9. Internationaler Jugendcup in Delmenhorst Eintracht Dortmund holt den Pott

Delmenhorst. Zum ersten Mal haben sich die U11-Fußballer von Eintracht Dortmund den großen Siegerpokal des Internationalen Jugendcups gesichert. Im Endspiel vor vollen Rängen im Delmenhorster Stadion setzte sich die Mannschaft souverän mit 2:0 durch.
11.06.2012, 05:00
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Von Daniel Cottäus

Delmenhorst. Bei Stojance Josifov und seinem Sohn Steven dürfte die Freude über den Gewinn des Internationalen Jugendcups noch ein kleines Stückchen größer gewesen sein als beim Rest des U11-Teams von Eintracht Dortmund.

Trainer und Spielmacher des Siegers hatten bereits im vergangenen Jahr die Möglichkeit gehabt, das renommierte Turnier im Delmenhorster Stadion zu gewinnen, verloren – damals noch mit Arminia Bochum – aber im Finale gegen Eintracht Frankfurt. Wenig später wechselten Vater und Sohn Josifov gemeinsam nach Dortmund (siehe Bericht auf Seite 6), kehrten am Wochenende nach Delmenhorst zurück – und vollendeten das, woran sie im vergangenen Sommer noch gescheitert waren.

Dank eines 2:0-Endspielsieges gegen den 1. FC Nürnberg durften die Dortmunder am Ende jubeln und bekamen den großen Siegerpokal überreicht. "Die Jungs hatten hier zwei Tage lang richtig viel Spaß", strahlte Ruben Mertin, der sich den Trainerjob bei der Eintracht mit Stojance Josifov teilt. "Nach Borussia Dortmund sind wir in unserer Stadt die Nummer zwei im Jugendbereich. Es ist unser Anspruch, leistungsmäßig in die Nähe der Lizenzvereine zu kommen." In Delmenhorst hat das schon mal gut geklappt: Auf ihrem Weg ins Finale schaltete die Eintracht den Stadtrivalen BVB mit 2:1 im Viertelfinale aus, gewann im Halbfinale mit 2:0 gegen Bayer 04 Leverkusen.

Das Endspiel gegen den Nürnberger Nachwuchs dominierten die Dortmunder dann von Beginn an. Während der ersten Hälfte brachte Casey Backhaus, einer der auffälligsten Spieler des Turniers, seine Mannschaft mit einem satten Linksschuss aus spitzem Winkel in Führung. Noch vor dem Wechsel war es dann Steven Josifov, der auf 2:0 erhöhte – fast so, als wollte er auch wirklich ganz sicher gehen, dieses Mal nicht als Finalverlierer den Platz zu verlassen. Die Nürnberger versuchten zwar noch einmal alles, konnten Dortmund aber vor den Augen des Werder-Profis und Ex-Clubberers Mehmet Ekici nicht in Bedrängnis bringen. "Wir können mit unserem Auftritt trotzdem sehr zufrieden sein. Nach dem frühen 0:1 war es schwer, noch einmal zurück zu kommen", analysierte Nürnbergs Trainerin Kerstin Hoffmann.

Ruben Mertin machte sich nach dem Schlusspfiff schnurstracks auf in Richtung der eigenen Fans, fand zwischen zahlreichen Schulterklopfern und Glückwünschen aber noch die Zeit, das Geheimnis seiner Mannschaft zu verraten: "Wir haben uns am Freitagabend im Stadion geschworen, dass wir dieses Turnier gewinnen."

Kurz vor dem Finale hatten bereits Bayer 04 Leverkusen und Borussia Mönchengladbach das Spiel um Platz drei bestritten – mit besserem Ende für den Nachwuchs der Werkself. Mohammed Said gelang das goldene – weil einzige – Tor im kleinen Finale, das Leverkusen einen Platz auf dem Treppchen sicherte. Auch wenn es für Bayer nach den Turniersiegen in den Jahren 2004 und 2010 nicht zum erneuten großen Wurf gereicht hat, war Trainer Burak Yildirim stolz auf seine Mannschaft. "Lediglich in der Zwischenrunde haben wir uns einen kleinen Durchhänger erlaubt. Danach haben wir wieder gezeigt, was wir drauf haben." Neben dem Lob an seine eigenen Spieler hob der Leverkusener Coach – wie nahezu alle seiner Kollegen – die beeindruckend gute Organisation des Turniers hervor: "Was Michael Zoll und sein Team hier auf die Beine stellen, ist Wahnsinn. Alle Mannschaften kommen auf ihre Spielzeit, die Gegner sind mehr als attraktiv. Wir kommen gerne wieder nach Delmenhorst."

Eine Ankündigung, die so sicher auch für Werder Bremen gilt. Nach starker Vor- und Masterrunde belegten die Grün-Weißen am Ende Rang sechs, nachdem sie das Platzierungsspiel gegen Borussia Dortmund mit 1:5 verloren hatten. Im ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams hatte Werder in der Vorrunde noch mit 1:0 gewonnen. Eintracht Frankfurt schaffte es derweil nicht, den Titel aus dem vergangenen Jahr zu verteidigen. Die von Personalsorgen geplagten Hessen beendeten den Jugendcup auf Rang 13.

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