auch einige Neue zu integrieren." Testspiele gegen die SG Aumund-Vegesack II, SV Eintracht Aumund und den ATSV Scharmbeckstotel stehen bereits fest.

Nachkarten in Richtung Torsten Plikat will Damaschke nicht mehr, wenngleich er zu bedenken gibt, dass es sicherlich nicht gerade glücklich sei, wenn man als Trainer zur Winterpause den Verein wechselt und dann auch noch fünf Spieler mitnimmt. Aber alles in allem habe man sich nun vernünftig getrennt. So erhalten auch alle Spieler die Freigabe. "Ich wünsche Torsten viel Glück beim ASV Ihlpohl", sagt Damaschke. Viel mehr will er zu dem Thema dann aber doch nicht mehr sagen. Es ist eben ein großer Umbruch, der da bei der SG Marßel stattgefunden hat. Außerplanmäßig zwar, doch dafür wird jetzt umso mehr nach vorne geschaut.

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