Franziska Einroos, RSG-Trainerin

Einblicke in den Corona-Alltag

„Da wir uns im August 2020 in Neuenkirchen ein Haus gekauft haben, warten hier natürlich auch jede Menge Projekte auf uns“.
17.03.2021, 11:52
Lesedauer: 3 Min
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Von Olaf Schnell
Einblicke in den Corona-Alltag

Corona macht erfinderisch: Franziska Einroos unternahm mit ihrem Freund eine kleine Kohl-Tour.

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Das gesellschaftliche, kulturelle und sportliche Leben ist coronabedingt seit fast einem Jahr eingeschränkt oder steht gänzlich still. Und jetzt gibt es seit geraumer Zeit auch noch die Aufforderung, ins Homeoffice zu gehen. Wann ist für uns alle wieder Land in Sicht? Wann kann endlich wieder in Hallen und auf Freiluftplätzen Mannschaftssport oder Individualsport in gewohnter Form getrieben werden? „DIE NORDDEUTSCHE“ fragt bei Sportlern, Trainern und Funktionären nach, wie sie die Situation aktuell erleben, wie sie den Weg zurück in die Normalität skizzieren und was sie am meisten vermissen. Heute mit Franziska Einroos, RSG-Trainerin des Blumenthaler TV.

Welche Veränderungen hat es in Ihrem beruflichen Alltag in Zusammenhang mit Corona gegeben?

Franziska Einroos: Als Bankangestellte habe ich das Glück, weiterhin normal arbeiten zu können. Da ich nicht im direkten Kundenkontakt tätig bin, teile ich mir mein großes Büro mit meiner Kollegin Heike und meinem Azubi Theresa.

Corona heißt ja auch: Weniger persönliche Kontakte und weniger Bewegung. Wie gleichen Sie diese beiden Einschränkungen aus?

Seit Corona beschränke ich meine sozialen Kontakte auf meine Familie. Zu unseren Freunden halten wir den Kontakt über Facetime oder WhatsApp Call. Ab und zu war auch schon mal ein Spaziergang an der frischen Luft dabei. Die fehlende Bewegung habe ich über das Onlinetraining mit meinen Mädels, an dem ich bei den Kraftübungen aktiv teilnehme, ausgeglichen - sowie bei meinen Tennisstunden in Beckedorf. Seit wenigen Wochen bin ich wöchentlich übrigens auch bei einem Online-Fitnesskurs angemeldet. Man merkt schon, dass es dem Körper guttut.

Sie verbringen viel mehr Zeit als gewöhnlich zu Hause. Gehören Sie zu denen, die Projekte gestartet haben, die schon lange Mal angegangen werden sollten?

Während des ersten Lockdowns habe ich viel Zeit in die Vorbereitungen auf die Prüfung zur Bankfachwirtin investiert. Da wir uns im August 2020 in Neuenkirchen ein Haus gekauft haben, warten hier natürlich auch jede Menge Projekte auf uns. Am meisten freue ich mich schon auf die (Um-)Gestaltung des neuen Gartens im Frühjahr.

Nutzen Sie häufig die Möglichkeit, sich Fertiggerichte zu holen oder bringen zu lassen oder stehen Sie jetzt öfter und länger in der Küche und zaubern in aller Ruhe Ihr Lieblingsgericht, wenn ja welches und wie?

Am Wochenende bestellen wir hin und wieder bei den örtlichen
Restaurants oder beim Lieferservice ein leckeres Essen. Unter der Woche habe ich das große Glück, dass – wenn ich von der Arbeit
komme, was häufig auch mal etwas später werden kann – ein frisch
gekochtes Essen auf dem Tisch steht. Das ist der große Vorteil, dass man einen Feuerwehrmann als Freund hat. Und Jannis und ich machten auch eine kleine Corona-Kohlfahrt. Wir haben gemütlich Grünkohl gekocht und sind dann drei Stunden am Deich in Neuenkirchen spazieren gegangen. Danach haben wir dann unseren gekochten Grünkohl gegessen. Corona macht ja erfinderisch.

Welche Rolle spielt bei Ihnen seit Corona die Unterhaltungs-Elektronik?

Ich bin lieber „oldschool“ unterwegs und spiele deutlich mehr
Gesellschaftsspiele, oft mit meinem Freund und meiner Familie.

Wie wird nach Ihrer Einschätzung die zeitliche Rückkehr in die Normalität aussehen?

Ich hoffe, dass jeder an die Gemeinschaft denkt und wir schrittweise in die Normalität zurückkehren können. Für meinen Sport würde ich mir wünschen, dass wir bald mit dem Outdoor-Training beginnen können und so ein kleines Stück der Normalität zurückgewinnen, um auch mal von dem Corona-Thema eine Auszeit zu bekommen.

Worauf freuen Sie sich in der Zeit nach Corona am meisten?

Auf mein zweites zu Hause in Dänemark und unseren Wohnwagen mit festem Stellplatz in Kegnaes. Ich vermisse diesen Ort wirklich sehr. Dort kann ich abschalten und den Alltag vergessen. Auf die Ostsee, die ja direkt vor der Haustür ist und endlich wieder in großen Runden mit Freunden zusammenzusitzen und zu feiern.

Das Gespräch führte Olaf Schnell.

Info

Zur Person

Franziska Einroos (25)
ist seit elf Jahren Trainerin und Mitglied seit 23 Jahren im Blumenthaler TV. Die Neuenkirchenerin arbeitet bei der Volksbank in Delmenhorst und lebt mit Jannis Schwarz zusammen.

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