Basketball

Eisbären Bremerhaven verpflichten Armani Moore

Armani Moore verstärkt die abstiegsgefährdeten Basketballer der Eisbären Bremerhaven. Der 24-Jährige spielte in der vergangenen Saison für die EWE Baskets Oldenburg.
24.03.2019, 17:55
Lesedauer: 2 Min
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Von Frank Büter
Eisbären Bremerhaven verpflichten Armani Moore

Neuzugang für die Eisbären: Armani Moore (l.).

Soeren Stache/dpa

Die Eisbären Bremerhaven lassen nichts unversucht, um den drohenden Abstieg aus der Basketball-Bundesliga noch irgendwie abzuwenden. Als letzte Option bei der immer schwerer werdenden Mission Klassenerhalt ist der Klub jetzt ein letztes Mal auf dem Transfermarkt tätig geworden und hat für die verbleibenden neun Spiele mit dem US-Amerikaner Armani Moore noch einen neuen Spieler unter Vertrag genommen. Moore, der an diesem Montag 25 Jahre alt wird, war zuletzt für die New Zealand Breakers in Neuseeland aktiv, wo die Saison gerade zu Ende gegangen ist.

Armani Moore – Insidern ist dieser Name nicht unbekannt. Zu Jahresbeginn 2018 war der Flügelspieler, der auch auf der Position vier eingesetzt werden kann, aus Polen zum BBL-Rivalen nach Oldenburg gewechselt. Für den späteren Play-off-Teilnehmer kam Moore insgesamt 22mal zum Einsatz und erzielte dort im Schnitt bei 20 Minuten Spielzeit 7,4 Punkte und 3,9 Rebounds.

"Armani hat sich hervorragend in das Team integriert"

Für den im US-Bundesstaat Georgia geborenen 1,93-Meter-Mann war nach der Saison kein Platz mehr im Oldenburger Kader, dennoch wurde er dort mit warmen Worten verabschiedet. „Armani hat sich hervorragend in das Team integriert, immer mit großem Einsatz gespielt und uns besonders defensiv mit seiner Energie enorm geholfen“, sagte Oldenburgs Trainer Mladen Drijencic über den Mann, der zuvor in Polen mit Stelmwet Zielona Gora sowohl den Meistertitel als auch den Pokalsieg gefeiert hatte.

Nun also wird Armani Moore, der zu Wochenbeginn in Bremerhaven eintrifft, für die restlichen Spiele das Eisbären-Trikot tragen. Moore verkörpert sozusagen die Hoffnung der Klub-Verantwortlichen darauf, dass der Gang in die Pro A noch abgewendet werden kann. Mit dieser letztmöglichen Aufbesserung des Kaders haben die Eisbären lange gewartet. Der neue Headcoach Michael Mai, seit Ende Februar Nachfolger des zurückgetretenen Dan Panaggio, hatte schon zu Monatsbeginn gesagt: "Lange warten können wir nicht mehr, die Zeit läuft uns davon.“

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Als Mai das sagte, waren noch zwölf Partien zu absolvieren gewesen – jetzt sind es nur noch neun. Und insbesondere nach der jüngsten Pleite beim direkten Konkurrenten in Crailsheim, wo sich die Eisbären durch das Fehlverhalten ihres Spielmachers Chris Warren in der Schlussminute selbst um den Sieg gebracht haben, ist die Situation im Tabellenkeller noch brisanter geworden. Die letzte Neuverpflichtung, "sie muss passen: sportlich, menschlich und finanziell. Wir können uns keine Niete mehr erlauben“, hatte Eisbären-Geschäftsführer Wolfgang Grube erklärt.

Eine spürbare Belebung

Jetzt hat das Ligaschlusslicht also die letzte Option gezogen. Und man darf gespannt sein darauf, ob Armani Moore der Joker ist, mit dem die Eisbären noch einmal auftrumpfen können. „Ein Neuzugang kann uns vielleicht noch einmal einen neuen Impuls geben“, hatte Kapitän Fabian Bleck über die Pläne der Klubführung gesagt, das Team personell nochmal verstärken zu wollen. Bleck hat aber auch gesagt: „Ein Neuzugang muss auch erst einmal integriert werden – er steht ja nicht allein auf dem Feld.“

Geht es nach den Wünschen von Headcoach Mai, dann wird Moore auf dem Feld zumindest für eine spürbare Belebung sorgen. Mai lobt Moores Energie und dessen defensive Härte, er lobt Moores Reboundverhalten und dessen Wurfqualität von jenseits der Dreierlinie. „Wir brauchten jemanden, der kommt und sofort Wirkung zeigen kann“, sagt Michael Mai. „Armani erfüllt all diese Anforderungen.“ Sein Debüt wird Moore bereits am kommenden Sonnabend geben. Dann erwarten die Eisbären um 20.30 Uhr in der Stadthalle Bremerhaven den Tabellenelften aus Bayreuth.

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