Vilsen dominiert das Kreispokalfinale, und der Youngster prägt das 3:1 entscheidend mit Einen Titel hat Salam Garaf bereits sicher

Sulingen. "Es ist mein bislang größtes fußballerisches Erlebnis", schilderte Ausnahmestürmer Salam Garaf vom SV Bruchhausen-Vilsen seine Gefühlslage nach dem 3:1 (2:0)-Erfolg im Finale des Kreispokals über den TuS Syke. Garaf wirkte sehr ruhig und gefasst. Erstaunlich bei einem Spieler, der gerade zwei Treffer selbst erzielt und einen vorbereitete hatte und mit gerade einmal 19 Jahren zum Matchwinner wurde.
18.06.2012, 05:00
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Von Sven Hermann

Sulingen. "Es ist mein bislang größtes fußballerisches Erlebnis", schilderte Ausnahmestürmer Salam Garaf vom SV Bruchhausen-Vilsen seine Gefühlslage nach dem 3:1 (2:0)-Erfolg im Finale des Kreispokals über den TuS Syke. Garaf wirkte sehr ruhig und gefasst. Erstaunlich bei einem Spieler, der gerade zwei Treffer selbst erzielt und einen vorbereitete hatte und mit gerade einmal 19 Jahren zum Matchwinner wurde.

Die Saison ist für den trickreichen Angreifer damit allerdings immer noch nicht beendet. Mit den A-Junioren der Vilser steht er im Bezirkspokalfinale und strebt dort am 23. Juni bei Arminia Hannover seinen nächsten Titel an. "Es ist ein gutes Gefühl. Ich habe das Ergebnis nicht so klar für uns erwartet", sagte Garaf. Auch auf seine Treffer angesprochen, reagierte der Torjäger recht nüchtern. "Da muss man schon Glück dabei haben", rückte Garaf die eigene Leistung in den Hintergrund. Diese konnte sich allerdings absolut sehen lassen.

Eine erste Kostprobe seines Könnens gab Garaf in der 35. Minute, als er cool zur Führung ins rechte Eck traf. Vorausgegangen war diesem Treffer eine schöne Kombination zwischen Matthias Hansack und Christian Riemenschneider, welcher Garaf schließlich in Szene setzte. Eben diese Marschroute, mit schnellen Kombinationen und Pässen in die Tiefe zum Erfolg zu kommen, hatte Interimscoach Andreas Mann seinen Schützlingen vor der Partie vermittelt. "Die Jungs haben das klasse gemacht", lobte Mann, der den bereits im Türkei-Urlaub weilenden Trainer Jörn Meyer vertrat. Der wurde während der Partie vom zweiten Interimscoach Fabian Schlechter bestens informiert. "Ich habe Jörn nach jedem Treffer Bescheid gegeben. Er war nach dem Schlusspfiff sehr stolz auf die Elf, wäre gerne dabei gewesen", verriet Schlechter.

Der heiße Draht zwischen Sulingen und Side glühte bereits in der 39. Minute wieder. Einmal mehr ließ Garaf die Syker Abwehr wie Statisten aussehen. Seine Hereingabe von der linken Seite lenkte Sykes Torhüter Gerrit Schmidt an den Querbalken. Riemenschneider lauerte mit dem Rücken zum Tor stehend auf den Abpraller und beförderte diesen aus der Drehung heraus zum 2:0 in die Maschen.

Vom TuS Syke war bis dahin wenig Konstruktives zu sehen. Nach dem dritten Vilser Treffer kurz nach der Pause war die Partie vor knapp 200 Zuschauern im Sulinger Sportpark eigentlich schon gelaufen. Mit einer Körpertäuschung vernaschte Garaf den Syker Marcel Arning und beförderte das Leder dann humorlos ins rechte Eck (47.). "Danach ließen wir die Köpfe schon ein wenig hängen. So, wie wir heute gespielt haben, haben wir den Kreispokalsieg auch nicht verdient", schilderte Sykes Spielertrainer Matthias Rose das Geschehen. Er selbst war nach der Halbzeit zum Zuschauen verdammt. "Eine alte Wadenverletzung brach wieder auf", sagte der scheidende Ex-Profi, der künftig die Geschicke beim TSV Fischerhude leiten wird.

Garaf indes hätte sein Torkonto noch weiter erhöhen können. In der 68. Minute vergab er völlig freistehend. Eine Minute später klärte Schmidt per Fußabwehr gegen Christian Mewes. Mewes hatte auch beim Nachschuss keinen Erfolg. Mehr als Ergebniskosmetik war der Anschlusstreffer von Ruslan Arify nicht (80.). Die Vilser konnte dieser späte Treffer nicht mehr schocken. Die befanden sich im Gefühl des sicheren Sieges bereits in Feierlaune. Sykes Rene Liebert sah noch Gelb-Rot (90. + 4). Für Vilsens Simon Röper war das nach dem Triumph 2001 mit dem TSV Süstedt bereits der zweite Pokalsieg in Sulingen, damals jedoch auf der Anlage des FC. "Sulingen ist anscheinend ein gutes Pflaster für mich", stellte der Kapitän lachend fest.

SV Bruchhausen-Vilsen: Kastendieck – M. Schröder, Mewes, N. Schröder, Sikut, Hansack (81.Hirsch), Röper, Müller, Garaf (88. Blome), Büntemeyer (61. Lampa), Riemenschneider.

TuS Syke: Schmidt – Arning (68. Häfker), Arify, G. Luyindula (61. Schönthal), Weseloh, Rose (46. Hoffmann), Kitow, Lange, Liebert, Hische, J.-C. Luyindula.

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