Leverkusen überzeugt in Mainz – 3:2 Eine starke Reaktion

Mainz. Die Schlägerei von Innenverteidiger Emir Spahic. Das kräftezehrende und frustrierende Pokal-Aus im Elfmeterschießen gegen den FC Bayern.
12.04.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Tobias Schächter

Die Schlägerei von Innenverteidiger Emir Spahic. Das kräftezehrende und frustrierende Pokal-Aus im Elfmeterschießen gegen den FC Bayern. Es waren keine guten Tage für Bayer Leverkusen, umso beeindruckender geriet der Auftritt beim 3:2-Sieg in Mainz. „Wie schon nach dem unglücklichen Aus in der Champions-League gegen Atletico Madrid hat die Mannschaft nach einem Tiefschlag wieder super reagiert. Dafür gebührt ihr höchster Respekt“, lobte Bayers Sportchef Rudi Völler. Und Trainer Roger Schmidt freute sich: „Wir zeigten eine super Arbeit gegen den Ball und ein starkes Umschaltspiel.“

Völler machte sogar einen Witz. Er könne nun bestimmt nicht schlafen. Schließlich war er, der ehemalige Weltklassestürmer, ja gerade von Bayer-Angreifer Stefan Kießling in der ewigen Torschürzenliste der Bundesliga überholt worden. Der Weltmeister von 1990 nahm das aber locker, er gönne das „dem Stefan“, sagte Völler. Kießling, der Mittelstürmer mit dem wilden Bart, dieser Catweazle der Stürmergilde, hat mit seinem 2:0 (60.) nun 133 Tore erzielt, eines mehr als Völler.

Es war ein Nachmittag mit einem großen Sieg und vielen kleinen Fußnoten für Bayer in Mainz. Torwart Bernd Leno hatte exakt um 16. 06 Uhr einen Steinzeit-Rekord eines seiner Vorgänger geknackt: 485 Minuten war Rüdiger Vollborn in der Saison 1983/84 ohne Gegentor geblieben. Und hätte Bayer in den letzten zwölf Minuten in Mainz nicht noch zwei Elfmetertore durch Ja-Cheol Koo hinnehmen müssen, Leno stünde statt mit 528 Minuten nun mit 540 ohne Einschlag im eigenen Kasten in den Vereinsannalen. Ein „bisschen stolz“ sei er schon auf den Rekord, gab Leno zu. In Leverkusen waren alle Spieler und Funktionäre nach dieser starken Leistung und den drei Punkten ziemlich stolz auf sich.

Der Mainzer Trainer Martin Schmidt resümierte: „Das Ergebnis ist fast ein bisschen schmeichelhaft für uns.“ Fast immer waren seine Spieler gedanklich einen Schritt langsamer als die wesentlich aggressiveren Leverkusener Spieler, denen die 120 Minuten im Pokal gegen die Bayern nicht anzumerken waren. Bevor die ungewohnt schläfrigen Mainzer überhaupt ins Spiel gekommen waren, stand es durch Heung-Min Son schon 1:0 (15.). Hakan Calhanoglu, der in der 73. Minute in unnachahmlicher Manier einen Freistoß zum 3:0 verwandelte, hatte Son in Szene gesetzt.

Die Leverkusener Innenverteidigung wirkte auch ohne den verletzten Spahic, der am Mittwoch einen Ordner mit einer Kopfnuss niedergestreckt hatte und dessen Rückkehr ins Team unwahrscheinlich ist, stark. Neben Ömer Toprak zeigte der junge Tin Jedvaj eine starke Leistung. Dass Jedvaj die Zukunft auf dieser Position bei Bayer gehören könnte, deutete auch Trainer Roger Schmidt an, er sagte: „Wir wissen, dass er ein guter Innenverteidiger ist. Es freut mich, dass er eine so gute Leistung bringen konnte.“

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