Dem Handball-Landesligisten TSV Morsum droht der zweite Abstieg in Folge / Neuer Trainer ist noch nicht gefunden Eine ungewisse Zukunft

Nach der Spielzeit 2013/2014 stand für die Handballer des TSV Morsum der Abstieg aus der Verbandsliga Nordsee. In dieser Saison droht dem Landesligisten das gleiche Schicksal. Der Klassenerhalt ist noch längst nicht gesichert. Auch die Nachfolgersuche für Coach Ingo Ehlers erweist sich als schwierige Aufgabe.
28.02.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Jürgen Prütt

Nach der Spielzeit 2013/2014 stand für die Handballer des TSV Morsum der Abstieg aus der Verbandsliga Nordsee. In dieser Saison droht dem Landesligisten das gleiche Schicksal. Der Klassenerhalt ist noch längst nicht gesichert. Auch die Nachfolgersuche für Coach Ingo Ehlers erweist sich als schwierige Aufgabe.

Nach zwei Niederlagen in Folge hat sich die Lage bei den Landesliga-Handballern des TSV Morsum zugespitzt. Bekommen die Ballwerfer um Trainer Ingo Ehlers nicht schnell die Kurve, dann droht der zweite Abstieg innerhalb von zwei Jahren. Dass man sich um den Verbleib in der Landesliga sorgen muss, ist aber nicht die einzige Baustelle beim Klub aus der Samtgemeinde Thedinghausen. Vielmehr macht die sportliche Talfahrt die Suche nach einem Nachfolger von Ingo Ehlers nicht einfacher. Morsums Coach hatte bereits frühzeitig verkündet, dass er für ein weiteres Jahr nicht zur Verfügung steht (wir berichteten).

„Die Mannschaft wartet auf ein Zeichen“, weiß Martin Eschkötter. Seit Montag ist der 53-jährige Versicherungskaufmann beim TSV Morsum nun auch offiziell erster Vorsitzender der Handballabteilung. Für Eschkötter, der beim TSV auch die erste Frauen-Mannschaft in der Landesliga trainiert, hat sich die Suche nach einem Ehlers-Nachfolger inzwischen als eine Herkulesaufgabe entpuppt. Dabei hat Eschkötter in den vergangenen Monaten einige Telefonate geführt. So richtig anbeißen wollte aber niemand aus der hiesigen Trainerszene: Manfred Ellmers, Thomas Müller, Karsten Krone, Götz Siegmeyer, Björn Härthe, Frank Janzen – Martin Eschkötter holte sich in den vergangenen Wochen einen Korb nach dem anderen.

Leer ist sein Zettel aber nicht. Wie der Funktionär verrät, hatte er diese Woche ein „gutes Gespräch“ mit einem weiteren Kandidaten. Einen Namen wollte Martin Eschkötter allerdings nicht aus dem Sack lassen: „In unserer jetzigen Situation erscheint es mir wenig hilfreich, wenn ich damit an die Öffentlichkeit gehe.“ Wie Morsums Handball-Chef erläutert, habe sich der Kandidat über das Wochenende Bedenkzeit erbeten.

Während die Gespräche mit einem potenziellen Trainer für ein paar Tage auf Eis liegen, hofft Martin Eschkötter auf positive Signale aus Horneburg, wo die Sieben von Ingo Ehlers morgen beim Tabellenletzten antritt. „Es wäre schon hilfreich, wenn das Team Ergebnisse präsentiert – und zwar positive.“ Der zweite Abstieg in Folge wäre für Eschkötter quasi ein Super-GAU. Wie er betont, sei es für den Verein immens wichtig, dass die Klasse gehalten wird. „Egal wie“, sagt der Vorsitzende. Richten soll es Trainer Ingo Ehlers auf seiner Abschiedstour derweil mit einem Kader, der im Laufe der Saison enorm an Qualität eingebüßt hat. Insbesondere der Abgang von Linkshänder Jannis Elfers (Studium in Irland) ist nicht zu kompensieren, zumal mit Steffen Fastenau eine weitere Führungskraft aufgrund seiner Dienstzeiten bei der Polizei nur eingeschränkt zur Verfügung steht. Wie Ehlers anmerkt, wird der Rückraumlinke von den kommenden sechs Partien nur eine bestreiten können.

Aufgrund der prekären Lage hätte sich Ingo Ehlers frühzeitiger eine Unterstützung aus der zweiten Mannschaft erhofft. Wie der Coach jedoch bedauert, seien entsprechende Gespräche vom Vorstand aus aber erst in dieser Woche geführt worden.

Wie viele Absteiger es am Ende der Spielzeit geben wird, ist aktuell noch nicht abzusehen. Hier gilt es die Entwicklung in der Verbandsliga Nordsee abzuwarten. Fest steht momentan nur eines – der TSV Morsum steht zehn Spieltage vor dem Ende der Landesliga-Saison 2014/15 scheinbar vor einer ungewissen Zukunft.

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