Fußball-Oberligist TB Uphusen reicht auch eine doppelte Überzahl nicht zum Sieg in Bersenbrück – 2:2 Einfach nur noch bitter

Bersenbrück. Es ist der nächste Rückschlag für den abstiegsbedrohten TB Uphusen. Der Fußball-Oberligist hielt beim TuS Bersenbrück nun wirklich alle Trümpfe in der Hand.
20.03.2017, 00:00
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Einfach nur noch bitter
Von Malte Bürger

Bersenbrück. Es ist der nächste Rückschlag für den abstiegsbedrohten TB Uphusen. Der Fußball-Oberligist hielt beim TuS Bersenbrück nun wirklich alle Trümpfe in der Hand. Gleich mit 2:0 führte die Mannschaft von Trainer Benedetto Muzzicato zwischenzeitlich, die Gastgeber mussten letztlich nach zwei Platzverweisen sogar zu neunt zu Ende spielen. Und doch: Nichts wurde aus dem erhofften Befreiungsschlag der Uphuser. In der Schlussphase kassierte das Team tatsächlich noch den Ausgleich zum 2:2 (2:0)-Endstand.

„Wir müssen uns hier eigentlich mit vielen Treffern in die Heimat verabschieden, aber das können wir einfach leider nicht“, sagte Benedetto Muzzicato. „Das war beinahe schon wahnwitzig, was wir aus unseren guten Chancen gemacht haben. Da haben wir mitunter die Eckfahne abgeschossen.“ Es waren gerade einmal sechs Minuten gespielt, da schien sich die Partie aus Sicht der Gäste in die richtige Richtung zu bewegen. Bersenbrück hatte im Spielaufbau den Ball verloren, Gerrit Menkhaus wusste den folgenden Konter des TBU nur noch mit einer Notbremse an Max Wilschrey zu stoppen. Schiedsrichter Benjamin Buth (Göttingen) zückte die Rote Karte.

So richtig überlegen agierte die Muzzicato-Elf danach nicht, Chancen gab es in der Folge auf beiden Seiten. TuS-Angreifer Burhan Akbulut traf die Latte (20.), im Gegenzug scheitert Bastian Helms am Torhüter (21.). So dauerte es bis zur 40. Minute, ehe Uphusen Kapital aus seiner Überzahl schlug. Burak Yigit bediente Max Wilschrey, der Winter-Neuzugang traf erstmals im Trikot des Achimer Stadtteilklubs. Nur wenig später wurde erneut gejubelt, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte war Sturmkollege Patrick Müller zur Stelle (45.+1).

Wer nun gedacht hatte, dass die Heimmannschaft etwas defensiver agieren würde, sah sich getäuscht. Bersenbrück versuchte es weiterhin mit drei Offensivkräften, zum Anschlusstreffer wurde dennoch ein Standard benötigt. Nico Schwegmann setzte die Kugel bei einem Freistoß aus rund 20 Metern direkt in die Maschen (57.). Doppelt bitter: Nur zwei Minuten vorher hatte Patrick Müller die große Chance zum 3:0 besessen, sein Kopfball aus vier Metern landete jedoch am Pfosten.

Kurz darauf kam erneut Farbe ins Spiel. Nach einem Foul von Burhan Akbulut am eingewechselten Marco Wahlers gab es erneut einen Platzverweis. „Da hatten wir sicherlich Glück, den muss man nicht geben“, sagte Muzzicato. Die Gastgeber steckten aber trotzdem nicht auf. Im Gegenteil. Zehn Minuten vor dem Ende wurde die gute Moral belohnt. Ein langer Flankenball erreichte Ex-Profi und Hinspiel-Schreck Emil-Gabriel Jula, der dieses Mal im Grunde komplett abgemeldet war. Außer in dieser Szene eben. Der 37-Jährige schüttelte seine Bewacher ab, ließ Keeper Jasin Jashari überhaupt nicht gut aussehen und traf (80.).

Unmittelbar vor dem Schlusspfiff hatte Max Wilschrey zwar noch die erneute Führung der Uphuser auf dem Fuß, letztlich bleib es aber bei dem Remis. „Das fühlt sich heute allerdings mehr wie eine Niederlage an“, sagte ein enttäuschter Benedetto Muzzicato. Zu allem Überfluss sahen Bastian Helms und Thomas Mennicke jeweils noch die fünfte Gelbe Karte.

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