Vorjahresletzter TSV Meyenburg will sich diesmal sportlich retten / Neuzugänge aus der aufgelösten Reserve Eine neue Chance in der Kreisoberliga

Meyenburg. Das Motto der Kreisoberliga-Handballerinnen des TSV Meyenburg beim Erntefestumzug in Schwanewede hatte für die bevorstehende Spielzeit nur bedingt sportlichen Bezug: Sie tanzten auf dem festlich geschmückten Wagen in fetziger Kluft Rock'n'Roll.
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Von OLAF KOWALZIK

Meyenburg. Das Motto der Kreisoberliga-Handballerinnen des TSV Meyenburg beim Erntefestumzug in Schwanewede hatte für die bevorstehende Spielzeit nur bedingt sportlichen Bezug: Sie tanzten auf dem festlich geschmückten Wagen in fetziger Kluft Rock'n'Roll.

Eher in Richtung Softrock dürfte der Liga-Alltag gehen, der Sonnabend um 18 Uhr mit dem Gastspiel beim SV Werder Bremen III beginnt. "Der achte Platz wäre schon klasse", schlägt der Meyenburger Trainer Andreas Bräuer sanftere Töne als auf dem Wagen gehört an.

Aber immerhin wäre es kein Langsamer Walzer wie in der vergangenen Saison. Da war der TSV Meyenburg nämlich als Tabellenletzter quasi schon abgestiegen und nur deshalb in der Kreisoberliga geblieben, weil die Spielklasse aufgestockt wurde und es nicht genug freiwillige Aufsteiger aus der Kreisliga gab. Bei sechs Niederlagen mit nicht mehr als zwei Toren Differenz und nur drei Punkten Abstand zum Tabellensiebten erscheint die Kluft zur direkten Konkurrenz aber alles andere als unüberbrückbar.

"Daher haben wir uns auch entschieden, in der Kreisoberliga zu bleiben. Gerade, um unseren jungen Spielerinnen einen Anreiz zu geben, in einer höheren Spielklasse Erfahrungen zu sammeln", gibt Andreas Bräuer zu verstehen. Und junge Spielerinnen hat er für die aktuelle Saison einige in seinem Kader übernommen. Da sich die zweite Mannschaft in der Kreisklasse aufgelöst hat, nahm der Übungsleiter der Meyenburger nicht weniger als sechs neue Spielerinnen mit in seinem Kader auf.

Der personelle Segen war für ihn aber auch lange Zeit zum Fluch geworden, da der Schwebezustand der Reserve erst Anfang Juli geklärt war. Danach waren die Sporthallen ferienbedingt dicht und die Urlaubsphase begann, sodass sich die Niedersachsen kaum auf ihre neue Spielzeit vorbereiten konnten. Außerdem musste so mancher Vorbereitungsgegner kurzfristig absagen, wodurch das Pokal-Aus gegen den Süd-Kreisoberligisten SG Achim/Baden (16:20) auch schon der einzige echte Härtetest war.

"Unsere Vorbereitung ist sehr schleppend gelaufen. Das wird sich in den ersten Spielen sicherlich noch widerspiegeln", glaubt der TSV-Coach. Dafür hofft er jedoch noch im Laufe des Herbstes auf die Rückkehr der Außenangreiferin Kathrin Drogi und seiner zentralen Abwehrchefin Christel Rohdenburg, die sich zu Beginn der vergangenen Spielzeit in die Mutterschaftspause verabschiedet hatten. Sie könnten die Routiniers wie Jutta Junge, Julia Eisenschmidt, Stefanie Wätje oder auch die Linkshänderin Catharina Blendermann zweifelsohne entlasten.

Dass allerdings auch die jüngeren Spielerinnen in die Bresche springen können, zeigt das Beispiel der 19-jährigen Annika Seebeck: Sie wurde in der vergangenen Saison am Kreis notgedrungen ins kalte Wasser geworfen und spielte dort und auch auf der zentralen Abwehrposition eine gute Rolle. Für alle anderen zum Nacheifern empfohlen. Und wenn es beim TSV Meyenburg trotz alledem nicht mit dem Klassenerhalt klappen sollte? "Dann wäre das für uns auch kein Beinbruch", wiegelt Andreas Bräuer in seinem dritten Trainerjahr beim TSV ab.

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