Fußball-Bezirkligist lässt Auswärtsspiel gegen TSV Hasenbüren ausfallen und fällt auf einen Abstiegsplatz zurück Eintracht Aumund wegen Junggesellenabschied nicht angetreten

Aumund (gru). Dieser Junggesellenabschied kann für den SV Eintracht Aumund bittere Folgen haben: Weil ein Großteil der Akteure am Sonnabend lieber der Einladung eines Mitspielers Folge leistete als sich das Trikot des abstiegsgefährdeten Fußball-Bezirksligisten überzustreifen, traten die Nordbremer zum enorm wichtigen Punktspiel beim TSV Hasenbüren nicht an.
29.04.2014, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Klaus Grunewald

Dieser Junggesellenabschied kann für den SV Eintracht Aumund bittere Folgen haben: Weil ein Großteil der Akteure am Sonnabend lieber der Einladung eines Mitspielers Folge leistete als sich das Trikot des abstiegsgefährdeten Fußball-Bezirksligisten überzustreifen, traten die Nordbremer zum enorm wichtigen Punktspiel beim TSV Hasenbüren nicht an.

„Unsere Mannschaft saß am Sonnabend bereits umgezogen in der Kabine, als uns der Anruf erreichte, dass der Gegner nicht antreten werde“, teilte Hasenbürens Co-Trainer Jörg Lange mit. Um 15 Uhr sollte die Partie gegen den SV Eintracht Aumund angepfiffen werden. Ein „Sechs-Punkte-Spiel“, denn beiden Teams droht der Abstieg in die Kreisliga A. „Nicht anzutreten ist für einen Bezirksligisten, der um den Klassenerhalt bangt, absolut unverständlich“, bemerkt Lange.

Das sehen auch Aktive und ehemalige Funktionäre des SV Eintracht Aumund so, die namentlich nicht erwähnt werden möchten. Unstrittig ist, dass die Nordbremer vor einigen Wochen beim TSV Hasenbüren wegen des geplanten Junggesellenabschieds um eine Spielverlegung gebeten hatten. Doch der avisierte Ausweichtermin zu Ostern passte dem Gastgeber nicht, hätte er doch selber Personalprobleme bekommen. Das wussten Abteilungsvorstand und Trainer der Aumunder. Aber erst relativ kurzfristig, verlautete gestern, habe man zunächst bei der Zweiten und anschließend auch bei der Ü 32 um Unterstützung gebeten. Die zweite Aumunder Mannschaft, die drei Klassen tiefer in der Kreisliga C spielt, sagte ab, weil sie am Sonntag ein schweres Punktspiel gegen Tabellenführer FC Roland Bremen bestreiten musste. Was übrigens mit 1:8 verloren ging. Und die Ü 32 weigerte sich, weil sie sich in Hasenbüren „nicht abschießen lassen“ wollte.

Das Desaster hat Folgen: Das Spiel wird mit drei Punkten und 5:0 Toren für die Mannschaft aus dem Dorf an der Weser gewertet, das Torverhältnis von Eintracht Aumund verschlechtert sich um fünf Gegentreffer. Aktuell steht der Verein in der Tabelle auf Rang 15 – ein Abstiegsplatz.

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